IP Camera
Zuletzt aktualisiert: 17. November 2020

Unsere Vorgehensweise

17Analysierte Produkte

45Stunden investiert

6Studien recherchiert

75Kommentare gesammelt

IP Cameras, oder auch Überwachungskameras, für zu Hause werden immer beliebter. Die Kameras sind so intelligent, dass sie bei Aktivitäten im Sichtfeld sofort eine Warnmeldung an das Handy des Hausbesitzers senden. Sie bieten Schutz für den Indoor und Outdoor Bereich deines Hauses. Mit ihren hochauflösenden Objektiven lassen sich klare und detaillierte Bilder aufzeichnen.

Mit der Vielfalt an IP Cameras auf dem Markt und ihren vielen technischen Details kann die Kaufentscheidung schwierig fallen. Mit unserem großen IP Camera Test 2020 wollen wir dir diese Entscheidung vereinfachen. Daher haben wir dir im folgenden sowohl Vor- als auch Nachteile verschiedener IP Camera Arten zusammengefasst und häufig gestellte Fragen beantwortet.




Das Wichtigste in Kürze

  • IP Cameras senden ihre Videosignale an ein geschlossenes Netzwerk, auf das jeder Berechtigte zugreifen kann. Über eine IP Camera Viewer App am Smartphone oder über den PC können die Aufnahmen angesehen werden.
  • Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Arten von IP Cameras: Bullet, Dome, Turret und Cube. Die Modelle unterscheiden sich insbesondere in ihrer Form und Ausstattung.
  • Bullet und Turret IP Cameras empfehlen sich aufgrund ihrer technischen Ausstattung für den Outdoor Bereich. Dome und Cube IP Cameras sind besonders für den Indoor Bereich relevant.

IP Camera Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Bullet IP Camera

Die IP Kamera von Reolink liefert Video- und Audioaufnahmen in 5 MP Super HD. Sie besitzt ein wasserfestes IP66 Gehäuse und befindet sich in der mittleren Preisklasse. Auch bei Dunkelheit kann die Kamera dank ihrer 18 LED Leuchten und Infrarot-Schaltung problemlos brauchbare Aufnahmen übermitteln.

Wenn du dich besonders bei Nacht um Einbrecher sorgst, ist diese IP Camera von Reolink das Richtige für dich. Du erhältst auf deinem Smartphone eine sofortige Benachrichtung über auffällige Aktivitäten und eine scharfe Aufnahme.

Diese Bullet IP Camera von Reolink ist ideal für den Outdoor Bereich geeignet. Nicht nur tagsüber liefert sie klare und detailierte Aufnahmen, sondern auch bei Nacht.

Die beste Dome IP Camera

Diese IP Dome Camera von YoLuKe ist eine kabellose Überwachungskamera mit PTZ (Pan-Tilt-Zoom) Funktion. Sie verfügt über einen 355° horizontalen und 90° vertikalen Drehwinkel. Die Kamera besitzt außerdem einen Betrachtungswinkel von fast 360°. Weiterhin hat dieses Modell eine Zwei-Weg-Audio-Funktion mit einer Mikrofonreichweite von 5 bis 8 Metern.

Wenn du Geschehnisse um dein Haus herum live streamen möchtest, solltest du dir dieses Modell von YoLuKe zulegen. Mit einem Betrachtungswinkel von fast 360° kannst du deine Umgebung vollständig überblicken. Über das Handy kannst du die Kamerawinkel einstellen und über das Mikrofon wird dir das Sprechen und Hören ermöglicht.

YoLuKe Dome IP Camera ist besonders zu empfehlen, wenn du live sehen willst was in deiner Umgebung gerade passiert.

Die beste Dome IP Camera mit Geräusch- und Bewegungsssensor

Die Dome IP Camera von Nooie verfügt über eine 360° Sicht mit einem 101° horizontalen und  355° vertikalen Drehwinkel. Mit ihrer 360° Tracking Funktion werden Bewegungen erkannt, verfolgt und automatisch aufgenommen. Neben dem Bewegungssensor erkennt die Dome IP Camera Geräusche und kann sie über die Zwei-Weg-Audio-Funktion wiedergeben.

In der Küche ein etwas aufwendigeres Gericht zubereiten und das Kind im Zimmer nebenan allein lassen, ist nun kein Problem mehr. Die Kamera verfolgt die Bewegungen deines Kindes automatisch und sendet die Aufnahmen live an die Nooie Cam App. So hast du immer alles im Blick.

Mit ihrer 360° Tracking Funktion bietet diese Dome IP Kamera von Nooie einen klaren Mehrwert und ist als Baby Monitor besonders gut geeignet.

Die beste Turret IP Camera

Diese Reolink Kamera kann zu den Turret IP Cameras gezählt werden. Sie verfügt über eine 5 MP Auflösung, 18 Infrarot LEDs und einer 3D-DNR (multidimensional digital noise reduction) Technologie. Damit können Aktivitäten bei Nacht klar wahrgenommen werden. Die Nachtsichtweite reicht bis zu 30 Metern. Es wird eine schnelle und sichere Signalübertragung zum Router garantiert.

Ist das WLAN Signal in deinem Haus nicht immer das Stärkte, ist die Reolink IP Dome Camera für dein zu Hause genau richtig. Die starke Signalverbindung über ein CAT Kabel und 5MP Auflösung sorgen für detailliere Aufnahmen.

Diese IP Dome Camera von Reolink ist perfekt für deinen Outdoor Bereich. Eine starke Verbindung zum Router und hohe Auflösung sorgen für eine sehr gute Bildqualität.

Die beste Cube IP Camera

Die Cube IP Camera von YI überzeugt mit ihrem schlichten und unauffälligen Design. Durch ihren stabilen Standfuß ist keine aufwendige Montage notwendig. Sie kann je nach Bedarf umplatziert werden. Die Kameraaufnahme kann für Geräusche zwischen 50 und 90 Dezibel aktiviert werden. Außerdem verfügt die Cube IP Camera über eine Zwei-Weg-Audio-Funktion.

Wenn du eine IP Camera als Baby- oder Haustiermonitor verwenden willst, dann ist die Cube IP Camera von YI genau die richtige Entscheidung. Du kannst die Sensibilität des Geräuschsensors über die App so einstellen, dass du nur bei lauten Babyschreien oder Hundebellen benachrichtigst wirst.

Die Cube IP Camera von YI ist besonders gut für den Indoor Bereich des Hauses geeignet. Sie empfiehlst sich als Baby oder Haustiermonitor.

Die beste solarbetriebene Cube IP Camera

Die Cube IP Camera Reolink Argus bietet einen Non-Stop Schutz mit ihrem wiederaufladbaren Akku. Verbunden mit einem Solarpanel lädt sich der Akku wieder von selbst auf. Nicht größer als ein Ei überträgt sie ganz ohne Kabel ihre Daten über WLAN. Aufnahmen können in 1080p Full HD live wiedergegeben und auf deiner 64 GB microSD-Karte gespeichert werden.

Der 24/7 Schutz für Indoor oder Outdoor Bereiche deines Hauses ist nun kein Problem mehr. Mit dem 4 Meter langen Verbindungskabel kannst du die Kamera einfach im Haus und das Solarpanel draußen anbringen.

Die Reolink Argus IP Cube Camera ist in Sachen Solarbetrieb der Vorreiter. Mit dem wiederaufladbaren Akku bietet sie eine umweltfreundliche und geldsparende Alternative.

IP Cameras: Kauf- und Bewertungskriterien

Um einen Fehlkauf einer IP Camera zu vermeiden, ist es vorteilhaft, wenn du dich ein wenig besser mit der technischen Ausstattung auskennst. Folgende Kriterien könnten besonders interessant für dich sein:

Im folgenden Abschnitt erklären wir dir diese Kriterien kurz, um deine Kaufentscheidung zu erleichtern.

Stromversorgung

Natürlich muss die IP Camera mit Strom versorgt werden. Dies kann auf die klassische kabelgebundene Weise durch ein Stromkabel oder auch über PoE (Power over Ethernet) passieren.

Bei einem integriertes PoE Modul versorgt das LAN Kabel die Kamera zusätzlich mit Strom. Ein weiteres Stromkabel wird dann nicht mehr gebraucht.

Eine kabellose Alternative sind IP Cameras mit Akku- oder Batteriebetrieb. Bei einer Akku IP Camera kann die Kamera bei vollgeladenem Akku und stromsparenden Einstellungen mehrere Wochen lang aufnehmen.

Batteriebetriebene IP Cameras laufen meist mit einer 6000 mAh Lithium Batterie. Auch hier kann die Batterie bei stromsparenden Einstellungen über mehrere Wochen halten.

Besonders bei Outdoor IP Cameras wird oft auf eine kabellose IP Camera mit wiederaufladbaren Akku oder Batterien zurückgreifen. Der Akku oder die Batterien werden auf natürlich Weise durch einen Solarpanel aufgeladen. So musst du dir über einen leeren Akku und Aufnahmeunterbrechungen keine Sorgen mehr machen.

Datenübertragung

Eine IP Camera wird meistens über ein Netzwerkkabel oder alternativ über WLAN mit einem Router verbunden. Der Router muss über einen Internetzugang verfügen. Wenn die Netzwerkkamera nicht durch ein PoE unterstützt wird, wird sie zusätzlich über ein Netzwerkteil mit Strom versorgt. E

in schlechtes Signal kann für eine schlechte Bildqualität oder sogar für eine Unterbrechung der Aufnahmen sorgen.

Speicherungsmöglichkeit

Grundsätzlich wird zwischen IP Cameras mit lokaler und digitaler Speicherung unterschieden. Einige IP Cameras verfügen auch über beide Möglichkeiten zur Speicherung.

Bei einer IP Camera mit eingebautem Kartenslot werden die Aufnahmen auf einer SD-Karte (meist micro SD-Karte) lokal gespeichert. Wenn die SD-Karte voll ist, werden die alten Daten automatisch überschrieben.

Bei häufigen Internetstörungen ist eine lokale Speicherung oft besser, da Aufnahmen trotzdem erreichbar bleiben. Außerdem musst du dir über einen möglichen Hacking Versuch weniger Gedanken machen.

Die andere Möglichkeit deine Daten zu speichern, ist über eine Cloud. Einige Hersteller bieten oft eine eigene Cloud zur Speicherung an. Oft können hier zusätzliche Kosten entstehen, wenn ein monatliches Abonnement für die Cloudnutzung verlangt wird.

Bildqualität und Nachtsicht

Eine Überwachungskamera bringt dir keinen Mehrwert, wenn die Aufnahmen unscharf sind. Daher sollte deine IP Camera über eine möglichst hohe Auflösung verfügen. Diese ist üblicherweise bei einer Sensorauflösung von 3840×2160 gegeben.

Die 1080p Full-HD-Auflösung kommt der Eigenschaft von HDTV-fähigen Geräten nahe. Hier wird eine Videoauflösung von 1920×1080 Pixeln bei 20 fps (Frames per Second) verzeichnet.

Für große Grundstücke empfehlen wir eine hohe Nachtsichtreichweite.

Da die meisten Einbrüche bei Nacht vorfallen, verfügen viele Kameras über mehrere Infrarot LEDs für ihren Nachtsichtmodus. Damit werden die Bilder selbst bei schlechten Lichtverhältnissen klar und scharf. Neue Kameras verfügen sogar über eine Farb-Nachtsicht.

Drehwinkel des Objektivs

Um die für dich perfekte Sicht zu erlangen, ist es klar von Vorteil, wenn du deine IP Camera schwenken und neigen kannst. Für einen maximalen Sichtbereich, kommt es auf den Neigung- und Schwenkungswinkel der Kamera an.

IP Cameras erlauben grundsätzlich ein sanftes Schwenken und Neigen um 360° im horizontalen Bereich und um 114° im vertikalen Bereich (für Fotos und Videos).

Bewegungssensor

Nimmt eine IP Camera mit Bewegungssensor eine Bewegung im Aufnahmebereich wahr, versendet sie eine Echtzeit-Benachrichtigung an dein Handy oder dein E-Mail-Postfach.

Die intelligente Bewegungsaufnahme verspricht hier die Aufnahme und Speicherung eines Kurzvideo (10 Sekunden). Somit bist du zu jeder Zeit über die Ereignisse oder mögliche Gefahren informiert.

Lautsprecher und Mikrofon

Wenn du neben dem eigentlichen Sehen auch hören willst, was in deinem Umfeld geschieht, solltest du dir eine IP Camera mit Audio Funktion kaufen. Für eine Zwei-Weg-Audio-Kommunikation ist die IP Camera perfekt. An beiden Enden kann über das dort eingebaute Mikrofon und über das Handymikrofon gesprochen werden.

IP Cameras: Häufig gestellte Fragen und Antworten

Beim Thema IP Camera kommen oft die gleichen Fragen auf, die sich Verbraucher stellen. Im folgenden Absatz haben wir dir die häufigsten Fragen beantwortet. Hierbei handelt es sich um Themen vor und nach dem Kauf einer IP Camera.

Was ist eine IP Camera?

Eine IP Camera-Internet Protocol Camera, ist eine Netzwerkkamera. Diese ist über ein Netzwerk angeschlossen und kommuniziert mit einem Internet Protokoll. In den meisten Fällen wird sie über diese Weise als Überwachungskamera genutzt.

Anders als analoge Überwachungskameras funktioniert eine IP Camera ohne eigene Zentraltechnik und ohne eigenen Überwachungsmonitor. Du kannst einfach mit deinem Smartphone oder Laptop auf die Kamera zugreifen. Der klare Vorteil: Du kannst dir die Aufnahmen von überall ansehen.

IP Cameras mit eingebauten Bewegungs- und Geräuschsensor eignen sich besonders gut als Baby Monitor. (Bildquelle: Marie Despeyroux / unsplash)

Die IP Camera verbindet sich entweder über ein LAN Kabel oder über WLAN mit einem Router und somit mit dem Internet. Im Netzwerk hat jede IP Camera ihre eigene IP-Adresse. Hiermit meldet sich die Kamera an einem festen Port am Router an.

Um das Netzwerk wieder zu verlassen, muss das Signal durch den Router zu einem festen Ausgangsport geleitet werden. Hinter diesem liegt das Internet und dazwischen liegt die Firewall.

Welche Arten von IP Cameras gibt es?

Es gibt eine Auswahl von verschiedenen Überwachungskameras, die sich in Form und Funktionen unterscheiden: Bullet, Dome, Turret und Cube IP Cameras. Damit du dich für die richtige Kamera entscheiden kannst, haben wir hier für dich die wichtigsten Vor- und Nachteile zusammengefasst.

Art Vorteile Nachteile
Bullet Kamera gute Manövrierfähigkeit durch flexiblen Hals, gut sichtbar und abschreckend für Einbrecher, weniger Lichtreflexion, höher verifizierter Vandalismus- und Wetterschutz Platzierung auf relativ kleinen Flächen oder Engpässen, nicht wechselbares Objektiv
Dome IP Camera in verschiedenen Größen erhältlich, schlichtes und unauffälliges Design, Schutz des Objektivs durch Glaskuppel, größere Flächenüberwachung (Parkplätze, Hinterhöfe) schlechte Manövrierfähigkeit durch feste Fixierung, höhere Wahrscheinlichkeit einer Infrarotreflexion, geringere Nachtsichtbildqualität
Turret IP Cameras kompaktes, unauffälliges Design, geringere Wahrscheinlichkeit einer Infrarotreflexion nicht steuerbar, geringer Schutz des Objektivs
Cube IP Kamera einfache und vielseitige Befestigung, keine Montage erforderlich durch Standfuß, kompaktes, unauffälliges Design, vielseitiger Einsatz unstabil bei Nicht-Montage, weniger geeignet für den Outdoor Bereich

Ein Pluspunkt einer IP Bullet Cameras ist der flexible Hals des Gehäuses. Dadurch kann die Kamera leicht nachjustiert werden, um den Überwachungsbereich optimal einzustellen. Durch ihr Design wirken sie abschreckend auf potenzielle Einbrecher. Auch bei dieser Kamera ist das Problem der Lichtreflexion eher gering.

Nachteilig ist jedoch das nicht wechselbare Objektiv, welches im Kameragehäuse fest integriert ist. Aufgrund des hohen Vandalismus- und Wetterschutz wird die IP Bullet Camera gerne für die Überwachung des Outdoor Bereichs verwendet.

IP Dome Cameras sind besonders beleibt, weil sie in passender Farbe mit der Decke verschmelzen. Je nach Modell können IP Dome Cameras ein Sichtfeld von 180 oder 360° überwachen. Durch die Glaskuppel ist das Objektiv optimal vor dem Wetter und Vandalismus geschützt.

Die Glaskuppel kann jedoch dazu führen, dass Infrarotreflexionen entstehen. Dadruch werden Nachtsichtaufnahmen unbrauchbar. Dadruch, dass die Kamera fest an einem Platz fixiert ist, kann der Ausrichtungswinkel nur schlecht nachjustiert werden.

Ein Vorteil einer IP Turret Kamera ist das kompakte und unauffällige Design. Außerdem kann durch die fehlende Glaskuppel das Problem der Infrarotreflexion umgangen werden. Damit empfiehlt sie sich besonders für den Nachteinsatz.

Ohne die Kuppel fällt jedoch gleichzeitig der Schutz des Objektivs weg. Eine Turret Kamera ist nicht steuerbar, womit der Überwachungsbereich manuell festgelegt werden muss.

IP Camera

Besonders Turret IP Cameras können durch mehrere Infrarot LEDs klare Aufnahmen bei Nacht liefern. Neue Kameras verfügen auch über einen Farb-Nachtsichtmodus. (Bildquelle: Sixties Photography / unsplash)

Ein wesentlicher Vorteil einer IP Cube Kamera ist die einfache und vielseitige Platzierung. Sie kann fest montiert werden, aber auch einfach mit ihrem Standfuß aufgestellt werden, beispielsweise im Regal.

Mit ihrem sehr kompakten und unauffälligen Design fällt sie kaum auf. Die IP Cube Camera gibt es in verschiedenen Größen. Wegen ihrer oft kleineren Form wird sie auch als Mini IP Camera bezeichnet.

Was kostet eine IP Camera?

Je nach Ausstattung und Design unterscheiden sich die IP Camera Arten in ihrem Preis. Diese können von 30 Euro bis zu 600 Euro reichen. Da IP Cameras durch die Sicherheit deines überwachten Objekts einen klaren Mehrwert bieten, empfinden wir die Preise für angemessen.

Art Preisspanne
IP Bullet Cameras circa 14 bis 280 Euro
IP Dome Cameras circa 60 bis 600 Euro
IP Turret Cameras circa 50 bis 250 Euro
IP Cube Cameras circa 25 bis 180 Euro

Du kannst bereits eine Bullet IP Camera für 14 Euro erhalten. Kameras in dieser Preisspanne bestehen jedoch meist aus günstigen Material (Kunststoff) und bieten eine niedrige Kameraauflösung. Bullet IP Kameras im höheren Preissegment besitzen oft über eine Farb-Nachtsicht.

Eine Dome IP Camera bekommst du bereits für 60 Euro. Empfohlener Weise sollte sie eher im Indoor Bereich montiert werden. IP Dome Cameras von bis zu 600 Euro kannst du eher für den Outdoor Bereich nutzen. Sie verfügen eine WDR-Technologie, die blendendem Gegenlicht oder einfallenden Tageslicht brauchbar entgegenwirkt.

IP Camera

Besonders Bullet und Turret IP Cameras eignen sich durch ihren Wetter- und Vandalismusschutz für den Outdoor Bereich deines Hauses. (Bildquelle: Marco de Winter / unsplash)

PoE und WLAN Turret IP Cameras sind bereits ab 50 Euro erhältlich. Sie müssen an einer Stromquelle angeschlossen sein und oft muss ein neues Kabel verlegt werden. Eine batteriebetriebene Turret IP Camera bekommst du aufgrund der nicht notwendigen Montage für einen Preis bis 250 Euro.

Eine einzelne IP Cube Camera kann bereits ab 25 € erworben werden. Diese kommt in den meisten Fällen mit einer Cloud, für die eine weitere monatliche Gebühr anfällt. Cube Cameras im höheren Preissegment besitzen oft einen stabileren Fuß und weiteren Sichtwinkel.

Wo kann ich eine IP Camera kaufen?

IP Cameras sind in allen Elektrofachhandeln, Kaufhäusern mit Elektronikabteilung und spezifischen Online-Shops für Überwachungskameras erhältlich.

In den folgenden Online-Shops werden die meisten IP Cameras für den privaten Gebrauch verkauft:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • mediamarkt.de
  • saturn.de
  • germanprotect.com

Alle vorgestellten IP Cameras, kannst du bei mindestens einem dieser Online-Shops erwerben. So kannst du direkt zuschlagen, wenn dir eine der IP Cameras besonders gut gefällt.

Welche Alternativen gibt es zu einer IP Camera?

Der Großteil an Überwachungskameras verarbeitet seine Signale heute per Internet Protocol. Eine altbewährte Alternative ist die analoge Datenübertragung. Auch die bekannten Action-Kameras von GoPro sind eine alternative Möglichkeit zur Überwachung. Im folgenden Abschnitt geben wir dir eine kurze Übersicht über diese Alternativen.

Typ Beschreibung
Analoge Kameras Bei analogen Kameras werden über ein Koaxialkabel Signale analog an ein Endgerät gesendet. Daraufhin wandelt das Endgerät das Signal digital um. Auf diese Weise kann das Signal auf einem Medium abgespeichert und später abgespielt werden
Go Pro Camera Go Pro Camera ist eine kleine, wasserdichte und robuste Videokamera. Sie wird hauptsächlich als Action-Kamera im Sportbereich verwendet. Alle GoPro Geräte (ab dem Jahr 2015) besitzen eine Videostabilisierung und eine Sprachsteuerung. Werden zwei Kameras miteinander verbunden, sind 3D-Aufnahmen möglich

Egal ob IP, Go Pro Camera oder analoge Kamera, jede von Ihnen erfüllt den Zweck der Videoüberwachung. Die anloge Kamera und Go Pro Camera verfügen jedoch nicht über eine Echtzeit-Benachrichtigung bei Auffälligkeiten im Überwachungsbereich. Kommt es tatsächlich zu einem Einbruch, bist du mit der IP Camera besser geschützt.

Wie installiere ich meine IP Camera?

In diesem Abschnitt erklären wir dir wie du deine IP Camera erfolgreich installierst:

  • Anschluss an deinen Router: Zunächst musst du deine IP Camera an einer Stromquelle anschließen. Hierfür musst du einfach den Netzwerkstecker der Kamera einstecken. Bei einer IP Camera mit PoE,  kannst du die Kamera auch über das LAN-Kabel mit Energie versorgen. Jetzt kannst du deine neue Kamera mit deinem Router, z.B. deiner FritzBox, über das LAN-Kabel oder über WLAN verbinden.
  • Verbinden mit dem Heimnetzwerk: Zunächst musst du den beigefügten Link in die Adressleiste deines Internetbrowser eingeben. Siehe hierfür in die Bedienungsanleitung. Nach der Eingabe, folge den Bildschirmanweisungen. An dieser Stelle wirst du aufgefordert das IP Camera Search Tool des Herstellers zu installieren. Lade das Tool für dein entsprechendes Betriebssystem (Windows, Mac, Linux) herunter, um die Kamera im Netzwerk zu finden.
  • Anmeldung mit Username und Passwort: Nachdem du die Kamera gefunden hast, musst du dich mit dem vorgesehen Username und Passwort anmelden. Jetzt kannst du den weiteren Anweisungen folgen, um die Installation vollständig durchzuführen.

Hinweis: Deine IP Camera und dein PC müssen mit dem gleichen Netzwerk verbunden sein.

Wie kann ich über mein Handy auf meine IP Camera zugreifen?

Neben deinem IP Camera Viewer über deinen Internetbrowser, verfügen die meisten Kameras auch über eine App. So kannst du auch auf deinem mobilen Gerät nachsehen, was um oder in deinem Haus passiert. Wie du auf deine IP Camera mit deinem Handy zugreifen kannst, erklären wir im folgenden Abschnitt:

  • Software installieren: Zunächst musst du dein Smartphone mit der IP Camera verbinden. Hier besteht die Möglichkeit einen QR-Code zu scannen, um die Software im entsprechenden App Store zu finden. Alternativ kannst du einfach den Namen der Software im Store eintippen und anschließend installieren. Den IP Camera QR-Code sowie den Namen der App findest du in der Bedienungsanleitung.
  • Registrieren: Um die App auch nutzen zu können, musst du dich zunächst mit deiner E-Mail-Adresse und einem sicheren Passwort registrieren.
  • Gerät hinzufügen: In diesem Schritt musst du deine IP Camera hinzuzufügen. Hierfür verbinde zunächst dein Handy mit dem Netzwerk der IP Camera. Gehe einfach in die WLAN Einstellungen deines Smartphones und verbinde dich hier mit der Kamera. Wenn du jetzt zurück auf die IP Camera App gehst, sollte deine Kamera angezeigt werden. Jetzt musst du lediglich das Passwort deiner IP Camera eingeben. Folge den weiteren Schritten in der App und gib die Unique ID (UID) der IP Camera und das Passwort ein.

Die App sollte sich nun selbst von neu starten und du solltest nun Bild und Audio sehen und hören.

Wie richte ich meine IP  Camera richtig ein?

In diesem Abschnitt helfen wir dir dabei, deine IP Camera Schritt für Schritt richtig einzustellen.

  • Manuelle Ausrichtung der IP Camera: Um die IP Camera ins richtige Licht zu rücken, kannst du zunächst dem Kamerakopf manuell ausrichten. Als Hilfe nimm dir einfach dein Handy mit der bereits installierten App mit. Durch ein wenig Ausprobieren kannst du den richtigen Winkel finden und das beste Sichtfeld finden.
  • Einstellen des Privatsphärebereichs: Bei vielen Kameras kannst du in der eigenen Software einen Privatsphärebereich einstellen. Mit diesem Tool kannst du die Bereiche des Bildes maskieren, die du nicht in deiner Aufnahme einsehen möchtest.
  • Einstellen der Lautstärke des Mikrofons: Nimm dich einfach selbst auf und höre wie laut die Aufnahme ankommt. Reguliere die Intensitäts des Mikrofons in dem Tool, sodass sie sich angenehm anhört.
  • Benachrichtigungen einstellen: Du kannst ebenfalls in der IP Camera Software manuell einstellen, was passieren soll, wenn Aktivitäten in deinem Überwachungsbereich aufgenommen werden. Du kannst beispielsweise eine E-Mail- oder Push-Benachrichtigungen erhalten oder einen Audioalarm einstellen. Außerdem kannst du einstellen wie die IP Camera Aufnahme gespeichert werden soll. Ob in deiner Cloud, auf deiner SD-Karte oder im FTP Server. Das entscheidest du.

Wichtig: Achte darauf, dass nur dein Grundstück im Überwachungsbereich zu sehen ist. Öffentliche Straßen oder benachbarte Grundstücke zu filmen ist in Deutschland verboten.

Meine IP Camera wird im Netzwerk nicht gefunden. Was kann ich tun?

Wenn deine IP Camera nicht im Netzwerk gefunden wird, kann das unterschiedliche Ursachen haben. In diesem Abschnitt stellen wir die mögliche Lösungen des Netzwerksproblems vor:

  • Überprüfen der Stromverbindung: Ein sehr banales Problem, welches aber zu oft vorkommt. Überprüfe nocheinmal ob der Netzstecker sowohl in der Steckdose, als auch in der IP Camera richtig drin steckt. Bei der Stromversorgung über PoE, überprüfe auch hier noch einmal das LAN Kabel.
  • IP- Camera Adresse prüfen: Damit die IP Camera ihre Aufnahmen über das Internet übertragen kann, braucht sie eine eindeutige IP-Adresse. Diese wird vom Router selbst zugewiesen. Jedoch kann es vorkommen, dass zwei Geräte die gleiche IP-Adresse zugewiesen bekommen. Setze dann die IP Camera zurück, um eine neue IP-Adresse zugeteilt zu bekommen.
  • Update der IP Camera Firmware: Überprüfe, ob du die neuste IP Camera Firmware installiert hast. In den neueren Versionen werden gängige Fehler behoben. Auf der Website des Herstellers kannst du das Update finden und herunterladen.
  • Signalstörung: Ein häufiges Problem, wenn die IP Camera im Netzwerk nicht gefunden wird, ist eine Störung in der Signalübertragung zum Router. Wenn du deine Kamera über ein LAN Kabel angeschlossen hast, schaue nach, ob das Kabel nicht vielleicht zu locker im Router oder in der Kamera steckt. Bei einer kabellosen IP Camera ist möglicherweise die Entfernung vom Router bis zur Kamera zu weit, was das WLAN Signal schwächt. Hier überlege noch einmal, ob du die Kamera nicht an einer Position näher am Router aufstellen kannst. Für eine Verbindung zum Router über PoE, solltest du am besten ein Cat 5 oder Cat 6 Ethernet Kabel verwenden, da hier die Netzwerkgeschwindigkeit höher ist.

Wir empfehlen dir direkt bei der Installation deiner IP Camera nach einem Firmware Update zu suchen und dieses herunterzuladen. So bist du direkt auf dem neusten Stand.

Mein Browser zeigt kein Bild meiner IP Camera. Was kann ich tun?

Auf einmal ist kein Bild mehr zu sehen? In vielen Fällen handelt es sich oft um einen simplen Fehler, der leicht behoben werden kann. Im Folgenden erklären wir dir mögliche Fehlerquellen und wie du diese beheben kannst:

  • Installiere einen Flash Plugin: Um das Kamerabild angezeigt zu bekommen, benötigst du einen Adobe Flash Player. Falls du noch keinen auf deinem PC installiert hast, musst du diesen herunterladen. Dieser ist kostenlos und online erhältlich.
  • Prüfung des Netzwerks: Auch bei Bildproblemen könnte eine Störung in der Netzwerkverbindung die Ursache sein. Stelle auch noch einmal sicher, dass dein PC und deine IP Camera mit demselben Netzwerk verbunden sind.
  • Verwendung eines anderen Browsers: Es ist möglich, dass dein genutzer Browser nicht mit deiner IP Camera funktioniert. Wechsle einfach den Browser und schaue, ob hier das Problem liegt.
  • Zurücksetzen der IP Camera: Oft ist es hilfreich die IP Camera Einstellungen auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Bei einigen Kameras findest du eine Reset-Taste, die du einfach drücken kannst. Schaue in deine Bedienungsleitung wie du ein Reset deiner IP Camera durchführst.
  • Informieren dich im Forum: Für weitere mögliche Fehlerquellen und Lösungen schaue einfach mal in ein Forum deines IP Camera Modells. Hier findest du zahlreiche Tipps von andern IP Camera Nutzern. Natürlich kannst du auch selber einen Beitrag erstellen.
  • Kontaktiere den Support: Wenn alle Stricke reißen, zögere nicht dem Support Team des Herstellers eine E-Mail zu schicken und nach Hilfe zu fragen. Um einen langen E-Mailaustausch zu vermeiden, solltest du dein Problem und deine Versuche zur Behebung des Problems detailliert erklären.

Fazit

Mit einer guten IP Camera erhältst du klare Aufnahmen über die Aktivitäten um oder in deinem Haus. Im Gegensatz zu den analogen Überwachungskameras, ist die Beobachtung nicht mehr ortsgebunden. Über deine IP Camera Viewer App kannst du die Geschehnisse über dein Smartphone live streamen. Nachträglich kannst du dir auch gespeicherte Auffälligkeiten von deiner SD-Karte oder Cloud ansehen.

Je nach dem welchen Bereich des Hauses du besonders im Blick haben möchtest, kannst du dich zwischen vier IP Camera Arten entscheiden. Bullet, Dome, Turret und Cube IP Cameras haben alle ihre eignen Vor- und Nachteile. Bullet IP Cameras schrecken Einbrecher ab und sind gut nach justierbar.

Mit einer guten Dome IP Camera erhälst du einen nahezu 360° Blickwinkel und das Objektiv lässt sich mit der App besonders gut steuern. Turret IP Cameras ähneln der Dome IP Camera sehr und sind gut für den Outdoor Bereich geeignet.

Die Cube IP Camera fällt mit ihrem kompakten und schlichten Design im Haus kaum auf und ist perfekt für die Indoor Überwachung. Häufig dient sie als Baby- oder Haustiermonitor.

Bildquelle: Popov / 123rf

Warum kannst du mir vertrauen?