Wenn du das Meer liebst und nicht nur am Strand liegen willst, um dich von deiner stressigen Arbeit zu erholen, dann schnapp dir eine Unterwasserkamera und erforsche die Unterwasserwelt. Bei einer Reise ins Meer hast du tonnenweise Motive zum Fotografieren. Das nötige Know-How kannst du dir in diesem Ratgeber aneignen.

In diesem Ratgeber werfen wir einen Blick darauf, welche für uns die schönsten Unterwasserlandschaften sind, die du mit deiner Outdoor Kamera erkunden kannst. Des weiteren erhältst du einige Tipps, die du beherzigen solltest, um optimale Fotos unter Wasser zu schießen.

Was sollte ich bei der Unterwasserkamera beachten?

Es gibt einige Dinge, die du vermeiden solltest, wenn du eine Unterwasserkamera verwendest. Ansonsten kann die Kamera unter falscher Verwendung schnell beschädigt werden.

Es ist sehr wichtig, dass du die Unterwasserkamera am Strand niemals öffnest, um den Speicherchip zu tauschen. Kleine Sandkörnchen, die in die Kamera gelangen würden, könnten die Optik sowie die Mechanik unbrauchbar machen.

Obwohl Unterwasserkameras vor Salzwasser geschützt sind, empfehlen wir dir nach Gebrauch in einem salzhaltigen Wasser, die Kamera gründlich zu reinigen. Idealerweise spülst du sie dazu unter fließendem Süßwasser ab.

Für den Einsatz des richtigen Films lohnt es sich folgendes zu beachten: Der Film sollte eine Empfindlichkeit von mindestens ISO 400 besitzen, da es unter Wasser dunkler ist und in der Kamera kein Blitz eingebaut ist. Wenn du wieder an Land fotografieren willst, solltest du zu einem normalen Film greifen.

Natürlich kannst du dein Equipment noch um einiges erweitern. Mit Hilfe eines Selfiesticks kannst du Problems Fotos unter Wasser von dir schießen. Sämtliche Utensilien wie einen Speicherchip, einen Zusatzakku oder ein Verbindungskabel können in speziell für Kameras vorgesehenen Kamerataschen aufbewahrt werden.

Unterwasserfotografie

Mit deiner Unterwasserkamera kannst du schöne Motive unter Wasser fotografieren. Hier zum Beispiel sieht man viele unterschiedliche Fischarten. – Quelle: Pixabay.com / PublicDomainPictures

4 leicht umsetzbare Tipps zum Fotografieren unter Wasser

Solltest du bisher nur Fotos am Land geschossen haben, dann wirst du einige Unterschiede feststellen, wenn du das erste mal Fotos unter Wasser schießt. Licht, Farben und Größenverhältnisse wirken im Wasser ganz anders. Damit deine Aufnahmen dennoch gelingen, solltest du folgende Tipps beherzigen.

Tipp #1: Nutze die Mittagssonne aus

Die beste Zeit, um Fische und andere Meeresbewohner zu fotografieren, ist mittags. Die Sonne steht zu dieser Zeit im Zenit und die Sonnenstrahlen dringen auch in tiefere Bereiche hindurch.

Um möglichst viel natürliches Licht einzufangen, solltest du am besten von unten nach oben fotografieren. Eine wichtige Grundregel ist es, das Motiv immer auf Augenhöhe zu fotografieren. Das lässt sie lebendiger wirken und erweckt den Anschein als ob sie mit dem Betrachter des Bildes interagieren würden.

Tipp #2: Das Farbspektrum ändert sich unter Wasser

Mit zunehmender Tiefe verschwindet das Licht und die Farben. Das Wasser absorbiert schon ab fünf Metern den Rotanteil des Lichtes, ab zwanzig Metern verschwindet dann auch das Gelb. Anschließend geht auch der Grünanteil verloren und ab etwa 40 Meter beginnt dann „The Deep Blue“. In 100 Meter Tiefe kann es somit schon ziemlich dunkel sein, sodass das Wasser grün oder braun wirkt.

Tipp #3: Geh so dicht ran wie möglich

Nähere dich dem Motiv unter Wasser so weit wie möglich, da im Wasser Farbanteile des Lichts nicht nur vertikal, also mit zunehmendem Abstand zur Oberfläche absorbiert werden, sondern auch horizontal, also von deiner Kamera zum Objekt, welches du fotografieren willst.

Wenn du mehr als fünf Meter vom Motiv entfernt bist, bekommst du ohne Zusatzlicht keine Rottöne mehr auf das Bild, selbst wenn das Wasser klar ist.

Tipp #4: Habe Geduld und Ruhe

Bewege dich möglichst langsam, wenn du Fische unter Wasser fotografieren willst, da diese normalerweise wegschwimmen werden, solltest du dich ihnen zu weit nähern. Es wäre besser zu warten bis dein Motiv wieder zu dir zurück schwimmt. Außerdem solltest du immer beherzigen, dass du die Tiere nicht bedrängst, da sie dich sonst auch angreifen könnten.

Das sind unsere 5 schönsten Unterwasserlandschaften der Welt

Egal ob in Indonesien oder am Great Barrier Reef – Fotos unter Wasser zu schießen fasziniert. Die Unterwasserwelt ist ruhig und schön, um nur einige Eigenschaften zu nennen. Im folgenden Abschnitt stellen wir dir unsere fünf schönsten Unterwasserlandschaften vor.

Malaysia – Perhentian Islands

Die Riffe von Malaysia zählen zu den schönsten Orten der Welt. Dort gibt es schöne und intakte Riffe, an denen du Korallen beobachten kannst. Die Unterwasserwelt in der Gegend ist zudem sehr abwechslungsreich. Dazu gehören Schildkröten,Papageienfische, Barrakuda Schwärme, Mantas, Hammerhaie und Walhaie. Freu dich auf eine unvergessliche Unterwasserlandschaft.

Indonesien – Raja Ampat

Indonesien ist neben den traumhaften Inseln mit weißen Sandstränden auch für die Unterwasserlandschaften bekannt. Zum absoluten Mekka der Unterwasserlandschaften gehört Raja Ampat in West Neuguinea. Mit 13.000 Fischarten und 550 Korallenarten bieten die Riffe so vielen Lebewesen ein Zuhause wie sonst kein zweites.

Karibik – Bonaire

Weiße Sandstrände, kristallklares Wasser und Palmen geben dir ein ideales Urlaubsfeeling in der Karibik. Aber auch unter Wasser wartet eine unvergessliche Schönheit auf dich. Die Karibik hat eine riesige Artenvielfalt zu bieten.

Delfine, Schildkröten, Rochen, Moränen, Krebse, Seepferdchen, Ammenhaie und Schnapper sind nur eine kleine Auswahl an Meerestieren, die du dort beobachten kannst. Das stets warme Wasser ist so klar, dass du teilweise bis zu 50 Metern weit schauen kannst.

Australien – Great Barrier Reef

Das Great Barrier Reef bildet mit seinen 359 Steinkorallenarten das größte Korallenriff der Welt. Es bietet Lebensraum für eine Vielzahl von Tierarten. So findest du dort sechs von insgesamt sieben weltweit vorkommenden Arten von Meeresschildkröten.

Die zackigen und verästelten Korallenstöcke bieten Schnecken und seltenen Muscheln ideale Bedingungen zum Leben. Ideale Orte zum Fotografieren findest du  besonders am „Outer Reef“, weil dort die besten Sichtverhältnisse unter Wasser herrschen.

Ägypten – Rotes Meer

Das Rote Meer ist besonders wegen dem hohen Salzgehalt bekannt. Aufgrund des fehlenden Planktons auf dem Meeresboden hast du eine klare Sicht beim fotografieren. Außerdem ist das Wasser sehr warm. Sogar im Winter sinkt seine Temperatur selten unter 22 Grad Celsius.

Eindrucksvoll ist die Vielfalt der Unterwasserwelt: Barrakudas, Haie und sogar fantastische Steilwände die mit Korallen bewachsenen sind. Jede Attraktion für sich ist ein einzigartiges Motiv .Zusätzlich gibt es im Norden des Roten Meeres Schiffswracks, wie zum Beispiel das der populären „Thistlegorm“, zu entdecken.

Die Schönheit der Unterwasserlandschaften kann nur subjektiv beurteilt werden. Möglicherweise hast du andere sehenswerte Orte in deinem Ranking dabei.

Fazit

Durch diesen Ratgeber solltest du einige Informationen erhalten haben, um dich in das nächste Abenteuer zu stürzen und diese Momente mit der Kamera festzuhalten. Unsere Unterwasserlandschaften sind natürlich nur eine kleine Auswahl an einzigartigen Orten. Für jeden können sich die schönsten Plätze unterscheiden. Beachte auf jeden Fall die Tipps im Ratgeber, um so optimale Fotos zu schießen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.focus.de/reisen/service/tid-20332/tauchfuehrer-die-besten-tauchspots-der-welt_aid_568723.html

[2] https://www.stern.de/digital/homeentertainment/unterwasserkameras-im-test-voellig-abgesoffen-3675596.html

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Redaktion

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