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Zuletzt aktualisiert: 29. Oktober 2020

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Was ist ein Fotograf ohne sein Stativ? In vielen Situationen zumindest ein Fotograf mit unscharfen Aufnahmen. Du möchtest dieses Problem vermeiden und bist auf der Suche nach dem perfekten Fotostativ für deine individuellen Bedürfnisse aber weißt überhaupt nicht, wonach du Ausschau halten sollst? Dann bist du hier genau richtig.

In diesem Artikel möchten wir dir mit unserem Fotostativ Test 2020 erklären, auf was du beim Kauf eines Stativs achten sollten, um deine Kaufentscheidung zu erleichtern. Wir haben Fotostative aus mehreren Kategorien aufgelistet und die gängigsten Arten anhand ihrer Vor- und Nachteile verglichen. Solltest du noch offene Fragen haben, werden wir diese gerne in unserem Ratgeber-Teil beantworten.




Das Wichtigste in Kürze

  • Das Fotostativ hilft dir scharfe und wackelfreie Bilder aufzunehmen, wenn du bei wenig Licht deine Belichtungszeit verlangsamen musst.
  • Grundsätzlich gibt es für jedes Vorhaben das passende Stativ. Die wichtigsten Formen des Fotostativs sind Dreibeinstative, Einbeinstative oder Ministative. Jedes Stativ unterscheidet sich in Gewicht, Material sowie Ausstattung.
  • Dreibeinstative aus Aluminium sind die gängigsten Fotostative, wobei Stative aus Carbon leichter aber teurer sind.

Fotostative Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Fotostative gibt es wie Sand am Meer, von unterschiedlichen Anbietern und Herstellern. Damit dir die Suche leichter fällt, stellen wir dir nun unsere Top-Auswahl an 6 Fotostativen aus verschiedenen Kategorien inklusive Bewertungen und unserer persönlichen Empfehlung vor.

Das beste Fotostativ für Einsteiger

Das AmazonBasics Fotostativ ist ein leichtes Stativ mit integrierter Wasserwaage sowie einem drei-Wege-Schwenkkopf und einer Schnellwechselplatte. Es eignet sich für Kameras für bis zu 3 Kilogramm und ist höhenverstellbar bis 1,52 Meter. Das Stativ-Gestänge ist aus Aluminium gefertigt, Anbauteile wie Verschlüsse, Griffe und der Stativ-Kopf bestehen hingegen aus Kunststoff.

Das Stativ ist für dich geeignet, wenn du gerade mit der Fotografie beginnst oder du dein Stativ nur gelegentlich benötigst und deshalb nicht zu tief in deinen Geldbeutel greifen möchtest. Die mitgelieferte Tasche mit Umhängegurt erleichtert dir den Transport.

Bewertung der Redaktion: Das AmazonBasics Stativ ist leicht, besitzt alle notwendigen Funktionen und ist zudem unschlagbar günstig. Ein perfektes Einsteigermodell.

Das beste Reisestativ aus Aluminium

Das Compact Traveler No.1 Reisestativ von Rollei zeichnet sich durch sein geringes Packmaß und mit einem Gewicht von nur 1170 Gramm aus. Das Fotostativ ist aus Aluminium hergestellt und besitzt einen Panoramakugelkopf sowie eine Arca Swiss kompatible Schnellwechselplatte. Mit einer Tragkraft von 5 Kilogramm ist das Fotostativ auch für DSLR-Kameras geeignet.

Das Rollei Compact Traveler No.1 ist speziell für die Reise- und Outdoor-Fotografie konzipiert. Darüberhinaus ist das Stativ mit einer maximalen Höhe von 134 cm und einer minimalen Höhe von 32 cm für die Landschafts-Fotografie genauso problemlos einsetzbar wie für die Makrofotografie.

Bewertung der Redaktion: Wenn du viel auf Reisen bist und Wert auf ein hochwertiges und leichtes Stativ legst, das in jede Fototasche problemlos passt, solltest du hier zugreifen.

Das beste Reisestativ aus Carbon

Manche Fotografen schwören auf Stative hergestellt aus Carbon. Das K&F Concept B210 Kohlefaser Stativ besteht aus 8 Carbonlagen. Der 360° Kugelkopf in Verbindung mit den Wasserwaagen sorgen immer für eine exakte Ausrichtung des Stativs. Die maximale Tragfähigkeit beträgt hier sogar 8 Kilogramm, was kein Problem für schwerere Kameras darstellt. Das Stativ hat ein Packmaß von 36 cm und wiegt 1 Kilogramm.

Dieses Reisestativ ist ein echter Alleskönner und verwandelt sich je nach Bedarf in ein Dreibein-Stativ,  einen Monopod, ein Mini-Stativ sowie ein Makro-Stativ. Das Stativ eignet sich für deine Reisen jeglicher Art und passt sich deinen Bedürfnissen perfekt an.

Bewertung der Redaktion: Für alle Fotografen mit Wanderlust ist dieses Leichtgewicht dank Carbon eine Investition wert.

Das beste Ministativ / Gorillapod

Festhalten. Umklammern. Hinstellen. Das JOBY JB01507-BWW GorillaPod Stativ sorgt mit seinen gummierten Ringen, Fußgriffen und biegsamen Beinen für mehr Stabilität in schwierigem Gelände. Das Ministativ hat eine maximale Höhe von 30 cm und trägt Kameras mit einem Gewicht von bis zu 3 Kilogramm. Eine komfortable Ausrichtung und Bedienung wird durch den präzisionsgefertigten Kugelkopf mit Schnellwechselvorrichtung und einer integrierten Wasserwaage erzielt.

Mit unabhängiger 360-Grad-Schwenk- und 90-Grad-Neigefunktion ist es außerdem hervorragend für Fotos, Videos, Video-Blogging oder Live-Streaming Aufnahmen geeignet. Durch die flexiblen Beine ermöglicht dir das Ministativ eine Befestigung an unebenen Stellen wie beispielsweise einem Baumast oder einen Zaun.

Bewertung der Redaktion: Wenn du gerne Vloggst oder Fotos aus allen erdenklichen Perspektiven schießen möchtest, solltest du diesem Ministativ eine Chance geben.

Das beste Fotostativ für dein Smartphone

Ein Stativ mit Selbstauslöser Funktion. Das kann das Handystativ von Aokiper. Das Stativ ist aus feinster Aluminiumlegierung hergestellt und mit nur 420 Gramm super leicht zu transportieren. Mit einer minimalen Höhe von 32 cm und einer maximalen von 102 cm gelingen Fotos horizontal sowie vertikal aus jedem Winkel. Ein Highlight ist die Bluetooth Wireless Remote Funktion, welche erlaubt, Fotos aus der Ferne auszulösen.

Dieses Handystativ ist super preiswert und eignet sich hervorragend für alle, die Aufnahmen mit dem Handy statt der Kamera bevorzugen, da man diese nicht immer dabei hat. Das Smartphone hingegen schon. Falls du deine Kamera allerdings doch benutzen möchtest, ist das mit diesem Fotostativ auch kein Problem. Es sollte aber eine kleine Kamera sein, große DSLR’s sind für dieses Stativ nicht gemacht.

Bewertung der Redaktion: Das Aokiper Handystativ überzeugt mit seiner Selbstauslöser Funktion und ist zudem federleicht. Wenn du hin und wieder verzweifelst, weil du dein Smartphone nicht richtig platzieren kannst oder du dir mehr Stabilität wünschst, solltest du zu diesem Stativ greifen.

Das beste Einbeinstativ

Ein weiteres AmazonBasics Produkt. Der Amazon Basics 67-Inch Monopod, hergestellt aus Aluminium, ist mit einem Gewicht von 454 Gramm super leicht und ermöglicht eine Stabilisierung von Kameras von bis zu 3 Kilogramm. Das Einbeinstativ lässt sich auf eine Länge von bis zu 170 cm ausziehen und sorgt durch den integrierten Polstergriff sowie der verstellbaren Trageschlaufe für einen komfortablen Halt.

Dieser Monopod ist vor allem für das Filmen allgemein sowie das Aufnehmen von Bildern in der Sportfotografie geeignet. Das Einbeinstativ unterstützt dich also, wenn bei deinen Aufnahmen viel Bewegung mit im Spiel ist wie zum Beispiel bei Mitziehern.

Bewertung der Redaktion: Wenn du großen Wert auf wackelfreie Videos sowie makellose Aufnahmen in denen du viel mit Bewegung zu tun hast, legst, ist dieses Einbeinstativ ein Muss in deiner Fotoausrüstung.

Fotostativ: Kauf- und Bewertungskriterien

Im nächsten Abschnitt erklären wir dir, worauf du beim Kauf achten solltest, damit du das für dich perfekte Stativ findest. Du wirst merken, dass es kein richtig oder falsch gibt. Jedes Kriterium entspricht individuellen  Wünschen, Anforderungen und Bedürfnissen. Dabei zählt, was dir wichtig ist und für welche Zwecke dein Stativ zum Einsatz kommt. Daher ist zum Beispiel ein leichtes Stativ nicht zwangsläufig schlechter, sondern erleichtert Reisenden das Leben. Sie haben viel weniger, und vor allem, leichteres Gepäck dabei. Die wichtigsten Kriterien umfassen:

Damit du beim Kauf weißt, worauf es für dich ankommt, erklären wir dir die Kriterien jetzt im Detail.

Gewicht

Starten wir mit dem Gewicht. Das Gewicht ist mit das wichtigste Kriterium, über das man sich zunächst Gedanken machen muss. Du solltest dir die Fragen stellen, wann du dein Fotostativ benutzen möchtest. Bist du viel unterwegs, auf Reisen? Oder kommt es vorwiegend Zuhause zum Einsatz, vielleicht sogar in deinem eigenen Fotostudio.

Wenn du diese Frage für dich beantwortet hast, liegt es wahrscheinlich schon auf der Hand.

Ein leichtes Stativ für die Reiselustigen unter uns und ein schweres Stativ für den Gebrauch vor Ort.

Falls du zu den gehörst, die viel unterwegs sind, weißt du, dass zusätzliches Gepäck am liebsten vermieden wird. Aus diesem einfachen Grund greifen Reisefotografen immer häufiger zu leichten Stativen.

Durch das geringe Gewicht kann es sein, dass die Stabilität ein wenig darunter leidet. Dennoch überwiegt oft die Freude an einem rückenschonenden Gepäckstück.

Wenn du dein Stativ jedoch eher an denselben Orten benutzt und dir das Gewicht deshalb egal ist, kannst du dir natürlich auch ein schweres Stativ zulegen. Vorteil hier: Das Fotostativ punktet mit Stabilität.

Ein leichtes Stativ wiegt 200-400 Gramm, ein schweres hingegen kann schonmal bis zu 5 Kilogramm auf die Waage bringen. Wenn du dich nicht entscheiden kannst, empfehlen wir dir mit einem Durchschnittsgewicht von 1,4 – 2,7 Kilogramm zu starten. Damit bist du was Stabilität und Gewicht betrifft trotzdem gut dabei. Du wirst aber mit der Zeit merken, was besser für dich passt.

Größe / Höhe

Weiter geht’s mit der Größe bzw. der Höhe des Fotostativs. Wie hoch sollte dein Stativ sein? In der Regel sagt man, dass du ohne ausgezogene Mittelsäule problemlos durch den Sucher schauen kannst. Es ist unschön, wenn der Rücken nach einer Zeit wehtut, weil man sich so verbiegen muss. Fotografie soll natürlich Spaß machen.

Daher gilt: Ziehe von deiner Körpergröße 10-15 cm ab. Wenn du beispielsweise 170 cm groß bist, ist das perfekte Stativ 145 cm hoch. Ideal ist es auch, das Stativ vorher auszuprobieren und zu schauen, ob die Größe passt.

Wie bei dem Gewicht spielen auch bei der Höhe des Stativs die persönlichen Anforderungen eine Rolle. Grundsätzlich kann dein Fotostativ niemals zu hoch sein. Für bestimmte Situationen wird eine gewisse Höhe benötigt, beispielsweise wenn du über ein Geländer fotografieren möchtest. Bei der Makrofotografie wird oft eine niedrige Einstellung bevorzugt. Das Gute ist, dass du jedes Stativ mithilfe der Klemmbeine und der Mittelsäule an eine bestimmte Höhe anpassen kannst.

Beachte allerdings, dass hier die Stabilität wieder mit ins Spiel kommt. Die Klemmbeine unterstützen und stabilisieren sich gegenseitig, jedoch wird es beim Ausfahren der Mittelsäule kritisch. Die Kamera wird nur durch diese eine Säule gestützt. Bei Wind oder beim Auslösen der Kamera kann diese Konstruktion schnell anfangen zu wackeln.

Deshalb: Fahre zuerst die Klemmbeine aus und kümmere dich erst dann um die Mittelsäule. Fahre die Mittelsäule, wenn es nicht unbedingt nötig ist, nie bis zum Anschlag aus. Somit vermeidest du ein Verwackeln deiner Bilder.

Tragfähigkeit

Widmen wir uns nun der Tragfähigkeit deines Fotostativs. Alle Stative haben eine maximale Tragfähigkeit. Diese solltest du mit deinem Fotoequipment keinesfalls überschreiten. Wenn du diesen Wert nicht einhältst, kann sich dein Bildausschnitt während der Belichtungszeit nach unten absenken. Das Ergebnis: Dein Bild ist verwackelt. Außerdem könnte es sein, dass das Fotostativ beschädigt wird, wenn du es zu stark belastest.

Ein weiterer Aspekt, der zu der Tragfähigkeit zählt, ist die Auswahl der Objektive. Als Faustregel solltest du dir Folgendes merken:

Teleobjektive benötigen ein stabileres Stativ als Weitwinkelobjektive.

Teleobjektive sind sehr schwer und haben eine lange Brennweite. Deshalb brauchen sie ein Stativ mit einer höheren Tragfähigkeit und Stabilität. Kleine Stupser am Objektiv oder eine Windböe können hier ebenfalls dein Bild verwackeln. Für Teleobjektive gibt es spezielle Fotostative.

Wenn du allerdings mit einem normalen oder Weitwinkelobjektiv arbeitest, kannst du die herkömmlichen Stative benutzen. Jedoch muss deine Kamera hier trotzdem ein gewisses Gewicht haben, da sie sonst zu leicht ist und daher nur wenig Stabilität gegeben ist.

Verarbeitung und Material

Als Nächstes schauen wir uns an, welche Rolle die Verarbeitung und das Material für dich beim Kauf spielt. Fotostative werden aus drei verschiedenen Materialien hergestellt: Aluminium, Carbon sowie Holz. Man verwendet unterschiedliche Materialien, da jedes einen anderen Zweck erfüllt. Grundsätzlich unterscheiden sich die Materialien in dem Schwingungsverhalten sowie dem Gewicht.

Stative aus Aluminium sind die günstigsten Varianten, jedoch auch schwingungsanfälliger. Dennoch sind sie, trotz des günstigen Preises, leicht. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt in diesem Fall.

Im Vergleich zu Aluminiumstativen, sind Stative aus Carbon sehr stabil und nochmal um einiges leichter. Natürlich kostet Qualität. Der Preis ist dementsprechend sehr viel höher als bei Stativen aus Aluminium.

Holzstative werden aufgrund ihres hohen Eigengewichts nur noch selten bis gar nicht mehr genutzt. Deshalb wirst du dir bestimmt die Frage stellen: Aluminium oder Carbon? Wie oben bereits beschrieben, sind Reisefotografen auf so wenig Gewicht wie möglich aus. Mit einem Carbonstativ kann das Gewicht im Gegensatz zu einem Aluminiumstativ um 20-30 % verringert werden.

Ausstattung

Als letztes kommen wir zu dem Kriterium Ausstattung. Hierbei solltest du wissen, dass nicht jedes Stativ dieselbe Ausstattung hat. Wer Abstriche in der Ausstattung macht, zahlt auch weniger. Jedoch musst du dir hier auch wieder überlegen, was du brauchst und was für dich wichtig ist. Wir erklären dir als nächstes, was zu einer guten Stativausstattung dazu gehört.

  1. Integrierte Wasserwaage: Stative mit einem sauber verarbeitetem Drehkreuz und einer integrierten Wasserwaage können Wunder bewirken. Natürlich können ungerade Bilder auch stilistisch sein, dennoch möchte man in einigen Fällen doch schon mal ein gerades Foto schießen. Deshalb gehören integrierte Wasserwaagen zu einer vernünftigen Ausstattung dazu.
  2. Haken an der Mittelsäulenunterseite: Ein Haken an der Mittelsäulenunterseite wird auch als vorteilhaft angesehen. Wenn du das Stativ zusätzlich stabilisieren möchtest, kannst du ein Gewicht daran hängen. Beispielsweise deinen Fotorucksack oder etwas anderes schweres.
  3. Spikes: Falls du viel in der Natur fotografierst, und dich häufiger auf rutschigem Boden befindest, können sogenannte Spikes an den Stativfüßen Abhilfe leisten.

Fotostative: Häufig gestellte Fragen und Antworten

Nun beantworten wir dir alle wichtigen Fragen rund ums Thema Fotostative. Nach dem Lesen kennst du dich mit den grundlegenden Aspekten eines Stativs aus und weißt, was wichtig ist, wenn du dir selbst eins zulegen möchtest.

Was ist ein Fotostativ und wann wird es benötigt?

Ein Stativ dient in erster Linie zur Stabilisierung und vermeidet verwackelte und unscharfe Bilder bei einer langen Belichtungszeit. Wie du weißt, wird eine lange Belichtungszeit benötigt, wenn nur sehr wenig Licht vorhanden ist.

Die Aufnahme wird heller, aber ist auch anfälliger für unscharfe und verwackelte Fotos, da jede noch so kleine Bewegung aufgrund der langen Belichtungszeit von der Kamera wahrgenommen wird. Dem möchte man entgegenwirken.

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Fotostative ermöglichen es, in Situationen mit wenig Licht ein scharfes Bild aufzunehmen. (Bildquelle: Frame Harirak / unsplash)

Dies kannst du tun indem du deinen ISO-Wert erhöhst. Deine Belichtungszeit kann dann wieder kürzer sein, da die Aufnahme durch einen erhöhten ISO heller wird. Jedoch tritt je nach Größe deines Sensors ab einem gewissen ISO-Wert das sogenannte Bildrauschen auf. Die Bilder sind dann sehr unklar und “körnig”.

Dieses Rauschen möchte man so gut es geht vermeiden und dementsprechend achtet man darauf, dass der ISO so niedrig wie möglich ist.

Damit deine Aufnahme in einer dunklen Umgebung dennoch hell ist, wirst du deine Belichtungszeit wieder verlangsamen müssen. Bei einer langen Belichtungszeit bekommt man scharfe und wackelfreie Bilder durch bloßes fotografieren aus der Hand nicht hin.

Deshalb muss dir dein Fotostativ unter die Arme greifen. Deine Kamera ist frei von Bewegungen und kann ganz in Ruhe ihre Aufnahme machen. Das Ergebnis: Ein klares, wackelfreies Bild in einer Umgebung ohne viel Licht.

Welche Arten von Fotostativen gibt es?

Von jedem Produkt gibt es verschiedene Arten und Ausführungen. Selbiges gilt auch für unser Fotostativ. Wir haben dir alle gängigen Formen des Stativs in einer Tabelle mit ihren Vor und Nachteilen zusammengestellt.

Art Vorteile Nachteile
Monopod Geringes Gewicht, Einfacher Transport, Einfache Bedienung Kein Aufstellen möglich, Bilder verwackeln schneller
Ministativ Geringes Gewicht, Auch als Handstativ verwendbar, Schnell einsatzbereit Geringe Tragkraft, Wenig Funktionen
Klemmstativ / Gorillapod Befestigung an unebenen Gegenständen, Flexibel Schwierig, ein horizontales Bild zu schießen
Handystativ Geringes Gewicht, Kompakt, Einfache Bedienung, Einfacher Transport Instabil
Steadycam Ruckelfreie Aufnahmen beim Filmen, Aufnahmen sehen natürlich und authentisch aus Sehr schwer, Nicht sehr preiswert, Bedienung ist nicht einfach
Gimbal Durch Mechanik werden ruckartige Bewegungen beim Filmen reduziert, Leichter als Steadycam, Einfache Bedienung Bewegungen sehen mechanisch und unnatürlich aus, Teurer als eine Steadycam

Wie du siehst, gibt es viele verschiedene Ausführungen der Stative. Welches Stativ für dich in Frage kommt, hängt von seinem Einsatzgebiet ab. Einbeinstative werden gerne in der Videografie sowie in der Sportfotografie verwendet. Steadycams und Gimbals kommen hauptsächlich in der Videografie zum Einsatz, wohingegen Ministative gerne auf Reisen benutzt werden.

Was kostet ein Fotostativ?

Nun kommen wir zu der Kostenfrage. Es ist schwierig einen genauen Preis zu nennen, da dieser von sämtlichen Faktoren abhängig ist. Aus welchem Material besteht das Stativ? Ist es eher kompakt oder groß? Welche Ausstattung bringt das Fotostativ mit sich? Ist es ein Dreibeinstativ oder ein Monopod? Von welcher Marke stammt das Stativ? Das alles sind Aspekte, die den Preis letztendlich bestimmen. Dennoch geben wir dir ein paar Beispiele in einer Preistabelle, damit du dir ungefähr vorstellen kannst, in welchem Preisrahmen du dich befindest.

Typ Preisspanne
Aluminiumstativ circa 20 Euro bis circa 160 Euro 
Carbonstativ circa 90 Euro bis 400 Euro
Ministativ / Gorillapod circa 20 Euro bis 130 Euro

Wie bereits erwähnt, setzt sich der Preis für das Stativ aus den verschiedensten Kriterien zusammen. Darum auch die große Preisspanne. Bedenke, dass es am Anfang kein 400 Euro teures Stativ sein muss. Es gibt auch super gute Stative in einer niedrigeren Preisklasse. Es muss nur ein Fotostativ sein, dass zu dir und deinen Bedürfnissen passt.

Wo kann ich ein Fotostativ kaufen?

Fotostative bekommst du im Elektronikeinzelhandel wie zum Beispiel Saturn oder Mediamarkt, im Fachhandel und in Onlineshops. Solltest du noch nicht genau wissen, nach welchem Stativ du suchst, empfehlen wir dir, es vorher auszuprobieren. Falls du dir allerdings schon im Klaren darüber bist, welches Stativ zu dir passt, kannst du es natürlich auch direkt online bestellen.

Die folgenden Onlineshops verkaufen unseren Recherchen zufolge die meisten Fotostative

  • K&F Concept DE
  • Amazon.de
  • Ebay.de
  • Cyberport.de
  • Conrad.de
  • Otto.de

Viel Spaß beim Stöbern!

Welche Alternativen gibt es zu einem Fotostativ?

Nicht immer hast du dein Stativ griffbereit. Solltest du dennoch Bilder mit einer langen Belichtungszeit aufnehmen wollen, kannst du folgende Alternativen ausprobieren.

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Wenn du gerade kein Stativ zur Hand hast, kannst du deine Kamera alternativ auf Gegenstände wie beispielsweise einen Tisch platzieren. (Bildquelle: Debby Hudson / unsplash)

In der folgenden Tabelle haben wir dir Alternativen aufgelistet, die du verwenden kannst, wenn du dein Stativ nicht bei dir hast.

Alternative Beschreibung
Platzieren der Kamera auf sonstigem Untergrund Das Platzieren auf Objektiven wie beispielsweise einer Mauer oder einem Tisch hilft, die Kamera zu stabilisieren. Da diese Objekte meist nicht komplett stabil sind, werden die Aufnahmen teilweise trotzdem unscharf oder verwackelt.
Sandsack / Beanbag Sandsäcke oder Beanbags passen sich dem Untergrund sowie der Kamera an und dämpfen Verwicklungen beim Auslösen ab
Anlehnen Das Anlehnen an einer Tür, Wand oder ähnliches hilft, die Kamera ruhig zu halten und so Verwacklungen zu reduzieren

Es gibt tatsächlich einige Tricks, die du verwenden kannst, wenn du gerade kein Stativ zur Hand hast. Jedoch ist es in einigen Situation unerlässlich, damit du später wirklich komplett wackelfreie Aufnahmen hast.

Fazit

Das Fotostativ ist in der Fotografie sowie auch in der Videografie kaum noch wegzudenken. Es dient in erster Linie zu Stabilisierung und verhindert, dass deine Bilder bei einer langen Belichtungszeit nicht verwackeln. Leichte Stative eignen sich besonders für Reisen, wobei schwerere Stative meistens in Fotostudios benutzt werden. Es gibt Fotostative aus Aluminium sowie aus Carbon hergestellt. Letzteres ist zwar teurer, jedoch sind sie nicht so schwingungsanfällig und vor allem leichter als Stative aus Aluminium.

Du solltest dir ebenfalls über die verschiedenen Arten von Stativen im Klaren sein. Dreibeinstative werden lediglich für die Fotografie eingesetzt, wohingegen Einbeinstative ihren Nutzen ebenfalls in der Videografie finden. Für welches Stativ du dich entscheidest, hängt letztendlich von deinen Bedürfnissen ab. Wir sind uns aber sicher, dass du dank dieses Artikels bestens vorbereitet bist und du die richtige Entscheidung treffen wirst.

Bild: 123rf.com/ 108314025

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