Willkommen bei unserem großen Stativ Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Stative. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher zu machen und dir dabei helfen, das für dich beste Stativ zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber.
Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen,
auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Stativ kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Stativ dient dazu, die Kamera abzustützen. So sind längere Belichtungszeiten möglich als wenn man aus der freien Hand fotografiert.
  • Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Dreibein-Stativen, Einbein-Stativen und Tischstativen. Alle drei sind in zahlreichen Varianten und aus verschiedenen Materialien erhältlich, wobei Stative aus Carbon die teuersten sind.
  • Dreibein-Stative sind besonders für Landschafts- und Architekturfotografie geeignet. Einbein-Stative erlauben ein höhereres Maß an Flexibilität und Tischstative sind sehr klein und handlich.

Stativ Test: Das Ranking

Platz 1: Cullmann ALPHA 2500 Dreibein-Stativ

Das Cullmann ALPHA 2500 ist ein Einsteigermodell in der Klasse der Dreibein-Stative. Das Stativ bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und hat dank seinen flexiblen Gummifüßen einen rutschfesten Stand. Besonders hervorzuheben ist das vergleichsweise sehr geringe Gewicht.

Redaktionelle Einschätzung

Höhe und Packmaß

Die Aufstellhöhe beträgt 63 bis maximal 165 cm und das Packmaß beträgt 67 cm.

Die zweifach-ausziehbaren Stativebeine erlauben eine große Flexibilität und lassen sich mit Hilfe von Schnellspannclips schnell und sicher einstellen. Für die Feinjustierung ist die Mittelsäule verantwortlich, die durch eine seitlich angebrachte Kurbel stufenlos auf- und abgefahren werden kann.

Gewicht und Tragfähigkeit

Mit einem Gewicht von nur 1,277 kg ist es vergleichsweise leicht. Die Traglast dieses Aluminiumstativs beträgt dementsprechend aber auch nur 2,5 kg.

Durch das geringe Gewicht eignet sich dieses Dreibein-Stativ zur Mitnahme. Die Traglast mit 2.5 kg ist im Vergleich zu anderen Stativen eher gering. Falls du also ein schweres Teleobjektiv benutzen willst, solltest du vor dem Kauf sicherheitshalber noch einmal wiegen, wie schwer deine Kamera-Stativ-Kombination ist.

Material

Das Stativ ist aus eloxiertem Aluminiumrohr gefertigt, welches es (solange die Oberfläche nicht beschädigt wird) vor Korrosion schützt.

Außerdem besitzt es einen Tragegriff aus Kunststoff, wodurch das Stativ auch ohne Tasche komfortabel getragen werden kann. Die Verbindungsstücke und die Stativbeinclips sind aus Kunststoff.

Hervorzuheben ist sind die Gummifüße, auf denen das Stativ steht. Jeder Gummifuß ist mit einem Kugelgelenk mit dem Stativbein verbunden, wodurch sich jeder Gummifuß an den jeweiligen Aufstellwinkel anpasst. So wird eine möglichst große Auflagefläche erreicht, was gerade bei unebenen und nassen Untergründen von Vorteil ist.

Stativkopf

Das Cullmann ALPHA 2500 besitzt einen 3-Wege-Neigekopf, der dir eine genaue Ausrichtung der Kamera erlaubt.

Ebenso ist ein Schnellwechselkupplungssystem angebracht, welches es dir erlaubt <,die Kamera schnell auf dem Stativ zu befestigen oder zu lösen. Näheres dazu findest du in unserem Ratgeber.

Achtung: Der Stativkopf kann nicht, wie bei vielen anderen Stativen üblich, entfernt werden und durch einen anderen ersetzt werden.

Kundenbewertungen
Rund 84% der Rezensenten haben dem Stativ vier oder fünf Sterne gegeben.

Zusammenfassend wurden folgende Punkte positiv erwähnt:

  • Sehr leicht
  • Geringer Preis –> sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Mitgelieferte Umhängetasche
  • Schnellkupplungssystem
  • Handhabung
  • Flexible Gummifüße

Besonders hervorzuheben ist in diesem Fall der geringe Preis. In den Rezensionen beschrieben sich viele selbst als „Hobbyfotografen“, die überrascht waren, dass man für so wenig Geld schon ein so gutes Stativ erwerben kann. Ebenso gibt es mehrere Rezensionen, die einige Zeit nach dem Kauf „geupdated“ wurden, und dort beschrieben haben, dass das Stativ immer noch sehr gut funktioniert.

Negativ haben das Cullmann ALPHA 2500 ca.10 % der Rezensenten bewertet (ein oder zwei Sterne).

Kritisiert wird hierbei meist:

  • Zu instabil / sehr wackelig
  • Stativkopf mit Schnellwechselplatte hat zu viel Spiel

In den Rezensionen wurde deutlich, dass besonders Personen mit schwereren und teureren Kameras (+Objektiven) von dem Kauf dieses Stativs abrieten. Wenn man davon ausgeht, dass das Stativ vorschriftsmäßig benutzt wurde, kann man daraus schließen, dass dieses Stativ eher für Einsteiger gedacht ist. Cullmann beschreibt das ALPHA 2500 auch als Einsteigerstativ.

“FAQ”
Ist eine Entfernung des Stativkopfes möglich?

Nein!

Passt meine Kamera auf das Stativ?

Ja, die Schraubverbindung ist die genormte Standardverbindung die bei allen Stativen und Kameras identisch ist.

Platz 2: Manfrotto PIXI Mini-Stativ

Das Befree Reisestativ von Manfrotto zeichnet sich durch sein für Reisestative typisches sehr geringes Packmaß und geringes Gewicht aus. Dies wird durch ein Umklappen der Stativbeine erreicht. Es eignet sich somit sehr gut zum Mitnehmen im Rucksack. Wenn es nicht unbedingt nötig ist, sollte man das Stativ nicht voll ausziehen, da sonst die Stabilität abnimmt.

Redaktionelle Einschätzung

Höhe und Packmaß

Wie auch andere Reisestative zeichnet sich das Manfrotto Befree durch seine Kompaktheit aus. Mit einem Packmaß von nur 40 cm erreicht es im aufgestellten Zustand trotzdem eine Maximalhöhe von 144 cm. Die minimale Aufstellhöhe beträgt 34 cm.

Die sehr geringe minimale Aufstellhöhe wird durch eine umgekehrt befestigte Mittelsäule erreicht. Dadurch hängt die Kamera „kopfüber“ und sorgt so für eine gute Arbeitshöhe für Makro-Fotos. Außerdem gibt es beim Manfrotto Befree Reisestativ zwei unterschiedliche Beinanstellwinkel (25°, 51°), die für mehr Flexibilität sorgen.

Beim geringen Packmaß kommt ein Mechanismus zum Einsatz, der auch bei anderen Reisestativen Anwendung findet (z.B. Rollei Compact Traveler No. 1). Die Stativbeine lassen sich durch einen Klappmechanismus nach oben klappen, so dass sich die Stativfüße eng anliegend neben dem Stativkopf befinden. Dadurch wird ein Packmaß erreicht, welches sehr kompakt und leicht transportierbar ist.

Allerdings sollte man, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist, die Stativbeine nicht voll ausziehen, da sonst die Stabilität abnimmt. Das passiert bei vielen Reisestativen, da bei ihnen das Hauptaugenmerk auf einem möglichst geringen Packmaß liegt. Dies wird durch eine Erhöhung der Anzahl der Beinsegmente erreicht. Das unterste Segment kann dabei sehr dünn und instabil werden.

Gewicht und Tragfähigkeit

Das Stativ wiegt 1,4 kg und besitzt eine Tragkraft von 4 kg.

Das Gewicht ist für ein Reisestativ überdurchschnittlich (das Rollei Compact Traveler No.1 wiegt 200 g weniger bei nahezu identischem Packmaß). Dafür bietet es mit 144 cm eine überdurchschnittliche Aufstellhöhe für ein Reisestativ.

Mit einer Tragfähigkeit von 4 kg ist es auch für Spiegelreflexkameras mit schweren Objektiven geeignet. Es gibt Reisestative mit mehr Traglast. Für den Regelfall sollte die Traglast aber ausreichen.

Hinweis: Das Stativ gibt es auch als Carbon-Version. Diese ist mit einem Gewicht von 1.1 kg deutlich leichter, aber auch über 100 Euro teurer. Die Traglast bleibt identisch.

Material

Das Stativ ist aus Aluminium gefertigt und somit ideal für Reisende.

Aluminium zeichnet sich durch seine Leichtigkeit (nur Carbon-Stative sind leichter) und Robustheit gegenüber Umwelteinflüssen aus. An einem Bein befindet sich ein gummierter Bereich, der als Griff gedacht ist. Ebenso bestehen die Stativfüße aus Gummi. Diese besitzen keinen ausziehbaren Dornen für unebene Untergründe.

Hinweis: Es gibt dieses Stativ auch als Carbon-Version, welches deutlich teurer aber auch leichter ist. Welche Vorteile Stative aus Carbon sonst noch haben, kannst du in unserem Ratgeber nachlesen.

Stativkopf

Das Stativ besitzt einen abnehmbaren Kugelkopf mit Schnellwechselplatte.

Mit einem Kugelkopf kannst du deine Kamera schnell auf ein Motiv ausrichten und bist sehr flexibel. Wie es üblich ist für Stativköpfe dieser Preisklasse hat auch dieses eine Schnellwechselplatte. Damit ist ein schnelles Montieren und Abmontieren der Kamera möglich.

Kundenbewertungen
Hinweis: Da es dieses Stativ auch noch in anderen Farben und in einer Carbon-Variante gibt, beziehen sich die folgenden Prozentangaben auf alle Produkte, die bei Amazon unter der Bezeichnung Manfrotto Befree zu finden sind. Die verschiedenen Versionen dieses Stativs kannst du oben auf der Amazon-Produktseite auswählen.

Rund 85% haben dem Stativ eine positive Bewertung (vier oder fünf Sterne) gegeben.

Zusammenfassend wurden folgende Punkte positiv erwähnt:

  • Kompakte Bauart
  • Beine lassen sich sehr schnell in der gewünschten Position fixieren (Vorteile der Klemmverschlüsse dieses Stativs wurden gegenüber oft verwendeten Drehverschlüssen hervorgehoben)
  • Top verarbeitet
  • Stativ lässt sich schnell auf- und abbauen

Viele Rezensenten erwähnten die gute Handhabung, die sie auch schon bei anderen Stativen von Manfrotto kannten.

Nur ca. 8% der Rezensionen waren negativ (ein oder zwei Sterne).

Dabei wurden vor allem folgende Aspekte kritisiert:

  • Stativ schwingt enorm (selbst wenn man Mittelsäule und Stativbeine nicht voll ausfährt)
  • Die letzten Beinsegmente sind zu dünn und somit sehr instabil

Mehrere Rezensenten haben bemängelt, dass dieses Produkt nicht für schwerere Spiegelreflexkameras geeignet sei, da es z.B. zu instabil ist. Speziell im voll ausgezogenen Zustand haben mehrere Rezensenten bemängelt, dass es stark schwingt. Aufgrund der Tatsache, dass Stative aus Carbon weitaus schwingungsärmer sind, berichten Besitzer der Carbon-Variante dieses Stativs weitaus positiver bzgl. der Stabilität.

“FAQ”
Ist ein Umbau zum Einbein-Stativ möglich?

Nein. Es gibt aber andere Dreibein-Stative, bei denen dies möglich ist.

Ist der Stativkopf demontierbar?

Ja. Du musst allerdings berücksichtigen, dass du mit einem anderen Stativkopf wahrscheinlich nicht das gleiche Packmaß erreichen wirst. Das liegt an der Bauweise, die es erlaubt, die Stativbeine eng an den Stativkopf anzulegen. Dadurch passt es dann auch nicht mehr in die mitgelieferte Tasche.

Unterstützt das Stativ Arca-Swiss Schnellwechselplatten?

Nein.

Besitzt das Stativ einen Haken an der Mittelsäule um zusätzliches Gewicht anzuhängen?

Nein. Bei anderen Reisestativen, wie z.B. dem Rollei Compact Traveler No. 1, ist dies allerdings möglich.

Platz 3: Sirui T-1005X Traveler Reise-Dreibeinstativ

Bei diesem Stativ handelt es sich um ein Stativ für Fortgeschrittene / Profis. Es hat im Vergleich zu anderen, billigeren Reisestativen eine deutlich höhere Traglast und ist dementsprechend auch schwerer. Das Stativ ist somit für schwere Spiegelreflexkameras mit schweren Objektiven gedacht. Ein Stativkopf ist nicht inklusive!

Das Stativ ist ein Exemplar aus der TX-Serie und der TXL-Serie von Sirui. Die Modelle dieser Serien variieren in Aufstellhöhe, Packmaß, Traglast etc.. Außerdem gibt es die einzelnen Modelle auch als leichtere und schwingungsärmere Carbon-Versionen.

Redaktionelle Einschätzung

Höhe und Packmaß

Mit einer maximalen Aufstellhöhe von 130 cm und einem Packmaß von 35 cm weist das Sirui T-1005X normale Wertet für ein Reisestativ auf. Die Stativbeine bestehen aus 5 Beinsegmenten, die über Drehverschlüsse gelockert oder fixiert werden können. Eine Besonderheit ist eine zweite (kürzere) Mittelsäule, die gerade bei bodennahem Fotografieren zum Einsatz kommt.

Reisestative zielen generell darauf ab, das Packmaß zu reduzieren. Dies wird erreicht durch eine nicht ganz so hohe maximale Aufstellhöhe und durch eine hohe Anzahl an zusammenschiebbaren Beinsegmenten. Außerdem verfügt das Sirui T-1005X wie auch andere Reisestative über die Möglichkeit die Stativbeine um 180 Grad nach oben zu klappen.

Die Stativbeine lassen sich in drei unterschiedlichen Anstellwinkeln aufstellen (21-53-85 Grad). Dies ist besonders praktisch bei unwegsamem Gelände.

Die geringe minimale Aufstellhöhe von nur 13,5 cm erlaubt eine sehr gute Ausgangsposition für Makro-Fotografen.

Hier muss allerdings angemerkt werden, dass das Packmaß nicht mit den Werten von anderen Reisestativen mit Stativkopf verglichen werden kann. Generell ist es aber in der Regel möglich, den Stativkopf von Reisestativen abzuschrauben. So können für den Transport eventuell entscheidende Zentimeter eingespart werden.

Gewicht und Tragfähigkeit

Mit einem Gewicht von 1,1 kg (Erinnerung: kein Stativkopf) und einer Traglast von 10 kg zielt das Stativ auf Käufer mit sehr schweren Kameras und vor allem schweren Objektiven ab.

Das Gewicht ist deutlich höher als bei anderen Reisestativen, bei denen schon ein Stativkopf inklusive ist. Teure Stativköpfe (für welche dieses Stativ gedacht ist) wiegen noch einmal 300-700 g, die auf die 1,1 kg oben drauf gerechnet werden müssen.

Dementsprechend ist dieses Stativ auch in der Lage, deutlich mehr Gewicht zu halten als billigere Reisestative, bei denen ein Stativkopf inklusive ist. Die Tragkraft des Stativs alleine ist jedoch nicht das entscheidende Kriterium. Wichtiger ist es, dass der Stativkopf eine Traglast hat, die das Gewicht der Kamera-Objektiv-Kombination übersteigt, und so ein Wegknicken verhindert.

Material

Das Stativ ist aus Aluminium gefertigt. Das sorgt für das geringe Gewicht, bietet jedoch auch die nötige Stabilität.

Zusätzlich sind an zwei der drei Stativbeinen Griffe aus Moosgummi befestigt, die beim Transport für einen sicheren Handgriff sorgen, und bei Hitze oder Kälte das Handling des schwarzen Stativs erleichtern.

Der an der beigelegten Tasche befestigte Gurt lässt sich auch am Stativ befestigen.

Stativkopf

Dieses Stativ besitzt keinen Stativkopf!

Stative mit solch einer hohen Traglast werden in der Regel ohne Stativkopf verkauft. Das liegt an der Tatsache, dass gute Stativköpfe teuer sind und man nicht von dem Kauf eines Stativs abgehalten wird, bei dem im Zweifelsfall nicht der gewünschte Stativkopf inklusive ist.

Amazon zeigt an, dass dieses Stativ oft in der Kombination mit dem Sirui K-10X Stativkopf gekauft wird. Dieser hat eine Traglast von 20 kg, ein Eigengewicht von 350g, und kostet 129 Euro.

Kundenbewertungen
Hinweis: Die folgenden Prozentangaben beziehen sich nicht nur auf Rezensionen für das T-1005X, sondern für alle Modelle der TX-Serie und der TXL-Serie, die bei Amazon gelistet sind.

Rund 92% haben eine positive Bewertung (vier oder fünf Sterne) abgegeben.

Zusammenfassend wurden folgende Punkte positiv erwähnt:

  • Sehr stabil (selbst mit ausgefahrener Mittelsäule) und ausgezogenen Stativbeinen
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Leichtgängige Handhabung
  • Tasche ist ausreichend gepolstert, macht einen wertigen Eindruck und passt auch noch, wenn man einen Stativkopf montiert hat
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • 6-Jahres-Garantie von Sirui

Nur ca. 3% der Rezensionen waren negativ (ein oder zwei Sterne).

Es wurden keine nachvollziehbaren Gründe angeben.

“FAQ”
Besitzt das Stativ Metalldornen, die man aus den Gummifüßen herausziehen kann?

Nein.

Kann man zusätzliches Gewicht an das Stativ hängen?

Ja, ein Stativhaken befindet sich im Lieferumfang.

Ist es möglich, einen Stativkopf direkt auf der Stativschulter zu befestigen?

Nein, aber es liegt eine kurze Mittelsäule bei, die ein sehr bodennahes Fotografieren möglich macht.

Wie groß ist der Durchmesser der Mittelsäule?

28mm.

Welcher Stativkopf passt auf dieses Stativ?

Jegliche Stativköpfe auf dem Markt mit einer 1/4 oder 3/8 Zoll Schraube. Amazon zeigt an, dass dieses Stativ oft in der Kombination mit dem Sirui K-10X Stativkopf gekauft wird.

Platz 4: Rollei Compact Traveler No. 1

Bei diesem Stativ handelt es sich um ein Reisestativ, welches sich durch ein sehr geringes Packmaß und Gewicht auszeichnet. Die Besonderheit ist hierbei, dass sich die Stativbeine hochklappen lassen, und es so wesentlich kompakter wird. Das Stativ passt somit in jeden Rucksack und ist ein idealer Begleiter. Es erreicht zwar nicht die gleiche Arbeitshöhe wie normale Dreibein-Stative, kann aber bzgl. mit Traglast durchaus mit größeren und schwereren Modellen mithalten (5kg).

Redaktionelle Einschätzung

Höhe und Packmaß

Aufgrund der Bauweise dieses Stativs erreicht man eine Aufstellhöhe von 32 bis maximal 134 cm. Die enorm geringe minimale Höhe wird durch eine schwenkbare Mittelsäule erreicht, so dass man die Kamera auch „auf dem Kopf hängend“ am Stativkopf befestigen kann. Das Packmaß ist mit 32 cm identisch mit der minimalen Aufstellhöhe.

Für den Transport lassen sich die Stativbeine um 180 Grad umklappen, so dass sich diese eng anliegend an der Mittelsäule befinden. Die Gummifüße der Stativbeine befinden sich dann direkt neben dem Stativkopf (s. Bilder). Durch dieses Kompaktheit setzt es sich von anderen Dreibein-Stativen ab und eignet sich ideal für Reisen.

Ebenso lassen sich die Stativbeine so einstellen (spreizen), dass eine Arbeitshöhe wie bei einem Makrostativ erreicht wird (s. Bilder).

Gewicht und Tragfähigkeit

Für sein relativ geringes Gewicht von nur 1,2 kg erreicht dieses Stativ sehr gute 5 kg Traglast.

Mit dieser Traglast bei dem geringen Eigengewicht hebt sich dieses Stativ von deutlich billigeren aber gleich schweren Stativen aus Aluminium ab und ist somit auch für schwereres Foto-Equipment geeignet. Mittels Stativhaken ist es möglich, zusätzliche Last (z.B. eine Fototasche) an die Mittelsäule zu hängen, um so die Stabilität zu erhöhen.

Die Carbon-Version dieses Stativs hat noch einmal 3 kg mehr Traglast und ist mit 980 g auch noch spürbar leichter, allerdings auch deutlich teurer.

Material

Das Stativ (inklusive Stativkopf) ist aus Aluminium gefertigt und besitzt an zwei von 3 Stativbeinen einen Schaumstoffgriff.

Für ein Reisestativ bringt Aluminium die nötige Leichtigkeit (nur Stative aus Carbon sind leichter) und die Robustheit gegenüber Umwelteinflüssen mit. Durch die Schaumstoffgriffe und das geringe Gewicht kann man es auch über längere Strecken bequem in der Hand tragen. Füße aus Gummi sorgen für einen rutschfesten Stand.

Hinweis: Es gibt dieses Stativ auch als Carbon-Version, welches deutlich teurer aber auch leichter ist. Welche Vorteile Stative aus Carbon sonst noch haben, kannst du in unserem Ratgeber nachlesen.

Stativkopf

Das Stativ besitzt einen Panorama-Kugelkopf aus Aluminium mit der Bezeichnung FPH-53P. Dieser ist ebenso wie das Stativ in der Lage bis zu 8 kg zu tragen.

Wie es üblich ist für Stativköpfe dieser Preisklasse hat auch dieses eine Schnellwechselplatte. Damit ist ein schnelles Montieren und Abmontieren der Kamera möglich.

Kundenbewertungen
Hinweis: Da es das Rollei Compact Traveler No. 1 auch noch in anderen Farben und aus Carbon gibt, beziehen sich folgende Prozentangaben der Rezensionen auf die Summe aller Produkte von Rollei die unter dem Modellnamen Traveler No 1 eingetragen sind. Die einzelnen Modelle kannst du auf der Produktseite auf Amazon anklicken.

Rund 86% der Rezensenten haben eine positive Bewertung, also vier oder fünf Sterne abgegeben.

Zusammenfassend wurden folgende Punkte positiv erwähnt:

  • Hohe Portabilität (sehr geringes Packmaß und geringes Gewicht)
  • Tolle „Optik“
  • Stativkopf lässt sich sehr gut einstellen
  • Schneller und unkomplizierter Aufbau
  • Sehr gutes Preis-Leistung-Verhältnis

Einen kurzen Eindruck / Test kannst du in diesem Video erleben, in dem ein Rezensent das Stativ ausprobiert.

Insgesamt konnte es bei den Rezensenten vor allem durch seine Kompaktheit und sein geringes Gewicht überzeugen. Viele berichteten zudem von einer guten Handhabung und Verarbeitung.

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Nur ca. 5% der Rezensionen waren negativ (ein oder zwei Sterne).

In den sehr wenigen negativen Rezensionen für das Rollei Compact Traveler No. 1 wurden folgende Aspekte kritisiert:

  • Geringere Stabilität wenn man die Stativbeine komplett ausfährt
  • Nur eine Feststellschraube, die für den Kugelkopf als auch für die Panoramafunktion zuständig ist

Generell gab es nur sehr wenige negative Rezensionen. Das bei einem Reisestativ die Stabilität nicht die gleiche ist wie bei einem deutlich schwererem „Normalstativ“ liegt unter anderem an der höheren Anzahl der Beinsegmente. Die untersten Beinsegmente sind dementsprechend dünn. Dies ist aber bei allen Reisestativen so, da man das Gewicht eines Stativs durch eine höhere Anzahl an Beinsegmenten verringern kann.

Und falls dir der Stativkopf nicht gefallen sollte, kannst du jeden anderen Stativkopf auf dieses Stativ schrauben.

“FAQ”
Gibt es Erfahrungen mit diesem Stativ und einer Mittelklasse DSLR-Kombi (wie EOS 70D und 18-250mm Zoom) bzgl. Stabilität?

Auf diese Frage antworteten mehrere Rezensenten, dass sie mit ihren Kameras und Stativen keine Probleme bzlg. der Stabilität hatten.

Lassen sich die Stativbeine zum Reinigen entfernen bzw. wie gut kommt das Stativ mit Wasser/Sand und Dreck zurecht?

Die Stativbeine können aufgeschraubt und gereinigt werden. Diese sollten danach nur gut getrocknet werden.

Sind die Gummifüße beweglich oder fest?

Die Gummifüße sind fest und können auch nicht abmontiert werden.

Platz 5: Hama Star 61 Stativ

Bei dem Hama Star 61 handelt es sich um ein Einsteigermodell in der Kategorie der Dreibein-Stative. Es ist sehr leicht und kann dementsprechend auch gut auf Reisen mitgenommen werden. Dieses Stativ ist eher für kleine Systemkameras geeignet und nicht für schwere Spiegelreflexkameras. Für die recht umfangreiche Funktionalität ist der Preis vergleichsweise gering.

Redaktionelle Einschätzung

Höhe und Packmaß

Die Aufstellhöhe beträgt minimal 60 und maximal 153 cm. Hama gibt keine Angaben über das Packmaß an. Dieses dürfte bei ca. 65-70 cm liegen.

Mittels ausziehbarer Beinsegmente (3 Beinsegmente) kann die Aufstellhöhe individuell eingestellt und mittels Schnellklemmen festgezogen werden. Zusätzlich kann man die Mittelsäule mit einer Kurbel stufenlos rauf- und runterfahren, um so die letzte Feinjustierung vorzunehmen.

Gewicht und Tragfähigkeit

Bei einem Eigengewicht von 1,2 kg liegt die maximale Belastbarkeit laut Hersteller bei 3 kg.

An diesen Zahlen wird deutlich, dass es sich bei diesem Stativ um ein Einsteigermodell handelt. Die Traglast ist für Kompaktkameras völlig ausreichend, für Spiegelreflexkameras mit Teleobjektiv jedoch ungeeignet. Zudem muss beachtet werden, dass zusätzliches Gewicht, welches du an einem Haken am unteren Ende der Mittelsäule befestigen kannst, mit in die Traglast einberechnet wird. Zusätzliches Gewicht wird zur Erhöhung der Stabilität des Stativs eingesetzt.

Material

Das Stativ ist aus Aluminium hergestellt. Dies zeichnet sich durch sein geringes Gewicht und seine Stabilität aus.

Am Ende der Stativbeine befinden sich flexible Gummifüße, welche sich dem Untergrund anpassen, und so für eine sicheren Stand sorgen. Außerdem ist an der Mittelsäule ein Plastikgriff befestigt, der das Tragen des Stativs erleichtert.

Stativkopf

Auf diesem Stativ ist ein 3-Wege-Kopf (Neigekopf) verbaut, der zudem mit einer Schnellwechselplatte ausgestattet ist.

Mit solch einem Stativkopf ist die präzise Einstellung auf ein Motiv möglich. Er erlaubt dir horizontale und vertikale Einstellungen unabhängig voneinander zu verstellen.

Die Schnellwechselplatte sorgt dafür, dass du die Kamera schnell auf dem Stativ befestigen oder abmontieren kannst. Diese wird an deine Kamera geschraubt, und dann auf dem Stativkopf eingerastet.

Achtung: Der Stativkopf kann nicht entfernt/ausgetauscht werden, wie dies bei teureren Stativen üblich ist.

Kundenbewertungen
Rund 80% der Rezensenten haben dem Stativ vier oder fünf Sterne gegeben.

Zusammenfassend wurden folgende Punkte positiv erwähnt:

  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Handlich und leicht
  • Gute Aufstellhöhe
  • Tasche

Unter den Rezensenten wurde mehrfach erwähnt, dass sie nur Gelegenheits- bzw. Hobbyfotografen sind, und keine großen oder schweren Kameras besitzen. Für solch einen Gebrauch scheint es gut geeignet zu sein.

Negativ haben das Hama Star ca. 10% der Rezensenten bewertet (ein oder zwei Sterne).

Kritisiert wurden vor allem folgende Aspekte:

  • Schlechte Verarbeitung
  • Sehr instabil
  • Stativbeine sind nicht genau gleich lang
  • Beinklemmen aus Plastik sind abgebrochen

Generell scheint es so zu sein, dass die Verarbeitung des Stativs zu einigen Defekten führt. Aufgrund des niedrigen Preises sollte man die Erwartungen allerdings auch nicht zu hoch schrauben Immerhin handelt es sich um ein Einsteigermodell.

Das Problem der Instabilität lässt sich eventuell durch ein Anhängen von Gewicht an der Mittelsäule beheben.

“FAQ”
Passt meine Kamera auf das Stativ?

Ja, die verwendete Schraubverbindung ist genormt und passt für alle Kameras, die ein Schraubengewinde an der Unterseite haben.

Kann ich einen anderen Stativkopf auf das Stativ setzen?

Nein, das ist bei diesem Stativ nicht möglich.

Gibt es das Stativ noch in anderen Farben?

Nein.

Platz 6: Vanguard Alta Pro 263AB 100

Bei dem Vanguard Alta Pro 263AB 100 handelt es sich um ein stabiles Stativ, welches sich an fortgeschrittene Fotografen richtet. Aufgrund seiner höheren Traglast ist es auch deutlich schwerer als billigere Einsteigermodelle. Eine Besonderheit ist die enorme Flexibilität dieses Stativs.

Die Mittelsäule lässt sich schwenken, auch andersherum einführen und erlaubt so auch sehr bodennah zu fotografieren.

Die Stativbeine, welche man in 3 verschiedenen Aufstellwinkeln fixieren kann, erlauben es auch in schwierigen Umständen einen sicheren Stand zu gewährleisten.

Redaktionelle Einschätzung

Höhe und Packmaß

Das Stativ besitzt eine maximale Aufstellhöhe von 173 cm bei einem Packmaß von 63 cm.

Eine minimale Arbeitshöhe ist vom Hersteller nicht angegeben, diese dürfte allerdings sehr gering sein. Dies liegt an der Mittelsäule, die sowohl horizontal als auch vertikal um 180 Grad schwenkbar ist. So kannst du die Mittelsäule in einem beliebigen Winkel ausrichten und dann arretieren. Möglich wird das unter anderem durch Stativbeine, welche aus 3 Segmenten bestehen und in drei unterschiedliche Anstellwinkel eingestellt werden können (25, 50, 80). Einen Eindruck wie das aussieht, zeigen dir die oben sichtbaren Bilder. Mit dieser Konstruktion kannst du auch sehr nah am Boden fotografieren.

Die Aufstellhöhe kann bequem eingestellt und mittels Klemmverschlüssen fixiert werden.

Gewicht und Tragfähigkeit

Das Gewicht wiegt mit Stativkopf 2,4 kg und hat eine Traglast von 7 kg.

Aluminiumstative, die in der Lage sind mehr als 5 kg stabil zu halten, sind aufgrund ihrer Bauweise deutlich schwerer als billigere Modelle. Nur so kann das nötige Gegengewicht und die nötige Stabilität erreicht werden. Falls du keine schwere Spiegelreflexkamera oder schwere Objektive besitzt, kannst du auch zu deutlich leichteren Stativen greifen.

An der Mittelsäule kann unten mittels eines Hakens zusätzliches Gewicht (z.B. Fotorucksack) angehängt werden. Dieses ist im Zweifelsfall auch nötig, wenn man die Mittelsäule seitlich neigt.

Material

Das Stativ ist aus Aluminium gefertigt. Um die größere Traglast zu bewältigen, ist es deutlich massiver gebaut als billigere und leichtere Aluminiumstative.

Die massiven Klemmen (Aluminiumlegierung) sorgen für eine feste Fixierung der Stativbeine auf der eingestellten Höhe. An jedem Stativbein befindet sich ein Schaumstoffgriff, der das Handling des Stativs besonders bei kalten Temperaturen erleichtert.

In den Gummifüßen der Stativbeine befinden sich ausziehbare Dornen aus Metall, die besonders bei unwegsamem Gelände für einen sicheren Stand sorgen sollen.

Stativkopf

Das Stativ besitzt einen Panorama-Kugelkopf mit der Bezeichnung SBH-100. Er ist mit einer Schnellwechselplatte ausgestattet und abschraubbar.

Der Stativkopf ist in der Lage, auch schwere Kameras fein zu justieren bzw zu fixieren. Dies ist besonders entscheidend, wenn man die schwenkbare Mittelsäule benutzt und die Kamera auch in ungewöhnlichen Winkeln fixieren muss.

Außerdem wird eine zweite Schnellwechseplatte mitgeliefert, welche einen schnellen Kamerawechsel erlaubt.

Das Stativ gibt es bei Amazon auch ohne Stativkopf zu erwerben.

Kundenbewertungen
Rund 90% der Rezensenten haben dem Stativ eine positive Rezension gegeben (vier oder fünf Sterne).

Dabei wurden vor allem folgende Aspekte hervorgehoben:

  • Sehr gute Haptik
  • Steht auch in schwierigen Positionen sicher
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr flexibel
  • Super Preis-Leistungs-Verhältnis

Viele Rezensenten waren beeindruckt von der Funktionalität der Mittelsäule. Diese lässt sich nicht nur auch kopfüber in das Stativgestell einführen, sondern auch noch vertikal und horizontal um 180 Grad schwenken.

Nur rund 8% haben das Stativ mit einem oder zwei Sternen bewertet.

Sie kritisierten unter anderem folgende Punkte:

  • Schlechte Verarbeitung der Mittelsäule
  • Schaumstoffgriffe an den Stativbeinen stinken
“FAQ”
Ist der Kugelkopf Arca-Swiss kompatibel?

Nein.

Haben die Stativbeine Dreh- oder Klemmverschlüsse

Klemmverschlüsse.

Ist der Kugelkopf demontierbar?

Ja. Außerdem gibt es auch eine billigere Version ohne Stativkopf.

Welche Tasche liegt dem Stativ bei?

Vanguard Alta Bag 70

Platz 7: Cullmann ALPHA 15 Ministativ

Das Cullmann ALPHA 15 ist ein Tisch- bzw Ministativ und bietet dir für sehr wenig Geld die Möglichkeit, eine leichte Kamera auf geringer Höhe aufzustellen.

Redaktionelle Einschätzung

Höhe und Packmaß

Da dieses Ministativ ausziehbare Stativbeine hat, variiert die Arbeitshöhe zwischen minimal 11 und maximal 18 cm. Brauchst du ein Stativ mit längeren Beinen, dann solltest du zu einem richtigen Dreibein-Stativ greifen. Das Packmaß beträgt 12 cm.

Das Cullmann setzt sich gegenüber vielen anderen Ministativen durch seine ausziehbaren Teleskopbeine ab. Durch das einfache Ausfahren ist das Stativ schnell aufgebaut. Die Stativbeine lassen sich zwei Mal ausziehen, insgesamt besteht ein Stativbein dementsprechend aus drei Abschnitten.

Durch das geringe Packmaß und aufgrund des leichten Gewichtes ist das ALPHA 15 ein ideales Stativ für unterwegs, vorausgesetzt du benötigst keine größere Arbeitshöhe.

Gewicht und Tragfähigkeit

Das Cullmann ALPHA 15 wiegt 90 g und hat eine Tragfähigkeit von bis zu 0,5 kg.

Mit einem Gewicht von nur 90 g ist dieses Stativ eines der leichtesten seiner Art. Welche Vor- und Nachteile aus solch einem kleinem Gewicht resultieren, kannst du in den von uns zusammengefassten Kaufkriterien finden.

Die Tragfähigkeit von 0,5 kg ist dementsprechend auch sehr gering. Dieses Stativ ist nicht für schwere und große Kameras (+Objektiv) gedacht, sondern für kleine Digital- und Systemkameras.

Material

Das Ministativ besteht aus Aluminium und die Stativbeine besitzen Gummifüße.

Die meisten auf dem Markt befindlichen Stative sind aus Aluminium. Dies liegt unter anderem an den Eigenschaften des Materials sowie dem geringen Preis. Mehr über Materialen, aus denen Stative gefertigt werden, findest du in unserem Ratgeber.

An den Enden der Stativbeine befinden sich rutschfeste Gummifüße. Diese sorgen auch auf glatten Flächen für einen sicheren Stand.

Stativkopf

Das Stativ besitzt einen Kugelkopf, der ebenso wie der Rest des Stativs aus Aluminium besteht.

Durch den Kugelkopf kannst du schnell und flexibel die Kamera ausrichten, und dann mit der Feststellschraube fixieren. Da der verwendete Kugelkopf keine Schnellwechselkupplung besitzt, muss die Kamera bei jedem Gebrauch oben auf den Kopf geschraubt werden.

Kundenbewertungen
Rund 60 % der Rezensenten bewerten das Stativ positiv, also mit vier oder fünf Sternen.

Besonders positiv angemerkt wurden folgende Punkte:

  • Erstaunliche Stabilität für die Größe und das Gewicht
  • Passt gut in die Jacken- oder Hosentasche
  • Einfache Handhabung
  • Kann man auch gut für andere Gegenstände benutzen (Webcams, Mikrofone etc.)

Insgesamt kann man sagen, dass dieses Stativ durch seinen sehr geringen Preis und die geringe Traglast für Anfänger und Hobbyfotografen gedacht ist. Durch seine geringes Packmaß passt es in viele Kamerataschen und kann so immer mitgenommen werden.

Negativ, also mit einem oder 2 Sternen, wird das Stativ von rund 30 % aller Rezensenten bewertet.

Folgende Aspekte wurden dabei kritisiert:

  • Stativbeine oder Schrauben sind schon nach kurzem Gebrauch abgebrochen
  • Wirkt sehr billig und wackelig
  • Entspricht nicht den Beschreibungen und weicht von der Abbildung ab

Da es sich um ein preislich gesehen sehr billiges Stativ handelt, sollte man keine zu hohen Erwartungen in Bezug auf Verarbeitung und Langlebigkeit setzen. Bei einem Mangel solltest du deine Garantie geltend machen. Da in den negativen Rezensionen selten beschrieben ist, mit welcher Kamera das Stativ verwendet wurde, kann man keine Aussage darüber machen, ob ein Käufer das Stativ schlicht überfordert hat (z.B. bezüglich der Traglast).

“FAQ”
Passt meine Kamera auf das Stativ?

Ja mit sehr großer Wahrscheinlichkeit. Die verwendete Schraubverbindung, die bei allen Stativen verwendet wird, hat die folgenden Maße: 1/4 Zoll Gewinde mit 20 Gängen nach UNC Standard.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Stativ kaufst

Wofür brauchst du ein Stativ?

Ein Stativ dient dazu, die Kamera abzustützen und so eine wackelfreie Position zu finden. Auf diese Weise sind längere Belichtungszeiten möglich als wenn man aus der freien Hand fotografiert.

Durch eine stabile Kameraposition verhindert man unerwünschte Bewegungen der Kamera, welche in Form von Unschärfe auf dem Bild sichtbar werden. Willst du hochwertige Fotos schießen, gibt es in vielen Situationen keine Alternative zum Stativ. Dies gilt besonders bei schlechten Lichtverhältnissen, die eine längere Belichtungszeit erfordern.

Stativ Studio

Außerdem kannst du mit einem Stativ deine Kamera millimetergenau positionieren und die einmal gefundene Einstellung fixieren. So kannst du exakt eingestellte Bildausschnitte reproduzieren. (Foto: chuttersnap / unsplash.com)

Des Weiteren kannst du dich als Fotograf mit Hilfe eines Stativs von der Kamera entfernen und trotzdem Fotos schießen. Beispielsweise wenn du ein Gruppenfoto machen willst, sorgt ein Stativ dafür, dass auch du mit auf dem Foto sein kannst. Der Auslöser wird in solch einer Situation ferngesteuert oder die Kamera löst per Selbstauslöser aus.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dir ein Stativ dabei helfen kann qualitativ bessere Fotos zu schießen. Auf der anderen Seite solltest du bedenken, das ein Stativ das Fotografieren ein Stück umständlicher macht und es ein zusätzliches, (schweres) Gepäckstück ist. Je nach Bedarf entspricht womöglich ein Schwebestativ eher deinen Ansprüchen.

Wann solltest du ein Stativ benutzen?

Für einen Schnappschuss mit Standardobjektiv braucht man in der Regel kein Stativ. Verwendest du hingegen Objektive mit größerer Brennweite (Teleobjektive), bist du mehr oder weniger zwingend auf den stabilisierenden Effekt eines Stativs angewiesen.

Dies hat zwei Gründe:

  1. Teleobjektive sind oft sehr schwer. Sie allein mit der Hand stabil zu halten ist in vielen Situation nicht möglich.
  2. Teleobjektive sind naturgemäß empfindlicher gegenüber Verwacklungen als Weitwinkelobjektive. Dies liegt an ihrer längeren Brennweite und dem daraus resultierenden engeren Blickwinkel. Verglichen mit Objektiven mit normaler Brennweite braucht man bei Teleobjektiven eine kürzere Verschlusszeit um verwacklungsfreie Fotos zu schießen.
Sebastian MayrhoferExperte für Fotografie und Zubehör

„Ein gutes Stativ ist Gold wert. Jedoch ist die Wahl nicht einfach, denn Packmaß, Stabilität, Schwingungseigenschaften, Gewicht, Funktionen und Preis unter einen Hut zu kriegen ist nicht einfach. Grundsätzlich gilt, dass ein schweres Stativ aus zB Holz oder Stahl Schwingungen besser aufnimmt als ein ganz leichtes Kunststoffstativ.“

Ein weiteres Einsatzgebiet ist das Fotografieren im Makrobereich. In diesem Fall ist es nicht die Brennweite die dich zur Nutzung eines Stativs zwingt. Um die geringe Tiefenschärfe am besten auszunutzen, muss die Kamera millimetergenau positioniert werden. So genau wie mit einem Stativ kannst du deine Kamera oft mit der Hand nicht justieren.

Somit wird selbst bei der Nutzung von Blitzlicht, welches Verwacklungen vermindert, bei Makroaufnahmen oft ein Stativ verwendet. Letztlich wird auch in der Architektur- und Landschaftsfotografie oft ein Stativ genutzt. Dies liegt einerseits an der Schwere der eingesetzten Kameras, aber auch an der Möglichkeit die Kamera genau zu justieren, um so z.B. exakte Horizontlinien zu erzeugen.

Möchtest du ein Panoramafoto schießen, welches du aus vielen einzelnen Fotos am Computer zusammensetzt, leistet dir ein Stativ gute Dienste. Oft wird für solche Fotos zur Erreichung einer höheren Tiefenschärfe abgeblendet, was eine längere Belichtungszeit zur Folge hat. Die Gefahr, dass du ein Foto bei längerer Belichtungszeit „verwackelst“ ist erhöht, hier hilft dir also ein Stativ.

Aus welchem Material sollte dein Stativ hergestellt sein?

Bei der Betrachtung von derzeit angebotenen Stativen wird dir schnell auffallen, dass diese aus verschiedenen Materialen bestehen. Die Ansprüche an ein Material sind hoch:

  • Es sollte eine gute Schwingungsdämpfung gewährleisten
  • Es sollte möglichst wenig wiegen
  • Es sollte deiner Kamera-Stativ-Kombination eine ordentliche Standfestigkeit liefern
  • Es sollte preiswert sein

Kein Material erfüllt alle diese Kriterien, du musst also abwägen, was dir wichtig ist. Im folgenden Abschnitt wollen wir dir kurz die Eigenschaften der populärsten Materialen aufzeigen, damit dir eine Kaufentscheidung leichter fällt.

Sebastian MayrhoferExperte für Fotografie und Zubehör

„Der ideale Kompromiss aus Materialeigenschaften und Funktionen bieten mit Sicherheit Stative aus Basalt oder Carbon von zB der Marke Gitzo. Diese sind nicht gerade günstig, können einen Fotografen aber auch sein Leben lang begleiten. Mit der Zeit könnte auch ein zweites oder drittes dazu kommen. Ist das Stativ zu schwer bleibt es meist daheim und das wäre schade darum.“

Holz

In der Anfangszeit der Fotografie waren praktisch alle Stative aus Holz. Es lässt sich leicht verarbeiten und bietet eine sehr gute Schwingungsdämpfung. Holz ist vergleichsweise schwer, was ein Grund ist, warum es auf dem Massenmarkt für Stative keine große Rolle mehr spielt.

Das hohe Gewicht kann aber auch von Vorteil sein, da es schweren Kamera-Stativ-Kombinationen eine Standfestigkeit gibt, die leichteren Materialen überlegen ist. Holz ist allerdings Umwelteinflüssen gegenüber empfindlich (z.B. Feuchtigkeit), und die Handhabung ist manchmal nicht so komfortabel wie bei anderen Materialien. Dies äußert sich beispielsweise bei den Klemmen für das Ein- und Ausfahren der Stativbeine.

Aluminium

Kamerastative aus Aluminium sind leichter als solche aus Holz, sind aber was die Schwingungsdämpfung angeht denen aus Holz unterlegen. Stative aus Aluminium weisen eine hohe Tragfähigkeit auf und sind aufgrund des einfach herzustellenden Materials auch preiswert herzustellen. Aluminiumstative haben Stative aus Holz vielfach vom Markt verdrängt, unter anderem weil sie gegenüber Umwelteinflüssen weniger empfindlich sind.

Carbon / Kohlefaser

Stative aus Carbon sind die teuersten Stative auf dem Markt. Sie bestehen aus dem gleichen Kohlefaserverbundmaterial, aus dem auch die Karossen von Formel 1 Rennwagen bestehen. Es zeichnet sich durch seine hohe Festigkeit und sein sehr niedriges Gewicht aus. Außerdem weißen Carbonstative eine sehr hohe Schwingungsdämpfung auf.

Stativ Kamera

Der größte Nachteil von Stativen aus Carbon ist der Preis – sie sind die teuersten auf dem Markt. Außerdem ist die Oberfläche des Stativs gegenüber Umwelteinflüssen nicht so resistent wie Aluminium. (Foto: nitin pariyar / unsplash.com)

Viele Stative mit geringem Eigengewicht haben einen Haken, an dem man zusätzliches Gewicht anhängen kann (z.B. eine Fototasche). Durch solch eine Erschwerung erhöht sich die Stabilität.

Letztendlich ist Carbon das derzeitige Topmaterial wenn es um den Stativbau geht. Bist du bereit dementsprechend mehr Geld auszugeben, dann solltest du zu diesem Material greifen.

Wo kannst du ein Stativ kaufen?

Stative findest du in jedem gut sortierten Fotofachgeschäft und auch in den gängigen Elektronikfachgeschäften. In den letzten Jahren sind auch die Möglichkeiten gewachsen, Stative über das Internet zu beziehen.

Dort ist meistens die Auswahl größer und die Preise fallen oft niedriger aus. Wir empfehlen dir jedoch den Besuch im Fachgeschäft, da du so verschiedene Stative ausprobieren kannst.

Was kostet ein Stativ?

Stative für Kameras gibt es in allen Preisklassen – vom billigen Modell für den Gelegenheitsfotografen bis hin zum Profi-Stativ, für das ein drei- bis vierstelliger Betrag fällig wird. Im folgenden Abschnitt sagen wir dir, wie die Preisverteilung im Bereich der Dreibein-Stative aussieht.

Welche Preisklasse für dich die richtige ist, hängt davon ab, wie oft du mit dem Stativ fotografieren willst. Einsteigermodelle kosten zwischen 20 -100 Euro. Du solltest jedoch beachten, das „günstige“ Stative oft schlechter verarbeitet sind und an der Ausstattung sparen.

Im mittleren Preissegment finden sich Stative für Hobby-Fotografen. Sie sind deutlich hochwertiger und stabiler und siedeln sich im Bereich ab 80 Euro an. Du findest ab dieser Preisklasse schon Stative aus Carbon.

Stative für Profis sind ab 150 Euro zu haben. Nach oben hin sind die Preise jedoch offen, so dass man für besondere Stative auch einen vierstelligen Betrag bezahlen muss. Profi-Stative bieten alle Funktionen und Eigenschaften, mit denen ein Einsteiger in der Regel noch gar nichts anfangen kann.

Zusätzlich zum Stativ gibt es noch einiges an Zubehör zu kaufen. So gibt es z.B. spezielle Stativköpfe. Was ein Stativkopf ist erklären wir dir im nächsten Abschnitt.

Was ist ein Stativkopf?

Moderne Stative für Fotokameras bestehen mindestens aus zwei separaten Komponenten: dem Stativ selbst und dem Stativkopf, welcher auf die Mittelsäule geschraubt wird. Ein hochwertiger Stativkopf ist oft ebenso teuer wie das Stativ selbst.

Die Aufgabe des Stativkopfes ist es einerseits die komfortable und schnelle Ausrichtung der Kamera zu ermöglichen, andererseits soll sich die Kamera aber auch nicht zu einfach bewegen lassen. Beim Lösen der Feststellschraube könnte sonst deine Kamera samt Objektiv ungewollt abkippen.

Aus diesem Grund werden die beweglichen Elemente am Stativkopf (und auch am Stativ selbst) mit einem gewissen Maß an Reibung versehen, der Friktion. Bei besseren Stativköpfen kann man die Friktion einstellen. Damit kann man den Stativkopf dem individuellen Gewicht der Kamera-Objektiv-Kombination anpassen.

Stativ Action Cam

Insbesondere bei der Verwendung schwerer und langer Teleobjektive ist ein gewisses Maß Friktion ein Muss. So können ungewollte Bewegungen beim Verstellen der Kameraausrichtung vermieden werden. (Foto: Fabrizio Verrecchia / unsplash.com)

Grundsätzlich gilt: Die Schraubverbindung zwischen Stativ und Stativkopf ist genormt. Du kannst also Stativ und Stativkopf frei kombinieren, und bist nicht darauf angewiesen beides vom gleichen Hersteller zu erwerben (1/4 Zoll Gewinde mit 20 Gängen nach UNC Standard).

Auf der Oberseite des Stativkopfes ist wiederum eine Schraube, die in das Kameragehäuse geschraubt wird. Diese Verbindung hat die gleiche Norm, es ist also theoretisch auch möglich die Kamera auch ohne Stativkopf auf dem Stativ zu befestigen. Dabei muss man allerdings mit einem sehr eingeschränktem Handling leben.

Das ständige An- und Abschrauben kann gerade bei häufigem Gebrauch schnell lästig werden. Daher gibt es so genannte Schnellwechselkupplungen. Diese werden auf dem Stativkopf befestigt. Zusätzlich wird in das Schraubengewinde der Kamera eine Platte aus Technopolymer (Kunststoff) oder Metall geschraubt, die auch montiert bleibt, wenn du das Stativ nicht benutzt.

Diese Platte passt genau in die Schnellwechselkupplung auf dem Stativkopf. Mit einem Handgriff kannst du die Verriegelung lösen oder schließen, was das Auf- und Abmontieren der Kamera zum Kinderspiel macht. Wenn du planst, dein Stativ öfter zu benutzen, lohnt sich solch eine Investition auf jeden Fall.

Entscheidung: Welche Arten von Stative gibt es und welche ist die richtige für dich?

Allgemein kann man zwischen drei verschiedenen Bauformen von Fotostativen unterscheiden:

  • Dreibein-Stative
  • Tisch- bzw Ministative
  • Einbein-Stative

Jeder dieser Typen hat unterschiedliche Eigenschaften. Daraus ergeben sich Vorteile als auch Nachteile. Entscheidend ist der Anwendungsbereich!

Um das richtige Stativ für dich zu finden, musst du dir zuerst im Klaren sein, wofür genau du das Stativ benötigst. Wir wollen dir im folgenden Abschnitt dabei helfen herauszufinden, welche Art von Stativ zu deinem Verwendungszweck passt.

Dazu stellen wir die drei oben genannten Stativarten vor und zeigen übersichtlich auf, worin jeweils die Vorteile und die Nachteile liegen.

Was ist ein Dreibein-Stativ und was ist dessen Vorteil und Nachteil?

Durch seinen Aufbau aus drei Beinen gilt das Dreibein-Stativ als besonders stabil. Es steht selbstständig und du kannst in der Regel die Höhe und den Neigungswinkel der einzelnen Beine einstellen.

Das Dreibein-Stativ ist die meist verkaufte Stativart. In der Regel wird die Kamera am oberen Ende des Stativs auf dem Stativkopf befestigt. Dieser ist beweglich, so dass du die Kamera auf das Motiv ausrichten kannst. Der Stativkopf wiederum ist an der Mittelsäule befestigt, welche ebenso wie die Stativbeine höhenverstellbar sind.

Vorteile
  • Hohe Stabilität
  • Steht von alleine
  • Genaue Fixierung der Kamera ist möglich
Nachteile
  • Gewicht
  • Zeitaufwand für das Aufstellen

Die hohe Stabilität hat allerdings auch ihre Nachteile. Dreibein-Stative sind vergleichsweise schwer und groß, was die Mitnahme oft erschwert. Mit der Materialwahl kann das Gewicht zwar reduziert werden, darunter leidet aber auch die Stabilität.

Da Dreibein-Stative ohne weitere Hilfe stabil stehen, sind sie besonders für Selbstportraits und Langzeitaufnahmen (z.B. Nachthimmel) geeignet. Wenn du einen Bildausschnitt genau einstellen willst, der auch ohne deine stützende Hand bestehen bleibt, hilft dir ein Dreibein-Stativ. Der vergleichsweise hohe Zeitaufwand für das Aufstellen und Ausrichten des Stativs spielt bei diesen Aufnahmen keine Rolle.

Was ist ein Tischstativ und welche Vorteile und Nachteile hat es?

Ein Tischstativ ist eine Miniaturausgabe des Dreibein-Stativs. Es zeichnet sich durch seine Kompaktheit und Leichtigkeit aus. Einige Hersteller nennen diese Art auch Ministative.

Das Tischstativ ist durch seine geringe Packmaße und sein geringes Gewicht ideal zum Mitnehmen. Es hat in der Regel ebenso drei Stativbeine wie das Dreibein-Stativ, welche sich aber meistens nicht weit ausfahren lassen. Somit ist die Aufbauhöhe bei Tischstativen sehr gering.

Vorteile
  • Kompakt &amp
  • leicht
  • Steht alleine (bei leichten Kameras)
Nachteile
  • Geringe Standhöhe
  • Beine lassen sich meistens nicht weit ausfahren
  • Geringe Stabilität

Aufgrund seiner geringen Stabilität ist es eher für kleine Kameras geeignet. Für Fotoaufnahmen mit schwerem Teleobjektiv ist diese Art von Stativ nicht geeignet.

Was ist ein Einbein-Stativ und welche Vorteile und Nachteile bringt es mit?

Das Einbein-Stativ ist das mobilste unter den Stativen. Es hat nur ein Standbein und kann demnach auch nicht alleine stehen. Wenn du bewegte Motive fotografieren willst und du deine Kamera schnell ausrichten musst (z.B. bei Sportaufnahmen), dann ist ein Einbein-Stativ das perfekte Hilfsmittel.

Da man die Kamera auf einem Einbein-Stativ immer festhalten muss, funktioniert diese Stativart eher wie eine Art „Haltehilfe“. Speziell wenn du mit einem Teleobjektiv fotografierst, wirst du das Gewicht deiner Kamera schnell spüren. In solchen Situationen hilft dir ein flexibles Einbein-Stativ, welches es dir erlaubt, deine Kamera schnell auf ein Objekt auszurichten. Zusätzlich kannst du mit diesem Stativ auch leicht ein bewegtes Objekt durch deine Kamera verfolgen.

Vorteile
  • Mobilität &amp
  • Flexiblität
  • Kompakt &amp
  • leicht
Nachteile
  • Kann nicht von alleine stehen

Aufgrund dieser hohen Mobilität sieht man diese Stativart besonders oft bei Sport- und Tierfotografen. Willst du als Fotograf schnell deinen Standort wechseln, bist du mit einem Einbein-Stativ wesentlich flexibler als mit einem Dreibein-Stativ.

Wenn du viel unterwegs bist, dann ist ein Einbein-Stativ eine gute Wahl. Es ist leicht, man kann es sehr kompakt zusammenschieben und somit gut transportieren.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Stative vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Stative vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Stativ für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Arbeitshöhe
  • Gewicht
  • Tragfähigkeit
  • Material
  • Stativkopf
  • Tasche
  • Packmaß

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst.

Arbeitshöhe

Die (maximale) Arbeitshöhe bezeichnet die Höhe, die das Stativ bei komplett ausgezogenen Stativbeinen im aufgestellten Zustand erreicht. Je nach Körpergröße und nach Verwendungszweck solltest du auf dieses Merkmal achten. Du musst bedenken, dass du dich bei einer geringeren Aufbauhöhe auch stärker bücken musst.

Dies kann bei längeren Fotosessions schnell sehr unangenehm werden. Auf der anderen Seite empfiehlt es sich z.B. bei Tierfotos mit der Kamera ungefähr auf Augenhöhe des Tieres zu sein. In solchen Fällen brauchst du also gegebenenfalls keine besonders große Höhe.

Meistens gilt, dass Stative mit größerer Maximalhöhe auch schwerer und damit auch stabiler sind. Solltest du die Höhe nicht in jedem Fall brauchen, kannst du die Stativbeine einzeln einfahren, oder die Höhe der Mittelsäule verstellen. Wir empfehlen dir, verschiedene Höhen in einem Fotofachgeschäft auszutesten, um so ein Gefühl dafür zu bekommen, welche die richtige für dich ist.

Gewicht

Das Gewicht des Stativs ist für dich besonders dann relevant, wenn du viel unterwegs bist. Trifft das auf dich zu, empfehlen wir ein Stativ bis maximal 1,5 kg.

Das Gewicht eines Stativs wird neben seiner Größe maßgeblich vom Material bestimmt. Auf die unterschiedlichen Materialen sind wir bereits oben im Detail eingegangen. Wenn das Gewicht für dich ein entscheidender Faktor ist, empfehlen wir dir ein Stativ aus Carbon. Diese sind zwar etwas teurer, aber sehr leicht und auch in anderen Eigenschaften überlegen.

Du solltest bedenken, dass leichte Stative, die nicht aus Carbon hergestellt sind, oft auch eine geringe Tragfähigkeit und Stabilität aufweisen. Wenn du vorhast, eine schwere Kamera-Objektiv-Kombination auf ein Stativ zu schrauben, solltest du dies ggf. vor dem Kauf ausprobieren.

Heutzutage besitzen viele (leichte) Stative einen Stativhaken, an dem du zusätzliches Gewicht (z.B. deine Fototasche) anhängen kannst. Somit kannst du die Stabilität von leichten Stativen erhöhen.

Tragfähigkeit

Als Richtwert gilt: Die Traglast sollte mindestens das Zweieinhalbfache des Kameragewichts samt Objektiv betragen. Unter der Tragfähigkeit, oder auch Traglast genannt, versteht man das Gewicht, welches das Stativ laut Hersteller in der Lage ist zu „tragen“. Ein zu hohes Gewicht für ein Stativ kann man z.B. an durchgebogenen Stativbeinen oder durch ein Abknicken des Stativkopfes erkennen.

Wenn du eine schwere Kamera-Objektiv-Kombination besitzt, ist dieses Kriterium besonders wichtig für deine Kaufentscheidung. Je nach Material und Größe des Stativs fällt dieses Auflagewicht unterschiedlich groß aus. Vorsicht: Falls du planst, zusätzliches Gewicht an ein Stativ zu hängen um die Stabilität zu erhöhen (z.B. an einen Stativhaken), achte auf die Traglast.

Material

Das Material, aus dem das Stativ gefertigt ist, hat maßgeblichen Einfluss auf die verschiedenen Eigenschaften. Obwohl wir diese weiter oben schon dargestellt haben, wollen wir dich hier noch einmal darauf hinweisen. Das liegt daran, dass das Material andere Kriterien bestimmt, wie z.B. das Gewicht oder die Tragfähigkeit.

Die Entscheidung zwischen den zur Zeit am meisten verbauten Materialien (Alumium und Carbon) kannst nur du selbst treffen. Bist du bereit, etwas mehr Geld auszugeben, kannst du mit einem Carbonstativ nichts falsch machen.

Wenn dir mehr Gewicht nichts ausmacht und du ein Stativ haben willst, welches robuster gegen Umwelteinflüsse ist, kannst du zu einem Aluminiumstativ greifen. Zudem bietet ein Aluminiumstativ das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Stativkopf

Den Stativkopf haben wir bereits oben beschrieben. Bis auf einige Einbein- und Tischstative besitzen die meisten erhältlichen Stative einen Stativkopf. Es wird unterschieden zwischen Kugelköpfen und Neigeköpfen.

Kugelköpfe sind besonders beliebt beliebt, da sie sich mit nur einem Handgriff lösen und sich so in alle Richtungen schwenken lassen. Du kannst den Widerstand (Friktion) manuell einstellen, was dir besonders bei schwereren Kameras hilft. Willst du deine Kamera schnell ausrichten, dann ist ein Kugelkopf die richtige Wahl.

Neigeköpfe lassen sich genauer justieren. Dies nimmt allerdings auch mehr Zeit in Anspruch. Es ist immer nur eine Richtung justierbar. Hat man etwa die Vertikale eingestellt, kann man sich um die Horizontale kümmern, ohne fürchten zu müssen, die Vertikale dabei zu verändern.

Wenn du dein Stativ häufig benutzen willst, solltest du darauf achten, dass es eine Schnellwechselplatte besitzt. Diese erleichtert dir, wie wir dir oben beschrieben haben, den Auf- und Abbau der Kamera.

Ein Stativkopf ist zwar sehr wichtig für das Handling der Kamera, aber ein schlechter Stativkopf sollte dich im Zweifelsfall auch nicht vom Kauf eines Stativs abhalten. Du kannst in der Regel den Stativkopf abschrauben, und einen anderen Kopf (auch von anderen Herstellern) aufschrauben. Dementsprechend kannst du so auch dein Stativ „nachrüsten“, indem du z.B. einen Stativkopf nachkaufst, der auch schwerere Kameras halten kann.

Tasche

Bei vielen derzeit auf dem Markt gehandelten Stativen wird eine Tasche beigelegt. Diese schützt das Stativ und hat ggf. eine Schlaufe zum tragen.

Allerdings sollte eine Tasche kein ausschlaggebendes Kriterium für den Kauf eines Stativs sein. Viele Fototaschen/-rucksäcke haben die Möglichkeit, ein Stativ an der Seite zu befestigen und in der Regel kann man Stative auch gut in der Hand transportieren.

Packmaß

Das Packmaß beschreibt die Größe, auf die du ein Stativ zusammenschieben kannst. Diese ist für dich besonders entscheidend, wenn du es mit auf auf Reisen nimmst.

Suchst du ein Stativ mit geringem Packmaß, kannst du dementsprechend auch nach Reisestativen suchen. Diese lassen sich in der Regel auf eine sehr geringe Länge zusammenschieben und finden so Platz in jedem Gepäckstück. Einige Hersteller nennen das Packmaß auch „Transportlänge“.

Wenn du nur kurze Strecken mit dem Stativ zurücklegen musst, ist dieses Kriterium nicht so entscheidend für dich. Außerdem gibt es an vielen Rucksäcken die Möglichkeit, Stative an der Seite oder an der Oberseite zu befestigen. Dann ist es egal, ob das Stativ 10 cm länger oder kürzer ist.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Stativ

Welche Alternativen zu einem Stativ gibt es?

Wenn du kein Stativ hast oder es nur ungern mit dir herum trägst, dann gibt es einige Alternativen. Einige wollen wir dir im hier folgenden Absatz vorstellen. Generell gilt jedoch: Deiner Kreativität eine stabilisierende Montage für deine Kamera zu finden sind keine Grenzen gesetzt.

Bohnensack

Eine gute Möglichkeit Platz und Gewicht zu sparen ist der sogenannte Bohnensack („beanbag“). Dabei handelt es sich um einen Beutel, der mit Kunststoffgranulat gefüllt ist, und sich verformen lässt. Dennoch ist er stabil genug um deiner Kamera eine gute Ablage zu bieten.

Zusätzlich kannst du einen Bohnensack als Polsterung in deiner Fototasche benutzen. Du kannst so einen Sack auch ganz einfach selber herstellen, geeigneter Füllstoff sind z.B. Reis und Bohnen.

Schnurstativ

Etwas für die Hosentasche ist das Schnurstativ. Dabei wird eine Schnur oder ähnliches mit einer Schraube am Schraubengewinde der Kamera befestigt. Das andere Ende der Schnur lässt man auf den Boden fallen positioniert die Kamera in Arbeitshöhe und tritt dann mit dem Fuß auf die Schnur. Zieht man die Kamera daraufhin nach oben, ist sie dadurch in einer wesentlich stabileren Position.

Auch für Kameraschwenks bei Videoaufnahmen wird diese Methode oft genutzt. Durch den „Zug“ ist die Kamera in der Vertikalen deutlich eingeschränkt, wohingegen horizontale Bewegungsfreiheit gewährleistet ist.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/ratgeber-dieses-zubehoer-hilft-reisefotografen-wirklich-a-706865-3.html


[2] http://www.foto-praxis.com/stative.html


[3] https://www.prophoto-online.de/fototechnik/stative-unverzichtbare-werkzeuge-10000310

Bildquelle: scyther5 / 123RF.com

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