Willkommen bei unserem großen ND-Filter Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten ND-Filter. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten ND-Filter zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen ND-Filter kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Durch die Nutzung eines ND-Filters kannst du die Belichtungszeit deiner Kamera verlängern. Dadurch sind dann auch Langzeitbelichtungen bei Tageslicht möglich, ohne dass das Foto überbelichtet wird.
  • Es gibt Neutraldichtefilter in unterschiedlichen Stärken. Hierbei kommt es darauf an, wie lange du belichten möchtest.
  • Graufilter werden häufig in der Landschaftsfotografie eingesetzt. Durch sie kannst du beispielsweise Wasserfälle mit einem Fließeffekt darstellen.

ND-Filter Test: Das Ranking

Platz 1: Lee Filters Big Stopper ND-Filter

Platz 2: Hoya ND 4 Pro1 Digital Filter 55mm

Platz 3: Manfrotto ND-Filter 58 mm

Platz 4: Manfrotto ND-Filter 77 mm

Platz 5: Hoya ND 4 Pro1 Digital Filter 72mm

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen ND-Filter kaufst

Was ist ein ND-Filter und warum nennt man ihn auch Graufilter?

Bevor wir dazu kommen, wofür du einen ND-Filter verwenden kannst und was du vor einem Kauf beachten solltest, wollen wir dir kurz erklären, was ein ND-Filter überhaupt ist.

Die Abkürzung ND-Filter steht für Neutraldichtefilter beziehungsweise Neutral Density Filter im Englischen. Der Filter wird auf das Objektiv einer Kamera aufgesetzt, um das einfallende Licht zu verringern. Im Prinzip ist es vergleichbar mit einer Sonnenbrille für die Kamera.

Der Kamera-Filter heißt Neutraldichtefilter, weil er keinen Einfluss auf die Farbgebung hat. Graufilter heißt er auch, weil er in verschiedenen Grautönen und Intensitäten eingefärbt ist. Ein ND-Filter soll verhindern, dass der Sensor der Kamera durch zu starkes Licht geblendet wird. Dadurch kann man zu helle, überbelichtete Bilder verhindern.

Außerdem kannst du mit einem Graufilter auch bei Sonneneinstrahlung Langzeitbelichtungen durchführen. Der Neutraldichtefilter verlängert die Belichtungszeit mit unveränderter Blende und ISO-Wert, weil er weniger Licht in die Kamera lässt.

Wann verwendet man einen Neutraldichtefilter?

ND-Filter verwendet man häufig in der Landschaftsfotografie, wenn längere Belichtungszeiten gewünscht sind. Landschaften, die sehr detailreich sind, kannst du mit einer Langzeitbelichtung vereinfachen. Damit deine Fotos dann nicht überbelichtet sind, kannst du einen Graufilter einsetzen.

Durch die Langzeitbelichtung kannst du so beispielsweise Seen mit einem glättenden Effekt fotografieren oder du kannst einen Wasserfall mit einem Wisch- und Fließeffekt darstellen. Der Neutraldichtefilter kommt dann in Einsatz, wenn du trotz der gewünschten maximalen Blendenzahl nicht lange genug belichten kannst, ohne dass das Bild zu hell oder gar ausgebrannt ist.

Den ND Filter kannst du außerdem dafür verwenden, wenn du Architektur ohne vorbeilaufende Menschen fotografieren möchtest. Auch hier kannst du länger belichten und durch den Graufilter verhindern, dass das Foto überbelichtet wird. Dadurch tauchen die Menschen nicht auf dem Bild auf und du hast lediglich das Gebäude als Motiv.

Wasserfall

Mit einem ND-Filter kannst du Wasserfälle mit einem tollen Fließeffekt fotografieren. (Foto:
www.headsmartmedia.com / unsplash.com)

Für wen und welche Kameras eignet sich ein Neutral Density Filter?

ND-Filter sind für Anfänger, Fortgeschrittene oder Profi-Fotografen geeignet. Ein Neutraldichtefilter ist für all diejenigen geeignet, die durch Langzeitbelichtung am Tag einen bestimmten Effekt hervorrufen und eine Überbelichtung vermeiden möchten. Grundsätzlich lohnt es sich, wenn du draußen bei gutem Wetter unterwegs bist, einen Neutraldichtefilter dabei zu haben.

Du kannst einen Graufilter auf das Objektiv deiner DSLR-Kamera setzen. Der Filter eignet sich für Kameras, bei denen du die Belichtungszeit und die Blendenzahl manuell einstellen kannst. Auch für Drohnen mit Kameras kannst du ND-Filter nutzen, um keine zu hellen Fotos als Ergebnis zu bekommen. Ebenso gibt es Neutral Density Filter auch für Action-Kameras wie beispielsweise die GoPro Hero. Und auch für Filmkameras werden Graufilter eingesetzt.

Welche verschiedenen Stufen gibt es bei einem ND-Filter?

Bei Graufiltern gibt es verschiedene Stufen, die sich in ihrer Intensität unterscheiden. Je nachdem wie sehr du eine Verdunklung benötigst, kannst du dir Filter mit unterschiedlicher Stärke kaufen. Hierbei wird zum einen in Blende gerechnet und zum anderen, um wie viel sich die Belichtungszeit verlängert.

Dichte Blenden Faktor Verlängerung Belichtungszeit
NDx 0.3 1 Blende ND2
NDx 0.6 2 Blenden ND4
NDx 0.9 3 Blenden ND8
NDx 1.8 6 Blenden ND64
NDx 3.0 10 Blenden ND1000

Hierbei handelt es sich lediglich um eine Beispiel-Auflistung. Es gibt auch noch weitere Abstufungen.

Mit einem 0.3 Filter kannst du die Belichtungszeit um den Faktor 2 erhöhen. Die Belichtungszeit wird also verdoppelt. Mit einem Neutraldichtefilter ND 0.6 verdunkelt sich das Foto um 2 Blenden, demnach kannst du viermal so lange belichten. Du kannst dir die Graufilter in den verschiedenen Abstufungen kaufen oder aber einen variablen Filter kaufen, der sich verstellen lässt.

Wie berechnet man die Belichtungszeit mit Neutral Density Filtern?

Ist auf dem Filter der ND-Wert zum Beispiel als ND2 angegeben, kannst du einfach so rechnen, dass die Belichtungszeit sich verdoppelt. Bei einem ND1000 ist also die Belichtungszeit 1000 mal so lange wie ohne Graufilter.

Ist der Wert auf dem Filter allerdings als NDx-Wert angegeben, wie zum Beispiel NDx 3.0, so handelt es sich hier um eine logarithmische Angabe. Hier wird der Verlängerungsfaktor aus 10 hoch 3.0 berechnet. Daraus ergibt sich 10 x 10 x 10 = 1000. Die Belichtungszeit verlängert sich demnach um den Faktor 1000, das heißt, du kannst 1000 mal so lange belichten wie ohne den ND-Filter.

Welchen ND-Filter benutzt man wofür?

Für die Landschaftsfotografie eignen sich als Allrounder ein ND 1.8 (= ND64) und ein ND 3.0 (= ND1000) Filter.

Der ND 1.8 unterstützt dich beim Fotografieren mit relativ kleiner Blende. Wenn du also bei ISO 100 und Blende 8 eine Belichtungszeit zwischen 0.05 und 0.25 Sekunden erhältst, kann der Graufilter die Belichtungszeit verlängern.

Den ND 3.0 kannst du vor allem bei sehr hellem Tageslicht verwenden, wenn du eine nicht ganz geschlossene Blende verwenden möchtest. Denn hierdurch ergeben sich noch kürzere Belichtungszeiten. Wenn du aber zum Beispiel einen Wasserfall fließend darstellen möchtest, hilft dir hier nur noch der ND-Filter.

Pauschal kannst du stets danach gehen, welche Belichtungszeit du anstrebst und wie die Lichtverhältnisse sind. Je nachdem kannst du dir dann überlegen, welche Stärke sich am besten für dein Vorhaben eignet.

Worin liegen die Vorteile und die Nachteile eines Graufilters?

Vorteile
  • Langzeitbelichtungen am Tag
  • Fließeffekt darstellen
  • Künstlerische Effekte bei Fotos
Nachteile
  • Teilweise komplizierte Berechnung
  • Farbstiche möglich
  • Nachbearbeitung häufig nötig

Wie fotografiert man am besten mit einem Neutraldichtefilter?

Graufilter setzt du am besten bei schwachem bis starkem oder sehr starkem Tageslicht oder Kunstlicht ein. Bei Nachtaufnahmen hat der Filter so gut wie keine Wirkung, lediglich bei Dämmerung beziehungsweise der blauen Stunde sind noch Veränderungen ersichtlich.

Bei Dunkelheit und schwachem Licht sind außerdem Langzeitbelichtungen ohnehin möglich. Bei Langzeitbelichtungen generell solltest du ein Stativ verwenden, das gilt auch bei der Fotografie mit ND Filter.

Tipps zum Fotografieren mit Neutral Density Filter:

  1. Suche dir ein Motiv aus und fokussiere dieses ohne Graufilter mit dem AF deiner Kamera.
  2. Merke dir die ermittelte Belichtungszeit oder schreibe sie auf.
  3. Schalte den Autofokus deiner Kamera aus.
  4. Setze den ND-Filter auf dein Objektiv.
  5. Stelle die Selbstauslösefunktion der Kamera ein, dadurch verhinderst du, dass dein Bild verwackelt.
  6. Berechne die verlängerte Belichtungszeit mit dem Neutraldichtefilter.
  7. Drücke den Auslöseknopf.
  8. Freue dich über eine gelungene Langzeitaufnahme.

Worauf solltest du beim Kauf eines ND-Filters achten?

Beim Kauf eines ND-Filters solltest du auf die Qualität achten. Häufig gilt in der Fotografie: Wer billig kauft, kauft zweimal. Achte deshalb, dass dein Graufilter eine gute Qualität hat, sodass du Doppelkäufe vermeiden kannst und nicht unnötig Geld ausgibst.

Grundsätzlich musst du darauf achten, dass der Neutral Density Filter auf dein Objektiv passt, das heißt er sollte den gleichen Umfang wie dein Objektiv haben. Damit du nicht mehrere Filter kaufen musst, gibt es einen Trick.

Es gibt sogenannte Step-Down-Ringe, bei denen es sich um Objektiv-Adapter handelt. Am besten kaufst du einen Filter, der auf dein größtes Objektiv passt. Mit einem Step-Down-Ring-Set kannst du dann den Filter auch auf deinen kleineren Objektiven anwenden.

Achte darauf, dass der ND-Filter den gleichen Umfang wie dein Objektiv hat.

Was kosten Neutraldichtefilter?

ND Filter gibt es einem breiten Preisspektrum. Die günstigsten fangen bei etwa 30 Euro und gehen bis zu 140 Euro. Hierbei variiert der Preis von Hersteller zu Hersteller. Grundsätzlich kommt es hier auf die Qualität des Filters und die Qualität des Ergebnisses an.

Hier möchten wir dich aber nochmal auf den Produktbereich verweisen. Hier findest du eine Auflistung verschiedener Hersteller und Produkte zu verschiedenen Preisen.

Wo kann man Neutraldichtefilter kaufen?

Graufilter kannst du bei deinem Kamerahändler des Vertrauens kaufen. Bei folgenden Anbietern findest du aber ebenso eine Auswahl an ND-Filtern:

  • Amazon
  • Ebay
  • Euronics
  • Media Markt
  • Saturn

Entscheidung: Welche Arten von Neutraldichtefiltern gibt es und welche ist die richtige für dich?

Graufilter haben viele Vorteile, wenn es darum geht, tagsüber Fotoaufnahmen mit Langzeitbelichtung zu machen. Grundsätzlich musst du dich zwischen folgenden Filterarten entscheiden:

  • Variable Filter
  • Filter mit festem Verlängerungsfaktor
  • Schraubfilter
  • Steckfilter

Jeder der genannten Typen von Neutral Density Filtern hat seine Vor- und Nachteile. Wofür du dich letztendlich entscheidest, hängt von deinen Ansprüchen und deiner Präferenz ab. Diese Sektion soll dir dabei helfen, dich für eine Art zu entscheiden. Deshalb zeigen wir dir im Folgenden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Filtertypen auf.

Was sind die Vorteile und Nachteile von variablen ND-Filtern?

Bei variablen ND-Filtern handelt es sich um Filter, bei denen du den Verlängerungsfaktor verstellen kannst. Hierbei kannst du je nach Situation und Lichtverhältnissen den Graufilter verwenden, der den passenden Verlängerungsfaktor hat.

Vorteile
  • Ein Filter für mehrere Situationen
  • Platzsparend
  • Nur eine Investition nötig
Nachteile
  • Fotos häufig verwackelt
  • Belichtungszeit lässt sich schwerer berechnen
  • Häufig starke Farbverschiebungen

Durch einen variablen kannst du in deiner Fototasche auf jeden Fall Platz sparen, da du nur den einen Filter mitnehmen musst, den du für verschiedene Lichtverhältnisse einsetzen kannst. Außerdem musst du nur einmal Geld dafür ausgeben und nicht für mehrere Verlängerungsfaktoren einzelne Filter kaufen. Allerdings ist der Preis des Vario-Filters auch höher als der Preis für einen Neutraldichtefilter mit festem Verlängerungsfaktor.

Das Problem bei variablen Graufiltern ist, dass du die Belichtungszeit viel schwieriger berechnen kannst, weil du nie genau weißt, wie viel Belichtungszeit beziehungsweise Blendenzahl du tatsächlich dazu gewonnen hast. Außerdem können verwackelte Fotos oft als Ergebnis entstehen und es kommt häufiger zu Farbverschiebungen, die im Nachhinein bearbeitet werden müssen.

Was sind die Vorteile und Nachteile von Graufiltern mit festem Verlängerungsfaktor?

ND-Filter mit einem festen Verlängerungsfaktor können nicht verstellt werden und verlängern die Belichtungszeit stets um den gleichen Faktor. Also ein ND4-Filter verlängert die Belichtungszeit um den Faktor 4.

Vorteile
  • Bessere Qualität der Fotos
  • Seltenere Farbverschiebungen
  • Günstigere Varianten
Nachteile
  • Mehrere Filter nötig bei verschiedenen Lichtverhältnissen
  • Entscheidung für einen Filter schwierig

Neutral Density Filter mit fester Verlängerungszeit haben den Vorteil, dass deine Fotos meist eine bessere Qualität aufweisen als bei Vario-Filtern. Außerdem kommt es seltener zu Farbverschiebungen, sodass nur noch eine geringe Nachbearbeitung nötig ist. Nicht-variable ND-Filter gibt es schon zu günstigen Preisen.

Allerdings musst du bedenken, dass du möglicherweise mehrere Filter kaufen musst, wenn die Lichtverhältnisse unterschiedlich sind. Und wenn du zunächst nur einen Filter kaufen möchtest, kann diese Entscheidung schwierig werden.

Was sind die Vorteile und Nachteile von Schraubfiltern?

Schraubfilter werden vorne auf das Objektiv geschraubt und decken die Linse komplett ab. Schraubfilter sind grundsätzlich günstiger als Steckfilter.

Vorteile
  • Günstige Alternative
  • Keine Lichteinflüsse von der Seite
  • Mehrere Filter können kombiniert werden
Nachteile
  • Mühsames Wechseln
  • Aufnahmebedingungen sollten relativ konstant sein
  • An Filterdurchmesser gebunden

Ein Schraubfilter ist ein guter Einstieg in die Fotografie mit ND-Filtern, da sie die deutlich günstigere Variante sind. Außerdem kann kein Licht von den Seite her eindringen und mehrere Filter können kombiniert werden.

Wenn du allerdings die Möglichkeit haben möchtest, die Filter möglichst flexibel wechseln zu können, sind Schraubfilter eher störend. Darüber hinaus sollten die Aufnahmebedingungen relativ konstant sein und du bist an den Filterdurchmesser gebunden, wenn du keine Step-Down-Ringe besitzt.

Was sind die Vorteile und Nachteile von Steckfiltern?

Steckfilter werden mit einer Steckhalterung an deinem Objektiv angebracht. Sie eignen sich besonders, wenn du deine Filterstärke flexibel ändern möchtest.

Vorteile
  • Flexiblere Größen verfügbar
  • Meist bessere Qualität
  • Schnelles Wechseln möglich
Nachteile
  • Licht kann in den Seiten eindringen
  • Höhere Preise
  • Mehr zusätzliches Gepäck

Bei einem Steckfilter bist du mit den Größen flexibler und erzielst meistens eine bessere Qualität deiner Fotos. Bei der Landschaftsfotografie beispielsweise kannst du schneller die Stärke deines ND-Filters wechseln als bei einem Schraubfilter.

Allerdings sind die Preise bei Steckfiltern meist höher als bei Schraubfiltern und es kann dazu kommen, dass Licht von den Seiten eindringt und dadurch Lichtflecke oder kontrastarme Stellen auf dem Foto sichtbar werden. Außerdem musst du etwas mehr zusätzliches Equipment in deine Fotoausrüstung packen.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Graufilter vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, wie du ND-Filter am besten vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, welcher Filter für dich am besten geeignet ist.

Zusammengefasst handelt es sich um die folgenden Faktoren:

  • Filterdurchmesser & Fassungsmaterial
  • Höhe des Filters
  • Qualität der Fotos
  • Farbstiche
  • Optische Qualität und Vergütung
  • Haptik
  • Budget & Anspruch
  • Herstellungsort
  • Beabsichtigtes Foto-Motiv

In den folgenden Absätzen erklären wir dir kurz, worum es sich bei den verschiedenen Kaufkriterien handelt und wie du diese einordnen kannst.

Filterdurchmesser & Fassungsmaterial

Der Filterdurchmesser ist für dich besonders wichtig, da du mit Sicherheit möchtest, dass dein Filter auch auf dein Objektiv passt.

Schau aus diesem Grund, bevor du einen ND-Filter kaufst, auf dein Objektiv und notiere dir, welchen Durchmesser es hat. Graufilter werden in verschiedenen Durchmessern produziert, weshalb du nun schauen solltest, dass der Durchmesser deines Objektivs identisch ist mit dem des Neutraldichtefilters.

Möchtest du einen Filter für mehrere Objektive benutzen, solltest du dir Step-Down-Ringe kaufen, die eine günstigere Alternative dazu darstellen, Filter in verschiedenen Durchmessergrößen zu kaufen.

Neutral Density Filter werden außerdem aus verschiedenem Fassungsmaterial hergestellt. Klassisch sind die Filter aus Messing gefertigt. Diese sind besonders formstabil und die Filtergläser werden spannungsfrei eingesetzt. Der Vorteil hierbei liegt darin, dass Messingfassungen das Filtergewinde deines Objektivs nicht beschädigen, falls du den Filter mal schräg aufsetzen solltest.

Neben Messing gibt es auch Fassungsmaterial aus Alu. Die Filter sind um einiges leichter, allerdings leidet hier die Qualität, was sich auch im Preis zeigt. Die Alu-Filter sind günstiger als die aus Messing.

Höhe des Filters

Neutraldichtefilter werden in verschiedenen Höhen produziert. Es gibt besonders niedrige und höhere ND-Filter. Die sogenannten Slim-Filter eignen sich besonders für Weitwinkelobjektive, da durch sie die Ecken nicht rund oder gar schwarz werden.

Slim-Filter sind deutlich teurer als Filter mit einer normalen Höhe. Falls du allerdings noch nicht genau weißt, für welche Objektive du langfristig einen ND-Filter einsetzen möchtest, lohnt es sich auf einen Slim-Filter zurückzugreifen.

Für normale Brennweiten kannst du auch normale und dicken Fassungen problemlos einsetzen. Diese können auch günstiger produziert werden, wodurch du definitiv Geld einsparen kannst.

Qualität der Fotos

Ein Aspekt, der für dich sicherlich durchaus wichtig ist, ist die Qualität der Fotos, die du mit dem ND-Filter machst. Dabei gibt es durchaus Unterschiede. Grundsätzlich gilt, wenn du dir einen Neutraldichtefilter mit hoher Qualität kaufst, sollten auch deine Bilder eine hohe Qualität haben.

So kann es beispielsweise bei manchen Filtern dazu kommen, dass die Fotos unscharf werden oder Farbverschiebungen auftreten. Wenn du eine aufwändige Nachbearbeitung größtenteils vermeiden möchtest, entscheide dich lieber für einen teureren, qualitativ hochwertigen Graufilter.

Farbstiche

Bei manchen Filtern kann es vorkommen, dass sie deinen Bildern einen Farbstich verpassen. Je nach Filter kann es passieren, dass deine Fotos dann entweder einen Blau- oder Rotstich haben. Meist können diese durch Nachbearbeitung wegretuschiert werden.

Allerdings gibt es auch Filter, die farbneutral sind und demnach auch dein Bild farbgetreu wird. Diese ND Filter kosten meist etwas mehr und sind qualitativ hochwertiger. Auch hier gilt, wenn du das Budget hast und du langwierige Nachbearbeitung größtenteils vermeiden möchtest, wähle einen teureren Filter, der farbneutral ist.

Optische Qualität und Vergütung

Eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl deines Graufilters ist die optische Qualität und die Vergütung. Diese Faktoren kannst du mit denen einer guten Brille vergleichen. Durch hochwertiges Glas siehst du besser und eine hochwertige Entspiegelung (bei der Kamera ist es die Vergütung) machen das Sehen leichter.

Gutes Glas in der Herstellung kostet gerne etwas mehr. Wird allerdings billiges Glas verwendet, kann es so wirken, als würdest du durch eine verschmutzte Brille schauen. Achte also bei deiner Auswahl darauf, einen ND-Filter mit gutem Glas auszuwählen. Der Filter ist zwar dann etwas teurer, aber dafür haben deine Fotos eine gute Qualität.

Auch die Vergütung ist ein sehr wichtiger Aspekt. Durch eine gute Vergütung können lästige Spiegelungen vermieden werden und teilweise schützen die Beschichtungen sogar vor Schmutz und Kratzern. Eine gute Vergütung sorgt somit für klare und kontrastreiche Fotos.

Haptik

Auch die Haptik könnte für dich ein Aspekt sein, der relevant ist, wenn du dich für einen ND-Filter entscheiden musst. Slim-Filter sind leicht und dünn und lassen sich demnach gut verstauen. Das gilt vor allem auch für Schraubfilter. Steckfilter nehmen mehr Platz in der Fototasche weg.

Graufilter aus Messing sind zwar etwas schwerer als die aus Alu, allerdings sind die aus Messing formstabil und halten besser.

Budget & Anspruch

Neben Aspekten, die sich direkt auf den ND-Filter beziehen, kannst du deine Entscheidung auch an deinem Budget festmachen. Je nachdem wie viel Geld du ausgeben möchtest und wie professionell deine Fotos werden sollen, gibt es unterschiedliche Filter. Die Profi-Filter, die am teuersten sind, brauchst du beispielsweise nicht unbedingt, wenn du ein Hobbyfotograf bist und die Fotografie aus Spaß betreibst.

Möchtest du allerdings mit deinen Bildern erfolgreich werden, so lohnt es sich, etwas mehr für einen ND-Filter zu investieren. Das musst du allerdings am besten für dich selbst entscheiden.

Beabsichtigtes Foto-Motiv

Je nachdem, was du als Motiv ausgewählt hast, musst du entscheiden, welchen Filter du am besten kaufst. Wenn du gerne Landschaften fotografierst, könnte sich ein Steckfilter eher lohnen, da du mit diesem flexibler bist und ihn schneller wechseln kannst. Hier könntest du auch in Erwägung ziehen, einen variablen ND-Filter zu kaufen, um mehrere Stärken zur Verfügung zu haben.

Möchtest du allerdings dort fotografieren, wo konstante Bedingungen herrschen, wie beispielsweise bei der Portraitfotografie, so kannst du auch einen Schraubfilter nutzen. Und ebenso einen Filter mit fester Verlängerungszeit. Hier musst du allerdings auch stets beachten, wie die Lichtverhältnisse sind und wie sehr du eine Verlängerung der Belichtungszeit benötigst.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema ND Filter

Kann man einen Graufilter auch selbst bauen?

Mit einer Tönungsfolie und Pappe oder aber mit ND-Folien aus der Beleuchtungstechnik kannst du ND Filter auch selbst bauen. Allerdings musst du bedenken, dass die Qualität nicht so gut wird wie bei einem gekauften, professionellen Neutraldichtefilter. Wenn du aber erst mal selbst ausprobieren möchtest, wie ein solcher Filter wirkt, ist es eine günstige Alternative.

Das folgende Video ist ein Beispiel, wie du einen Graufilter selbst bauen kannst:

Gibt es eine solche Funktion auch als App für das Smartphone?

Eine solche Funktion für die Smartphone-Kamera gibt es leider nicht, da auf dem Smartphone die Belichtungszeit und Blende nicht manuell eingestellt werden kann. Allerdings gibt es hilfreiche Apps für Smartphones, um die Belichtungszeit mit einem ND-Filter zu berechnen.

Hierbei gibst du einfach die Verschlusszeit ohne den Neutral Density Filter ein und ebenso die Stärke des ND-Filters. Die App berechnet dir dann die korrekte Belichtungszeit.

Für Android gibt es beispielsweise die App ND-Calc und für IOS gibt es zum Beispiel die App Long Exposure Calculator.

Welche Alternativen gibt es für ND-Filter?

Ein ND-Filter ist mittlerweile einer der einzigen Filter, deren Effekt nicht durch ein digitales Programm künstlich erstellt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine wirklichen Alternativen für einen Neutraldichtefilter. Wer Fotos bei Tageslicht mit Langzeitbelichtung machen möchte und dabei Überbelichtung vermeiden oder Fließeffekte erschaffen möchte, kommt an einem Graufilter nicht vorbei.

Kann man ND Filter mit anderen Kamera-Filtern kombinieren?

Da der Neutraldichtefilter sich, wie der Name es schon sagt, weitestgehend neutral verhält, kann er problemlos mit anderen Kamerafiltern kombiniert werden. Die häufigste Kombination ist mit Polfiltern oder Verlaufsfiltern.

Allerdings solltest du versuchen, auf „Filterstapel“ zu verzichten und lieber mit den Einstellungen deiner Kamera zu arbeiten. Wenn diese allerdings an ihre Grenzen kommen, eignet sich eine Kombination von verschiedenen Filtern.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] https://www.theschoolofphotography.com/freebies/nd-filters-in-depth-guide-for-beginners


[2] https://www.kainz-pictures.at/2016/01/11/nd-filter-graufilter/

Bildnachweis: Bru-nO / pixabay.com

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