Bist du auf der Suche nach einem guten Weitwinkelobjektiv, welches deinen Bedürfnissen und Anforderungen entspricht? Fotografieren macht dir Spaß, du willst dich in diesem Bereich weiterentwickeln und du willst jetzt in ein neues Objektiv investieren, aber bist dir noch nicht sicher, welches für dich am besten ist?

Dann bist du bei uns genau richtig, denn wir haben für dich wissenswerte Tipps in diesem Artikel zusammengefasst. Hier findest du Vor- & Nachteile, Empfehlungen, Erklärungen, was du beim Kauf beachten sollst und andere relevanten Infos, welche dir vor dem Kauf eines Weitwinkelobjektivs helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Weitwinkelobjektive sind Objektive mit kurzer Brennweite (je kürzer die Brennweite, desto weiter der Bildwinkel).
  • Für gute Fotos von Landschaft, Architektur und Panorama sind Weitwinkelobjektive am meisten geeignet.
  • Weitwinkelobjektive können mehr aufs Foto bekommen, weil die kurze Brennweite einen größeren Bildwinkel ermöglicht.

Weitwinkelobjektiv Test: Favoriten der Redaktion

Das beste gemäßigte Weitwinkelobjektiv

Dieses Weitwinkelobjektiv zählt zu den sogenannten „gemäßigten Weitwinkelobjektiven“. Die Brennweite von 35 mm ermöglicht viel aufs Bild aufzunehmen und somit eignet sich diese Kamera für Reportagen, Sport- und Naturaufnahmen.

Diese Objektiv verfügt über eine sehr gute Lichtstärke von 1:1,8. Bei der Fokussierung sorg das SWM (Silent-Wave-Motor) für einen schnellen und leisen Autofokus (diese Funktion ist vor allem bei Videoaufnahmen, oder beim Fotografieren von schlafenden Kindern, Tieren, oder Menschen von Vorteil). Dieses Objektiv bietet sowohl „AF“ (Autofokus) als auch „M“ (manuelle Fokussierung).

Das beste Ultraweitwinkelobjektiv

Dieses Weitwinkelobjektiv gehört zu der Kategorie Ultraweitwinkel (UWW) und ist für Architektur-, Landschaft- und Panoramaaufnahmen geeignet. Dank der kompakten und leichten Konstruktion ist dieses Objektiv ein praktisches Begleiter fürs Reisen und in die Natur.

Die Fokussierung ist dank der STM Technologie (Stepper-Motor-Technologie) leise und während der Aufnahme eines Videos kontinuierlich. Aus der Erfahrung können wir sagen, dass die laute Fokussierung des Objektivs beim Videodrehen stört. Die Blende ist 4,5 – 5,6, was für ein Ultraweitwinkelobjektiv ziemlich gut ist.

Das beste Fisheye Weitwinkelobjektiv

Dieses Weitwinkelobjektiv zählt anhand der kurzen Brennweite von 9 mm zum „Fisheye“. Die Konstruktion dieses Weitwinkelobjektivs ist kompakt und dank der kurzen Brennweite auch sehr schlank. Ideal für Schnappschüsse aus einer neuen, „Fisheye“ Perspektive. Die Bilder sind mit dieser Kamera scharf trotz den Verzerrungen im Randbereich (Fisheye-Effekt).

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Weitwinkelobjektiv kaufst

Was ist Weitwinkelobjektiv?

Weitwinkelobjektiv ist ein Objektiv mit einer kurzen Brennweite. Wahrscheinlich fragst du dich jetzt, was eine Brennweite ist… Die Brennweite ist der Abstand in mm zwischen einer Linse und dem Fokus. Die Brennweite bestimmt, wie groß der Bildwinkel ist.

Je kürzer die Brennweite, desto weiter der Bildwinkel. Unser Auge hat ungefähr 40 mm Brennweite und jeder Bildwinkel, der unter diesem Wert ist, wird als Weitwinkel bezeichnet. Mit einem Weitwinkelobjektiv kannst du „mehr aufnehmen“.

Was kostet Weitwinkelobjektiv?

Die Weitwinkelobjektive sind prinzipiell teurer als die Standardobjektive. Die Preise bei Canon beginnen schon bei ca. 100€ und je nach Eigenschaften, Blende kommen die Kosten bis auf 2.000 € bei sehr guten Weitwinkelobjektiven.

Wo kann ich Weitwinkelobjektiv kaufen?

Weitwinkelobjektiv kannst du heute gut auch online kaufen. Ansonsten kannst du in einem Fotogeschäft, oder in einem Elektro Shop normalerweise auch Weitwinkelobjektive finden.

Wie funktioniert Weitwinkelobjektiv?

Das Weitwinkelobjektiv vergrößert den Bildwinkel, der abgebildet wird. Der Winkel wird weit und dadurch kannst Du viel mehr mit dem Bild abbilden.

Der große Bildwinkel sorgt für eine starke Unterscheidung zwischen dem Vor- und Hintergrund.

Alle Objekte, die nah an der Kamera sind, werden überproportional dargestellt und die Objekte im Hintergrund werden kleiner dargestellt (es entsteht optisch mehr abstand zwischen dem Objekt nah an der Kamera und dem Hintergrund).

Welche Arten von Weitwinkelobjektive gibt es?

So wie Objektive, auch Weitwinkelobjektive haben ihre eigene Unterteilung. Es gibt nämlich gemäßigte Weitwinkelobjektive, Ultraweitwinkelobjektive, Zoomobjektive mit Weitwinkelbereich, Fish eye, Fish eye Zoom.

Wir haben für dich drei Arten von Weitwinkelobjektiven, die am meisten verwendet werden, ausgewählt, beschrieben und verglichen.

Gemäßigte Weitwinkelobjektive 28-35 mm

Diese Art von Weitwinkelobjektiven wird häufig für Reportagen verwendet, weil diese relativ viel abdecken. Bei diesen Weitwinkelobjektiven sind die Verzerrungen gering und die Schärfentiefe höher.

Die Brennweiten bei gemäßigten Weitwinkelobjektiven bewegen sich zwischen 28 bis 35 mm. Die Weitwinkelobjektiven mit dieser Brennweite gibt es auch mit sehr großer Lichtstärke.

Ultraweitwinkel 14-22 mm

Für diese Art von Weitwinkelobjektiven wird häufig die Abkürzung „UWW“ verwendet. Je kürzer die Brennweite (mm), desto verzerrter wird das Foto am Rand. Bei einem Ultraweitwinkelobjektiv sind die Verzerrungen gerade noch im Randbereich zu sehen. Die Brennweite bei den Ultraweitwinkelobjektiven bewegt sich zwischen 14-22 mm.

Hier ist wichtig zu beachten, dass die Größe des Bildwinkels die Schärfe und die Belichtung des Bildes beeinflusst. Wenn der Bildwinkel groß ist, dann ist die Schärfe des Bildes auch groß, aber dafür ist die Blende normalerweise geschlossener, also 8. Es gibt aber ach UWW Objektive, die große Lichtstärke haben, jedoch kosten diese mehr.

Fisheye 7,5-16 mm

Das Fisheye Objektiv ist „für die Kreativen“ unter uns. Dieses Objektiv ermöglicht eine ganz neue Perspektive einzunehmen.

Dieses Bild ist mit einem Fisheye Weitwinkelobjektiv fotografiert worden. Die Randbereiche sind Dunkel, wodurch ein cooles Effekt des „Kreisbildes“ entstanden ist. (Bildquelle: pixabay.com / Fehmi Murat KAYA)

 

Das Fisheye Objektiv verzerrt senkrechte Achsen und bei der „Grenzbrennweite“ 7,5 mm entsteht ein rundes Bild. Wenn du mit dem Fisheye Objektiv fotografierst, sollten keine Objekte (Bäume, Menschen, Pflanzen…) sein, weil sie verzerrt und nach außen gebogen wären. Das gilt vor allem bei der Architektur- und Landschaftsfotografie.

Objektiv gemäßigte Weitwinkel- objektive Ultraweitwinkel Fisheye
Brennweite  28-35 mm 14-22 mm  7,5 – 16 mm
Besonderheiten Reportageobjektiv nimmt viel auf, kann im Randbereich zu Verzerrungen kommen bei Brennweite 7,5 mm entsteht ein rundes Bild
Einsatz Reportage, Sport Architektur- und Landschaftsfotografie Kunst, kreative Fotografie

Welche Alternativen gibt es zum Weitwinkelobjektiv?

Standardobjektive

Die Standardobjektive, auch als Normalobjektive bezeichnet, haben Brennweite von ca. 50 mm und das entspricht dem Blickfeld des menschlichen Auges. Das Foto wirkt gewohnt, normal, weil es „der Realität“ entspricht.

Diese Objektive sind für authentische Aufnahmen geeignet. Dieses Objektiv eignet sich gut auch für Einsteiger.

Teleobjektive

Alle Brennweiten, welche die Brennweite des „Normalbereichs“ überschreiten, gelten als Teleobjektive. Diese Bilder sind kleiner als unser Blickfeld und erzeugt den „Effekt“, als ob wir sehr nahe am Objekt stehen würden, oder als ob wir durch einen Fernrohr schauen würden.

Diese Art von Objektiven wird vor allem bei den Wildtieren eingesetzt, weil es aufregende Bilder schaffen kann. Die Nähe, die man auf diesen Fotos spürt hat eine spannende Atmosphäre.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Weitwinkelobjektiv?

Die Weitwinkelobjektive werden auch zum Fotografieren der Räumlichkeiten verwendet, somit der Raum größer erscheint. Das wäre ein Vorteil. Zu anderen Vorteilen des Weitwinkelobjektivs gehört sowohl hohe Tiefenschärfe (dank der kurzen Brennweite in mm), als auch das Gewicht. Die Weitwinkelobjektive sind meistens sehr leicht, weil die Brennweite so kurz ist.

Zu den Nachteilen gehören zum Beispiel die Effekte, die zu Verzerrungen im Randbereich führen. Im Randbereich kann es bei manchen Weitwinkelobjektiven auch zu Abdunklung kommen. Der Preis zählt bei den Weitwinkelobjektiven auch zu den Nachteilen, weil diese Art von Objektiven teurer als die Standardobjektive ist.

Vorteile
  • Vergrößerung des Raumes
  • Tiefenschärfe
  • Gewicht (leicht)
Nachteile
  • Verzerrungen
  • Abdunklung
  • Preis (teuer)

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Weitwinkelobjektive vergleichen und bewerten

Lichtstärke

Bei den Weitwinkelobjektiven ist die Lichtstärke meistens in zwei Versionen vorzufinden. Die F4 und die F2.8 Version, wobei die F2.8 Version deutlich teurer ist. In den meisten fällen wird dir aber die F4 Version reichen, wenn dein Zeil nicht ausgerechnet Nachthimmel-Fotografie ist.

Dafür ist wirklich ein Weitwinkelobjektiv mit höherer Lichtstärke geeignet.

Für Events in geschlossenen Räumen eignet sich ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv.

 Ein wichtiger Hinweis dabei ist, dass das Objektiv bei maximaler Blende (wenn die blende ganz offen ist, also niedrige Zahl, z.B. 4), als bei geschlossener Blende (höhere Zahl, z.B. 16).

Wenn man gerne Events fotografiert, wie zum Beispiel Hochzeiten in geschlossenen Räumlichkeiten, Seminare, Workshops, oder Konferenzen, wo wenig Licht und Platz ist, ist ein lichtstarkes Objektiv für gute Fotos mehr geeignet.

Brennweite

Die Weitwinkelobjektive werden normalerweise als Objektive mit einer festen Brennweite angeboten, aber auch als Zoomobjektiv, wo man die Brennweite einstellen kann. Die Brennweite ist beim Kauf aus folgenden Gründen zu beachten: einerseits solltest du dich zuerst fragen, wofür du ein Weitwinkelobjektiv verwenden möchtest.

Je nachdem kannst du dann entscheiden, welche Brennweite geeignet für deine Bedürfnisse ist. Denke dabei an die Regel: Je kürzer die Brennweite, desto mehr kommt auf das Bild und desto größer der Bildwinkel (die Brennweite ist immer in mm angegeben).

Anschluss

Das ist ein wichtiges Kaufkriterium! Wenn du im Allgemeinen ein Objektiv kaufst, muss es mit deiner Kamera kompatibel sein! Daher unser Tipp: Auf Amazon gibt es bei der Produktbeschreibung die Möglichkeit, dein Kameramodell einzugeben um festzustellen, ob es kompatibel mit dem jeweiligen Objektiv ist.

Wir empfehlen dir diesen Test vor dem Kauf auf jeden Fall zu machen.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Weitwinkelobjektiv

Wozu verwendet man ein Weitwinkelobjektiv?

Wenn du ein gutes Foto mit einem Weitwinkelobjektiv machen willst, dann brauchst Du im Bild einen starken Vordergrund. Der Vordergrund soll stark sein, weil es für eine Differenzierung zum Hintergrund sorgt. Dieser „Trick“ macht ein Weitwinkel-Foto richtig gut. Für die Landschaft- und Architekturfotografie wird das Weitwinkelobjektiv am häufigsten verwendet.

Landschaft

Bei der Landschaft verwendet man oft ein Weitwinkelobjektiv, weil die Natur sehr viel zu bieten hat (vor allem für die Fotografen). Das Weitwinkelobjektiv ist diese Art von Fotografie gut geeignet.

Hier ist ein Beispiel von einem guten Foto mit Weitwinkelobjektiv. Ein Starker Vordergrund, welcher sich von dem Hintergrund differenziert und macht das Foto an sich dynamisch. (Bildquelle: pexels.com / Quang Nguyen Vinh)

Wenn du das Fotografieren noch auf eine höhere Ebene bringen willst, empfehlen wir Dir (wie oben schon erwähnt), vor allem bei den Landschaft-Fotos, einen starken Vordergrund im Bild zu haben, damit das Foto mehr „Action“ hat.

Architektur

Für das Fotografieren von Architektur ist ein Weitwinkelobjektiv auch sehr gut geeignet. Mit einem Standardobjektiv wäre es etwa schwerer, ein ganzes Gebäude abzubilden, aber auch möglich. Es würde aber nicht so einen coolen Effekt haben.

Wenn du Architektur fotografierst, ist es wichtig, im Voraus zu überlegen, was das „Hauptobjekt“ der Fotografie sein soll. Hier gilt das „Umgekehrte“ wie bei der Landschaft.

Diese Foto stellt ein gutes Beispiel für Architektur Fotografie dar. (Bildquelle: pexels.com / Philipp Birmes)

Du kannst nämlich ein Gebäude in der Stadt mit einem Weitwinkelobjektiv von der Stadt „lösen“, indem du das Gebäude in der Mitte des Fotos positionierst und somit wird der „Vordergrund“ weniger dominant als das Gebäude im Hintergrund.

Panorama

Ein gutes Panorama Foto mit einem Weitwinkelobjektiv ist zum Beispiel ein Foto vom Nachthimmel. Hier ist wiederum der Weitwinkel, also die Fläche, die abgebildet werden kann, der entscheidende Faktor.

Wenn Du Fotos überwiegend vom Nachthimmel machen willst, dann ist eine Blende (die Belichtung des Objektivs) ein relevanter Faktor. Diese sollte nicht mehr als 2,8 sein, weil es in der Nacht nicht hell ist und die Blende möglichst offen beim Fotografieren bleiben soll (wegen der Belichtung vom  Foto).

X Portraitfotografie X

Hier ist gleich ein Beispiel für Dich, wozu man das Weitwinkelobjektiv nicht verwendet. Warum? Weil die Gesichtszüge durch den Weitwinkel verzerrt werden und es schaut nicht natürlich aus, wenn das Gesicht runder als in der Realität abgebildet wird.

Zudem ist auf einem Weitwinkel-Foto viel Hintergrund und das lenkt vom Portrait ab.

Verzerrungen bei Weitwinkelobjektiven

Beim Fotografieren mit Weitwinkelobjektiven kommt es häufig zu Verzerrungen. Diese können absichtlich gemacht werden, wenn du zum Beispiel ein „Fisheye-Effekt“ erzielen willst. Das gehört in dem Fall zum Bild.

Was aber sehr häufig passiert, sind die unerwünschten Verzerrungen, die man ungerne auf den Fotos sieht. Diese Entstehen durch die Abbildungsmaßstäbe der Objekte in verschiedenen Ebenen in der Perspektive. Je näher wir an das Motiv im Bild herangehen, desto verzerrter sind die Distanzverhältnisse von Vor- und Hintergrund.

Daher haben wir für dich ein hilfreiches Tool gefunden, um diese unerwünschten Verzerrungen aus deinen Bildern wegzuschaffen. Du findest dieses Tool in den weiterführenden Links unter Nummer 2.

Brauche ich ein Stativ für Weitwinkel-Fotografie?

Wie schon früher angedeutet, eignen sich die Weitwinkelobjektive auch für Nachthimmel-Fotografie. Daher ist auch das Stativ ein Thema in diesem Fall, denn wenn du ein Weitwinkelobjektiv mit Lichtstärke F4 hast, wirst du für schöne Fotos ein Stativ brauchen, denn in der Nacht hast du nicht viel Licht und brauchst eine möglichst offene Blende (= niedrige Zahl), damit viel Licht auf das Foto kommt.

Dies ist möglich, wenn die Verschlusszeit auf eine längere Einheit eingestellt ist. Wir können die Kamera bei minimal 1/60 Sekunde in unseren Händen noch halten, wenn wir uns sehr konzentrieren, unser Atem einhalten und uns nicht bewegen. Bei längerer Verschlusszeit, die bei Nachhimmel-Fotografie nötig ist, ist ein Stativ notwendig.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.richtig-fotografiert.de/das-passende-objektiv/weitwinkelobjektiv/

[2] https://www.docma.info/docma-artikel/tipp-weitwinkel-verzerrungen-korrigieren

[3] https://www.fotomagazin.de/praxis/training/fotografieren-mit-dem-weitwinkel-7-hilfreiche-tipps

Bildquelle: Pixabay.com / Skitterphoto

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