In diesem Artikel werden wir dir erklären, auf was du bei der Tierfotografie achten musst und welche Vorbereitungen du treffen solltest. Wir geben dir anhand von fünf Tipps die Inspiration für deine eigenen spektakulären Tierfotografien. Damit bist du in der Lage, sowohl Wildtiere als auch deine Haustiere gut ablichten zu können. Bevor du loslegen kannst, solltest du dir deshalb ein paar grundlegende Fragen stellen.

Tipp 1: Welches Tier möchte ich fotografieren?

Als alles erstes solltest du dir überlegen, welches Tier du überhaupt fotografieren willst, da du für die unterschiedlichen Tiere verschiedene Dinge beachten musst. Prinzipiell unterscheidet man zwischen drei Arten von Fotomotiven bei Tieren:

  • Haustier
  • Zootier
  • Wildtier

Haustiere

Bei einem Haustier hast du gewiss den kleinsten Aufwand, da sich das Tier deine Nähe gewohnt ist und sich bei dir wohlfühlt, was die Qualität des Fotos verbessert. Nun musst du dich nur noch entscheiden, in welchem Umfeld du dein Haustier fotografieren willst.

Du kannst dein Haustier gemütlich zuhause auf dem Sofa oder im Park bei einem ruhigen Spaziergang fotografieren. Je nach der Räumlichkeit musst du natürlich dein Equipment dementsprechend anpassen.

Hundeportrait

Ein Portraitfoto eines Haustieres zu schießen, ist nicht einfach. Oft sind Tricks, wie eine Belohnung in Form einer Leckerei, notwendig, damit das Tier stillhält. (Foto: Winkster / pixabay.com)

Zootiere

Bei einem Zootier ist die Räumlichkeit schon gegeben. Was du hier unbedingt beachten solltest, ist, dass sich das Tier ja in einem Gehege befindet und du dich nur bis zu einer gewissen Distanz nähern kannst. Deshalb sollte dein Objektiv mit einer hohen Brennweite ausgestattet sein. Dazu kommt, dass du möglicherweise Gehegezäune oder andere Begrenzungen im Bild haben könntest.

Wildtiere

Bei Wildtieren ist die Wahl des Umfeldes zwar von dem entsprechenden Tier abhängig, doch die Auswahl ist hierbei größer. Du solltest dich im Vorfeld gut über das Tier informieren, damit du weißt, in welchem Umfeld es sich am wohlsten fühlt. Außerdem solltest du auch die Verhaltensweisen und das Fluchtverhalten des Tieres kennen, damit du Unfälle auf deinen Fotoexkursion verhindern kannst.

Tipp 2: Welche Art von Foto möchte ich machen?

Wenn du dich für ein Tier entschieden hast, solltest du dir als nächstes überlegen, welche Art von Foto du machen willst. Dabei kannst du dich für ein Portrait oder ein Actionfoto entscheiden.

Bei einem Portraitfoto steht das Tier im Zentrum und nicht seine Umgebung. Ein solches Foto kannst du vielseitig verwenden, zum Beispiel für ein Fotobuch, zum einrahmen und aufhängen, zum verschicken als Postkarte oder sogar für eine Fotoausstellung.

Bei dieser Art von Foto ist es wichtig, dass du ein Kameraobjektiv mit hoher Brennweite hast, oder wenn du nahe an das Tier rangehen kannst, ein Objektiv mit mittlerer Brennweite. Für kleinere Tiere empfiehlt sich ein Objektiv mit kurzer Brennweite oder ein Makroobjektiv für Insekten.

Ein Actionfoto ist eine etwas aufwendigere Art der Tierfotografie, da sie etwas mehr Ausrüstung erfordert. Hierbei ist es wichtig, eine kurze Verschlusszeit zu wählen und ein Objektiv mit hoher Brennweite zu besitzen, da sich die wilden Tiere auf Distanz halten und auch schnell wegrennen.

Tipp 3: Welche Umstände muss ich beachten?

Je nach Tier und der gewünschten Art des Fotos ergeben sich natürlich Umstände, auf die du entsprechend vorbereitet sein musst. Grundsätzlich solltest du allerdings auf diese Punkte achten:

  • Bewegung des Tieres
  • Tarnung
  • Tageszeit
  • Wetter

Bei allen Tieren musst du die Bewegung der Tiere mit berechnen. Gerade bei scheuen Wildtieren eignet sich ein Objektiv mit hoher Brennweite. Dazu kommt die Tarnung, die bei einigen Wildtieren notwendig ist, da du sonst gar nicht erst nahe genug rankommst für ein gutes Foto.

Auch solltest du wissen, ob dein Tier tag- oder nachtaktiv ist. Falls letzteres der Fall ist, benötigst du eine lange Verschlusszeit, damit man auch trotz der Dunkelheit etwas auf dem Foto erkennen kann.

Das beste Foto erhältst du, wenn du auf alles vorbereitet bist und die richtige Ausrüstung immer griffbereit hast.

Der letzte Punkt, den du auch beachten solltest, ist das Wetter. Es wäre ärgerlich, wenn du während deiner Fotoexkursion einem starken Regenfall ausgesetzt bist. Falls dies aber notwendig ist, um dein gewünschtes Tier anzutreffen, solltest du immer an einen umfassenden Schutz deines Equipments denken.

Tipp 4: Welche Ausrüstung benötige ich?

Deine Ausrüstung kann natürlich von Fall zu Fall variieren. Je nachdem, welches Zubehör du zu deiner Kamera noch ergänzen möchtest, kannst du dich im Vorfeld informieren. Diese Kamera kannst du entweder kaufen oder auch leihen, falls du dir nicht sicher bist, ob es sich dabei um ein längerfristiges Projekt handelt.

Abgesehen der Kamera kannst du noch anderes Zubehör zur Unterstützung mitnehmen, wie zum Beispiel ein Stativ. Dieses eignet sich gerade bei Nachtaufnahmen, da so das Bild nicht verwackelt wird oder bei Portraitfotos. Auch diverse Objektive können dir behilflich sein, je nachdem, ob du eine hohe oder kurze Brennweite benötigst.

Hund rennt

Ein Aufnahme, die das Fotoobjekt in Bewegung zeigt, nennt man auch Actionfoto. Mit solch einer Aufnahme kannst du die Bewegung der Wild- oder Haustiere gut ablichten. (Foto: LaBruixa / pixabay.com)

Tipp 5: Gibt es Kurse, die ich besuchen kann?

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du dich genug auskennst oder auch einfach dein Wissen noch erweitern möchtest, gibt es diverse Kurse und Ausbildungen die du besuchen kannst. Diese werden meistens von Berufsfotografen angeboten, welche dir ihr professionelles Wissen vermitteln können und wertvolle Tipps geben können, wie dein Traumfoto definitiv gelingt.

Fazit

Hier sind also die fünf Tipps, wie du spektakuläre Tierfotos ganz einfach erreichen kannst. Als erstes ist es wichtig, dein gewähltes Tier gut zu kennen, seine Umgebung sowie sein Verhalten, damit du dich diesen Bedingungen anpassen kannst. Als zweites solltest du eine Vorstellung darüber haben, welche Art von Foto du schießen möchtest, damit du schon mal weißt, welche Kameraeinstellungen für dich die besten sind.

Als drittes solltest du dir überlegen, welchen Umständen du auf deiner Fotoexkursion begegnen wirst, so dass du der Umgebung, der Tageszeit und dem Wetter angepasst bist. Als viertes solltest du die richtige Ausrüstung beschaffen, von Kamera über Stativtasche bis zu Objektivköcher, damit dein ultimatives Foto gelingt. Und als fünftes solltest du lernen, damit umzugehen, damit du das ganze Material auch richtig einsetzen kannst.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.tierwelt.ch/?rub=4500&id=40834

[2] https://www.geo.de/545-thma-tierfotografie

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