Objektiv
Veröffentlicht: 11. Februar 2021

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Die Welt der Fotografie ist eine faszinierende und kreative Kunst für sich. Was viele Einsteiger jedoch nicht wissen, ist die Wichtigkeit der Objektive für hochwertige Bilder. Um sich komplett ausleben zu können und alle Fassetten der Fotografie kennenzulernen, benötigst du ein Objektiv. Es gibt sie in den verschiedensten Varianten für jede Art von Foto.

Aufgrund der Objektiv-Vielfalt gibt es einiges zu beachten, um das richtige für dich zu finden. In unsrem Test sc_year haben wir die gängigsten Objektive miteinander verglichen. Somit kannst du am Ende ganz einfach entscheiden, welches das beste Objektiv für dich ist.




Das Wichtigste in Kürze

  • Objektive sind für die Qualität der Fotos wichtiger als die eigentliche Kamera. Aus diesem Grund sind sie im Verhältnis auch oft teurer. Für Einsteiger reicht meist erst mal ein günstigeres Objektiv, um ein Gefühl dafür zu bekommen.
  • Den größten Einfluss auf die Bildqualität haben die Brennweite und die Blende eines Objektives. Sie sind für den Zoom und die Menge an Licht, die in dein Objektiv einfällt, zuständig.
  • Die Auswahl an Objektiven und ihren unterschiedlichen Funktionen ist enorm. Demzufolge ist es an erster Stelle wichtig zu wissen, welche Art von Fotos du machen möchtest.

Objektive im Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Um dich bei der Auswahl des richtigen Objektivs zu unterstützen, haben wir dir im Folgenden die besten herausgesucht. So kannst du einen guten Überblick behalten und verlierst dich nicht im Objektiv-Dschungel.

Das beste Einsteiger Objektiv

Das Sony SEL – 50F 18F Standard Objektiv für Vollautomat Kameras, ist ein ideales Anfängermodell. Durch die Festbrennweite verfügt es über keine Zoom-Funktion, was aber kein Nachteil sein muss. Aufgrund der großen Blendenöffnung von F1.8, kannst du auch bei schwachem Licht gute Fotos schießen.

Dieses Objektiv von Sony eignet sich besonders gut für alltägliche Fotos, ebenso wie für Portrait-, Mode- und Straßenfotografie. Viele Fotografen empfehlen gerade für den Anfang ein Objektiv ohne Zoom, um so ein besseres Gefühl für die Entfernungen zu bekommen.

Bewertung der Redaktion: Dieses Objektiv ist das passende Model um sich erst einmal auszuprobieren. Gerade wenn du noch nicht viel Erfahrung mit Objektiven hast, kannst du mit dieser preiswerten Variante nichts falsch machen.

Das beste Weitwinkel-Objektiv

Das Canon Zoomobjektiv EF-S hat einen Ultra Weitwinkel mit einer Brennweite von 18-55 mm. Dies ermöglicht dir einen viel größeren Bildausschnitt als ein Standard-Objektiv. Der leise Motor (STM) verhindert laute Geräusche beim scharf stellen, was besonders bei Videos von Vorteil ist.

Durch den integrierten Bildstabilisator (IS) verwackeln deine Fotos auch bei unruhigen Händen nicht. Das Objektiv ist besonders für Landschaften und architektonische Motive geeignet.

Bewertung der Redaktion: Mit diesem Preis-Leistungskracher kannst du absolut nichts falsch machen, wenn du nach einem guten Weitwinkel-Objektiv suchst. Professionelle Fotografen werden mit diesem Objektiv eher nicht auf ihre Kosten kommen und sollten nach einer L-Serie Ausschau halten.

Das beste Tele-Makro-Objektiv

Das Sigma 105 mm F 2,8 EX DG OS HSM Tele-Makro-Objektiv sorgt für absolute Präzisionsbilder und ist dazu noch Spritzwasser geschützt. Der Ultraschallwellenmotor ermöglicht dir ein extrem schnelles und automatisches scharf stellen deiner Bilder.

Da es sich hierbei um eine Kombination aus Tele-und Makro-Objektiv handelt, kannst du Motive nicht nur mit feinsten Details von nahem fotografieren. Denn die Tele-Technologie sorgt außerdem für einen extremen Zoom.

Bewertung der Redaktion: Dieses Objektiv eignet sich hervorragend für leidenschaftliche Tierfotografen. Durch die Kombi-Funktion kannst du nicht nur Insekten im Detail fotografieren, sondern auch entfernte Elefanten nahe heranzoomen.

Das beste Tele-Objektiv


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Das Nikon AF-S NIKKOR 80-400 mm 1:4,5-5,6G ED VR Objektiv ist nicht gerade handlich mit seinen 20,3 cm Länge und dem Gewicht von 1,57 kg. Dafür verfügt es aber über einen beeindruckenden 5-Fach Zoom mit einer Brennweite von 80-400 mm.

Mit diesem Objektiv kannst du gestochen scharfe Fotos von extrem weit entfernten Motiven machen. Nicht nur der integrierte Bildstabilisator, sondern auch die extrem hochwertigen Glaslinsen sorgen für eine fantastische Bildqualität.

Bewertung der Redaktion: Das Nikon Objektiv eignet sich besonders, um scheue Tiere ganz in Ruhe zu fotografieren. Der hohe Preis spiegelt sich aber in der enorm hochwertigen Bildqualität wider. Ein Stativ ist für Anfänger ratsam.

Das beste Allrounder-Objektiv

Das Canon Zoomobjektiv EF-S 18-135 mm ist handlich und ideal zum Reisen. Durch den relativ großen Brennweitenbereich verfügt es sowohl über einen Weitwinkel (18 mm) aber auch über eine hohe Zoom-Funktion (135 mm).

Ungestörtes Filmen ermöglicht der leise Motor (STM), so entstehen keine Zoom-Geräusche im Video. Dieser Autofokus in Kombination mit dem integrierten Bildstabilisator sorgt für gestochen scharfe Fotos.

Bewertung der Redaktion: Suchst du nach einem Objektiv, das du auf Reisen mitnehmen kannst? Dann solltest du bei diesem Allrounder-Modell, mit seinen vielfältigen Fiktionen zugreifen.

Das beste Smartphone Objektiv Set

Objektive gibt es mittlerweile auch für das Smartphone und eignen sich vor allem für den kleinen Geldbeutel. Das Handy-Objektiv Linse Kit beinhaltet vier Objektive, ein Stativ, eine Okularabdeckung, ein Reinigungstuch und ein Objektivclip.

Die vier Objektive (Tele, Makro, Weitwinkel und Fisheye) decken die wichtigsten Modelle für verschiedene Fototypen ab. Selbst für Handys mit dualer Kamera eignet sich das Objektiv Kit.

Bewertung der Redaktion: Hast du keine Kamera oder möchtest erst einmal austesten, welche Art der Fotografie dir gefällt, dann ist dieses Kit eine gute Alternative.

Objektive: Kauf- und Bewertungskriterien

Um das richtige Objektiv für dich zu finden, haben wir dir im Folgenden die wichtigsten Kaufkriterien zusammengefasst. Diese Kriterien ermöglichen es dir auch als Anfänger den Überblick zu behalten:

Die folgenden Absätze solltest du dir genau durchlesen. Hier erklären wir dir ausführlich was du bei den genannten Kaufkriterien beachten solltest und welche Aspekte am wichtigsten sind.

Verwendungszweck

Die wichtigste Frage, die du dir vor dem Kauf eines Objektivs stellen solltest, ist für welchen Zweck du eins benötigst. Es gibt nämlich für jede Art der Fotografie ein besonders geeignetes Objektiv.

Hast du also eine Vorliebe für bestimmte Motive wie Architektur, Landschaften oder doch eher Portraits? Eventuell fotografierst du besonders gerne Tiere oder sogar Insekten?

Es gibt auch Objektive für besonders ausgefallene und kreative Fotografen, wie zum Beispiel das Fisheye-Objektiv. Da es die Ränder der Motive extrem verändert, ist es nicht für jedermann geeignet.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Professionalität deiner Fotos. Bist du ein Hobbyfotograf, benötigst du für den Anfang eher ein einfacheres Modell. So kannst du dich erst einmal ausprobieren und herantasten. Sind deine Fotokünste bereits fortgeschritten, solltest du auch etwas mehr Geld investieren.

Objektivanschluss

Um das Objektiv an deiner Kamera zu befestigen, benötigst du den richtigen Anschluss. Es gibt unzählige dieser Anschlüsse und jeder Hersteller hat seine eigenen. Dies macht es fast unmöglich jedes Objektiv an jeder Kamera zu befestigen.

Wenn du also bereits eine Kamera hast, achte darauf, dass du ein Objektiv mit passendem Anschluss kaufst. Die gängigste Bezeichnung für die Objektivanschlüsse nennt man Bajonett. Viele Hersteller benutzen aber auch den Begriff Mount, was auf Englisch so viel wie montieren / anbringen bedeutet.

Der Objektivanschluss muss zu deiner Kamera passen.

Da Kameras unterschiedlich große Sensoren haben musst du wissen, was für ein Typ Kamera du hast. So hat jeder Hersteller mehrere Typen in seinem Portfolio. Eine Vollformat Kamera hat zum Beispiel einen sehr großen Sensor, wohingegen eine APS-C (Advanced Photo System Typ C) Kamera einen kleineren Sensor hat. Du kannst oftmals ein Vollformat Objektiv an eine APS-C Kamera befestigen aber nicht umgekehrt. Versuchst du nämlich ein APS-C Objektiv an eine Vollautomat Kamera zu montieren, würdest du den Sensor verdecken.

Das sind die gängigsten Objetivanschlüssen: A-Mount, E,Mount (Sony); EF, EF-S, EF-M (Canon); F- und Z-Bajonett (Nikon); K-Bajonett (Pentax)

Es gibt aber auch einige Hersteller, die Objektive für verschiedene Anschlüsse anbieten. Die sogenannten Drittanbieter verkaufen Objektive, die an die gängigsten Marken Kameras angeschlossen werden können.

Die bekanntesten Drittanbieter sind Sigma, Tamron und Samyang. Der Vorteil bei diesen Modellen ist vor allem der Preis. Sie sind aber von der Qualität her nicht unbedingt schlechter und gerade für Anfänger sind sie eine gute Alternative. Des Weiteren gibt es noch einige Adapter für Anschlüsse.

Gewicht und Größe

Vor dem Kauf eines Objektives solltest du dir über das Gewicht und die Größe Gedanken machen, da es sie in vielen Varianten gibt. Ob handlich und leicht oder sperrig und dementsprechend schwer.

Machst du gerne Fotos im Urlaub, sollte das Objektiv eher etwas handlicher und leichter sein. Vor allem für Hobbyfotografen, die gerne Backpacken zählt jeder Zentimeter und jedes Kilo.

Suchst du aber ein Objektiv mit besonders großem Zoom oder hoher Qualität, wird es sehr wahrscheinlich sehr viel größer und schwerer ausfallen. Für diese Exemplare gibt es allerdings auch Taschen und Koffer.

Brennweite

Anhand der Brennweite eines Objektives kannst du sehen, ob und wie weit du damit zoomen kannst. Sie wird in Millimetern gemessen und steht meist auf dem Gehäuse des Objektivs.

Objektive mit denen du Zoomen kannst, haben einen Brennweitenbereich von zum Beispiel 24-70 mm. Somit kannst du den Bildwinkel oder Bildausschnitt direkt am Objektiv verändern.

Es gibt aber auch Objektive, die eine Festbrennweite haben und somit nicht zoomen können. Auf dem Objektiv steht dann nur noch eine Zahl der Brennweite, zum Beispiel 50 mm. Hier musst du selbst mit der Entfernung spielen, indem du dich dem Objekt näherst oder entfernst.

  • Brennweiten unter 16 mm: Sie verfügen über einen extrem großen  Bildausschnitt. Das Fisheye-Objektiv und die GoPro sind Beispiele dafür.
  • Brennweite 16 – 35 mm: In diesen Bereich fallen die  Weitwinkel-Objektive. Sie haben einen sehr großen Bildausschnitt, verkrümmen die Ränder aber nicht wie das Fisheye.
  • Brennweite 35-70 mm:  Diese Brennweite entspricht dem Normalbereich, den man mit dem Sichtfeld des menschlichen Auges vergleichen kann. Standart-Objektive bewegen sich in diesem Brennweitenbereich
  • Brennweite über 70 mm: Alle Objektive die über den Wert von 70 mm gehen, haben einen extremen Zoom. Doch um so höher der Wert desto größer und schwerer werden die Tele-Objektive.

Objektive mit niedriger Brennweite erzeugen also große und weitwinkelige Bilder. Du bekommst somit mehr Bild oder Landschaft auf dein Foto. Um weit entfernte Objekte nah heranzuholen, sind Brennweiten mit hohen Zahlen nötig. Somit kannst du zum Beispiel eine Ziege, die hoch oben am Berg steht, ganz nah heranholen.

Lichtstärke

Die Lichtstärke wird durch die Mechanik der Blende gesteuert. Diese kann man durch Drehen am Objektiv öffnen oder schließen. So veränderst du manuell wie viel Licht in dein Objektiv einfällt. Die Blende übernimmt sozusagen die Funktion der Pupille des menschlichen Auges.

Die Lichtstärke des Objektivs wirkt sich auf die Helligkeit und Schärfentiefe aus.

Die Leistung der Lichtstärke findest du außen am Objektiv (z. B. F1.4) und beschreibt die maximale Leistung. Diese Kennzahl zeigt also an, wie viel Licht bei komplett geöffneter Blende durchfallen kann. Je kleiner dieser Wert ist, desto mehr Licht kann durch das Objektiv durchfallen.

Um so großer die Blende geöffnet ist (niedrige Zahl), desto unschärfer ist der Hintergrund. Dadurch wird auch weniger natürliches oder künstliches Licht zum Fotografieren benötigt. Möchtest du allerdings einen großen Bereich Fotografieren, der möglichst scharf sein soll, brauchst du eine kleine Blende (hohe Zahl). Für kleine Blenden wird wiederum mehr natürliches oder künstliche Licht benötigt, damit das Bild nicht zu dunkel wird.

Bildstabilisierung

Der Bildstabilisator stabilisiert das Bild und gleicht so Verwacklungen durch unruhige Hände aus. Somit bleibt das Foto scharf und wirkt nicht verschwommen. Jedoch haben nicht alle Objektive einen Bildstabilisator und er ist auch nicht immer notwendig.

In dem vorherigen Abschnitt hast du gelernt, dass auch die Lichtstärke des Objektivs Einfluss auf die schärfe des Fotos hat. Aus diesem Grund gibt es Objektive mit vier verschiedenen Varianten:

  • geringe Lichtstärke und ohne Stabilisator
  • geringe Lichtstärke und mit Stabilisator
  • hohe Lichtstärke und ohne Stabilisator
  • hohe Lichtstärke und mit Stabilisator

Objektive, die weit entfernte Motive sehr nah heranzoomen können, wie z. B. Tele-Objektiv, verwackeln schneller. Hier ist es wichtig eine sehr ruhige Hand oder eben einen Bildstabilisator zu haben.

Für Objektive ohne Bildstabilisator gibt es auch die Möglichkeit ein Stativ zu nutzen. Beachte aber dabei, dass ein Stativ recht sperrig und unflexibel ist. Fotografierst du eine Landschaft oder ein Gebäude, ist ein Stativ vorteilhaft. Möchtest du allerdings Tiere fotografieren, die sich ständig bewegen, musst du flexibel bleiben. Dann lohnt es sich also bereits einen Bildstabilisator im Objektiv zu haben.

Lass dich von den unterschiedlichen Bezeichnungen nicht irritieren, denn es ist ein und dasselbe gemeint. Dies dient den Herstellern nur, sich voneinander abzuheben um so besseres Marketing zu betreiben.

Die verschiedenen Marken haben auch für den Bildstabilisator unterschiedliche Bezeichnungen und Abkürzungen. Die Firma Canon verwendet die Abkürzung IS, was im englischen Image Stabilization bedeutet. Währenddessen spricht man bei Nikon von einem komplett anderen Begriff. Hier heißt es also Vibrationsreduktion, was auf Englisch Vibration Reduction bedeutet und mit VR abgekürzt wird. Das Unternehmen Sigma bezeichnet es als optische Stabilisierung, im englischen Optical Stabilization (OS).

Objektive: Häufig gestellte Fragen und Antworten

Im Folgenden beantworten wir dir die meist gestellten Fragen zum Thema Objektiv. Somit kannst du nochmal überprüfen, ob du über die wichtigsten Punkte vor oder auch nach dem Kauf nachgedacht hast.

Was ist ein Objektiv?

Ein Objektiv ist eine bildverändernde Erweiterung für Kameras, mit dem du die Entfernung, die Helligkeit und die Schärfe deiner Fotos veränderst. Es ist entscheidend für die Bildqualität deiner Fotos und somit wichtiger als die Kamera.

Objektiv

Mit Objektiven kann man jedes Motiv qualitativ aufwerten. Der Kauf lohnt sich also in jedem Fall. (Bildquelle: Alif Ngoylung/ Unsplash)

Aus diesem Grund sind gute Objektive auch viel teurer als die Kameras selbst. Bist du also nicht ganz zufrieden mit deiner jetzigen Kamera, kannst du diese mithilfe eines guten Objektivs unheimlich verbessern.

Welche Arten von Objektiven gibt es?

Es gibt unzählige Arten von Objektiven für verschiedene Zwecke. Grundsätzlich gibt es zwei Kategorien von Objektiven, einmal für Fotos und für Filme. Wir konzentrieren uns hier aber auf die gängigsten Foto Objektive, da diese auch oft zum filmen genutzt werden.

Art Funktion Vorteile Nachteile
Standard Objektiv Alltag, Reisen, Natur Lichtstark, für Anfänger, vielseitig Kein Weitwinkel, kein extremer Zoom
Weitwinkel Objektiv Landschaft, Architektur Großer Bildwinkel, lichtstark Verzerrung bei geringem Abstand
Tele Objektiv Sport, Landschaft, Tiere Extremer Zoom, geringe Schärfentiefe Größe, lichtschwach
Festbrennweite Portraits, Kunst, Alltag Lichtstark, hohe Auflösung kein Zoom
Makro Objektiv Natur, Insekten Ultranahaufnahme, präzise Auflösung Vibrationsempfindlich, einseitige Nutzung
Fisheye Objektiv Panorama, 360 Grad besonderer Effekt, extremer Weitwinkel Einseitige Nutzung

Anhand der Vor- und Nachteile kannst du ganz einfach entscheiden, welches Objektiv am besten zu dir und deinen Bedürfnissen passt. Wenn das Budget stimmt, kann man sich auch später weitere kaufen.

Was kostet ein Objektiv?

Es gibt unzählige Objektive von verschiedenen Herstellern und die unterschiedlichsten Modelle. Genau das spiegelt sich auch in den Preisen wider, die schon bei circa 100 Euro beginnen und sich ins Unermessliche steigern können. Profi-Objektive können leicht den Preis eines Kleinwagens erreichen.

Modell Preis
Anfänger und Fortgeschrittene 100 – 1.000 Euro
Profie ab 1.000 Euro

Es gibt allerdings eine Faustregel, die bei Objektiven so gut wie immer zutrifft. Je teurer das Produkt ist, desto höher ist auch die Qualität. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, doch in der Regel kann man sich darauf verlassen.

Wo kann ich ein Objektiv kaufen?

Objektive sind in Elektronikmärkten, in vielen Online-Shops oder bei Fachhändlern erhältlich. Einige Kaufhäuser haben ebenfalls eine Auswahl an Elektronikartikeln, bei denen du verschiedene Objektive finden kannst.

Die größte Auswahl an unterschiedlichen Objektiven findest du aber mit Abstand in den Online-Shops. Dabei ist der Vorteil nicht nur die Vielfalt, sondern auch der einfachere Preisvergleich.

Hier heben wir dir die gängigsten und beliebtesten Online-Shops für neue Objektive aufgelistet:

  • Amazon.de
  • Media-Markt.de
  • Saturn.de
  • Otto.de
  • Conrad.de

Wenn du dir noch unsicher mit der Wahl eines Objektivs bist, kannst du dir einfach eins mieten oder ein gebrauchtes kaufen. Hier sind zum Beispiel Online-Shops wie ebay.de, rebuy.de oder buyzox.de eine gute Anlaufstelle. Letzterer bietet sogar eine Tausch-Flatrate an.

Welche Alternativen zu einem Objektiv gibt es zu?

Grundsätzlich gibt es eigentlich keine richtigen Alternativen zum Objektiv, da es die Qualität der Fotos enorm steigert und dich vielfältiger fotografieren lässt. Für Hobbyfotografen und vor allem Profis führt also kein Weg an einem oder mehreren Objektiven vorbei.

Typ Alternative
Digitalkameras ohne Objektive Sie können eine mögliche Alternative für Objektive sein. Die ähnlichen Funktionen wie Zoom oder verschiedene schärfen einstellungen sind ein Grund dafür. Ein weiteres Kriterium kann der Preis sein, denn die meisten Kameras sind viel Günstiger als hochwertige Objektive
GoPro Die bekannte Sport- und Reisekamera GoPro, kann eine günstige Alternative zum Fisheye-Objektiv sein. Sie hat den selben extremen Weitwinkel-Effekt und rundet die Ränder ab. 

Die Funktionen dieser Alternativen kommen aber qualitätsmäßig nicht wirklich an die der Objektive heran. So sind die Fotos und Videos der jeweiligen Produkte für geschulte Augen kaum miteinander vergleichbar.

Was bedeuten die Zahlen am Objektiv?

Auf den Objektiven befinden sich verschiedene Zahlen, Buchstaben und Wörter. Um dir die Bedeutung dieser Abkürzungen näherzubringen, haben wir sie im Folgenden zusammengefasst:

  • Die Kamera-Art: Die Buchstaben am Anfang zeigen dir welche Kamera-Art du verwenden kannst. Es sind die Abkürzungen der Anschlüsse zum Beispiel E oder A (Sony), EF-M (Canon), DX oder F (Nikon). Das sind die Bezeichnungen für APS-C Kameras also meist Spiegelreflexkameras. Objektive mit den Abkürzungen EF (Canon), DG (Sigma) oder Di (Tamron) eignen sich außerdem für Vollautomat Kameras.
  • Der Fokus: Die Hersteller Nikon und Tamron verwenden auf ihren Objektiven zusätzlich die Abkürzungen AF oder AF-S. Hast du ein solches Modell, weißt du direkt, dass dein Objektiv einen Autofokus beinhaltet. Dieser ist für die automatische Scharf Stellung deiner Bilder zuständig.
  • Die Brennweite: Die Brennweite wird immer mit Zahlen und Millimetern gekennzeichnet. Bei Festbrennweiten steht nur eine Zahl zum Beispiel 50 mm, da sie nicht variabel ist. Bei allen anderen Modellen mit Brennweitenbereich steht zum Beispiel 28-70 mm. Die Brennweite ist einer der wichtigsten Angaben und sagt aus wie weit du Zoomen kannst.
  • Die Blende: Sie reguliert die Lichtstärke und bestimmt wie viel Licht in dein Objektiv fällt. Auf dem Objektiv erkennst du sie anhand von Zahlen (1:3,5-6,5 oder 1:1.4) und manchmal auch dem Buchstaben F (f/1.4). Befindet sich nur eine Angabe auf dem Objektiv (1:1.4) bezeichnet dies immer die maximale Blendenöffnung. Bei einer Von-Bis-Angabe beschreibt es den kompletten Öffnungs- und Schließbereich.
  • Der Bildstabilisator: Befindet sich auf deinem Objektiv ein Buchstabe wie IS (Canon), VC (Tamron), OS (Sigma) oder VR (Nikon), dann hat es einen eingebauten Bildstabilisator. Dieser verhindert das Verwackeln deiner Bilder und gleicht zitternde Hände beim Fotografieren aus.
  • Der Motor: Viele Objektive sind mit einem herkömmlichen Standard Mikro-Motor ausgestattet. Möchtest du allerdings einen leistungsstärkeren und leiseren Motor, findest du eine extra Abkürzung am Objektiv. Auch hier gibt es wieder verschiedene Bezeichnungen je nach Hersteller. Bei Nikon ist es SWM (Silent Wave Motor) und bei Canon steht USM (Ultraschallmotor) oder STM (Steppermotor). Sigma hingegen verwendet die Abkürzung HSM (Hyper Sonic Motor) und bei Tamron heißt er USD (Ultrasonic Silent Drive).

Es gibt noch einige weitere Abkürzungen, die sich bei den verschiedenen Herstellern unterscheiden. Besondere Profi-Objektive werden zum Beispiel mit L (Canon) oder ein EX (Sigma) bezeichnet. Die römischen Zahlen weisen auf die Generation des Modells hin.

Welches Zubehör benötige ich für ein Objektiv?

Für Objektive gibt es sehr viel Zubehör, aber welches ist wirklich sinnvoll? Es gibt ein paar Dinge, die solltest du unbedingt dazu kaufen und einige sind eher Geschmacksache.

Ein Reinigungsset ist unverzichtbar und sollte immer in deiner Tasche sein.

Falls bei deinem Objektiv keine Verschlusskappe dabei ist, solltest du dir unbedingt eine passende besorgen. Vor allem bei einem Verlust oder Defekt ist es ratsam so schnell wie möglich eine neue zu kaufen. Sie schützt die Linse effektiv vor Kratzern und anderen Beschädigungen.

Für große und teure Objektive lohnt es sich auf jeden Fall eine Tasche oder einen Rucksack zu kaufen. So ist deine komplette Ausrüstung geschützt und du kannst sie einfacher transportieren.

Des Weiteren gibt es noch viele verschiedene Filter für Objektive. Sie haben Funktionen wie Reflexionen aus spiegelndem Wasser zu eliminieren oder Farben zu verstärken (Pol Filter). Ob du nun einen Filter benötigst oder nicht ist eben Geschmacksache.

Wie reinige ich mein Objektiv?

Nach einiger Zeit des Fotografierens wirst du feststellen, dass dein Objektiv gereinigt werden muss. Hierfür gibt es mehrere Varianten, du kannst dir spezielle Reinigungs-Kits kaufen und dein Objektiv selber reinigen. Traust du dir dies aber nicht zu, kannst du es auch von einem Profi reinigen lassen.

Gute Reinigungs-Kits für Objektive gibt es schon rund 10 Euro. Sie beinhalten ein Blasebalg, ein Fläschchen mit speziellem Objektivreiniger, einen Reinigungsstift und ein Mikrofasertuch.

Objektiv

Fotoshootings am Strand können dein Objektiv schell beschmutzen. Gerade Salzwasser und Sand sollten nur mit den Reinigungs-Kits entfernt werden. (Bildquelle: Tim Mossholder/ Unsplash)

Im ersten Schritt solltest du den groben Schmutz mit dem Blasebalg vorsichtig entfernen. Dadurch befreist du das Objektivglas von Staub, Fusseln oder ähnlichem grobem Schmutz. Es ist ganz wichtig, dass du diesen Schritt als allererstes durchführst. So verhinderst du durch Reiben mit einem Pinsel oder dem Mikrofasertuch, kleine Kratzer auf dem Glas.

Im zweiten Schritt kannst du die Reinigungsflüssigkeit auf das Mikrofasertuch oder den Stift auftragen. Ein bis zwei Tropfen reichen meist schon aus. Trage die Flüssigkeit auf gar keinen Fall direkt auf das Objektiv auf, ansonsten könnte diese in die Mechanik laufen. Mit sanften Bewegungen kannst du nun das Glas des Objektivs reinigen.

Die Reinigung bei einem Fotohändler kostet meistens zwischen 50 und 60 Euro. Einige reinigen dein Objektiv direkt vor Ort und bei manchen wird es erst eingeschickt. Welche der beiden Varianten dir lieber ist, kannst du selbst entscheiden.

Fazit

Mithilfe eines Objektives kannst du deiner Kreativität, was das Fotografieren angeht, freien lauf lassen. Diese Geräte haben einen unheimlichen Mehrwert für deine Bilder. Gerade Anfänger können mit einem Allrounder Standard-Objektiv hervorragend in die Kunst des Fotografierens eintauchen.

Nachdem du genügend Erfahrung gesammelt hast, kannst du mit den vielfältigen Modellen ein gutes Set zusammenstellen. So bist du für jede Art der Fotografie gewappnet. Nun wird es Zeit das gelernte wissen umzusetzen und loszufotografieren.

Bildquelle: Luchschen / 123rf

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