Die Bridgekamera vereint verschiedene Aspekte von Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras miteinander und eignet sich daher sowohl für Einsteiger als auch für Profis. Wenn du daran interessiert bist, dir eine Bridgekamera zuzulegen und nun gerne wissen möchtest, für welche Bildaufnahmen du sie gut verwenden kannst, bist du hier genau richtig. Im folgenden Artikel werden wir dir fünf Arten von Fotografie vorstellen und beschreiben, warum sich die Bridgekamera dafür mehr oder weniger gut eignet.

Bridge Kamera

Pixabay.com / Bridge Kamera

Was zeichnet eine Bridgekamera aus?

Die Bridgekamera schlägt, wie bereits angedeutet, eine Brücke zwischen Kompaktkamera und Spiegelreflexkamera und bietet so verschiedene Vorteile, aber auch den ein oder anderen Nachteil. Besonders kennzeichnend für die Bridgekamera ist ihre im Vergleich zur Spiegelreflexkamera kompaktere Bauweise sowie der überdurchschnittliche Zoombereich, weshalb sie auch oft als Superzoom Kamera bezeichnet wird.

Das Objektiv der Bridgekamera lässt sich nicht wechseln, deckt dafür jedoch einen großen Bereich ab, der Sensor der Kamera bewegt sich größentechnisch zwischen dem einer Kompaktkamera und dem einer Spiegelreflexkamera.

Welche Arten von Fotografie gibt es?

Seit der Entstehung der Fototechnik im 19. Jahrhundert hat sich die Fotografie stets weiterentwickelt und in verschiedenen Lebensbereichen etabliert. So kann die Fotografie für verschiedene Zwecke, wie Vergnügen, Arbeit oder Kunst genutzt werden. Darüber hinaus hat sich eine Vielzahl von verschiedenen Aufnahmearten entwickelt, welche jeweils andere Aspekte in den Vordergrund rücken.

Bridgekamera Test 2019: Die besten Bridgekameras im Vergleich

Da die Liste sehr lang ist, haben wir uns fünf der wichtigsten Fotografiearten herausgesucht, welche wir im Folgenden kurz vorstellen werden, um daraufhin zu erläutern, inwiefern sich eine Bridgekamera dafür eignet oder nicht.

Die fünf Arten von Fotografie sind:

  1. Landschaftsfotografie
  2. Naturfotografie
  3. Sportfotografie
  4. Architekturfotografie
  5. Innenfotografie
Für die meisten Arten von Fotografie sollte man sich auf jeden Fall ein Stativ samt Stativtasche zulegen. So kann man den Bildausschnitt, welchen man ablichten möchte, besser fokussieren.

Für welche Arten von Fotografie eignet sich eine Bridgekamera (nicht)?

Im folgenden Teil stellen wir dir nacheinander die eben genannten Fotografiearten vor. Dabei beschreiben wir, was diese ausmacht, welche Aspekte dabei besonders wichtig sind und wie gut sich eine Bridgekamera dafür eignet.

Landschaftsfotografie

Bei der Landschaftsfotografie wird ein großer bewegter oder unbewegter Ausschnitt der Umwelt abgebildet. Dabei wird zum Beispiel die unberührte Natur, menschlich gestaltete Natur wie beispielsweise Parkanlagen, oder auch Architektur fotografiert.

Da man einen großen Bereich ablichten möchte ist die Tiefenschärfe ein wichtiger Aspekt bei der Landschaftsfotografie. Des Weiteren empfiehlt es sich, ein Weitwinkelobjektiv zu benutzen. Fotografiert man bei Tag, ist die Lichtstärke eher nebensächlich.

Generell lassen sich mit der Bridgekamera bereits qualitative Bilder machen, da sie ein gutes Objektiv besitzt, welches unter anderem Aufnahmen mit Weitwinkel ermöglichen. Bei Tag kann man bereits mit einfachen Kompaktkameras schöne Landschaftsaufnahmen machen, einen großen Unterschied bemerkt man erst, je schwächer das natürliche Licht wird.

Bei Aufnahmen im Dunkeln macht man mit einer Spiegelreflexkamera die besten Fotos. Wenn man große Entfernungen zu Fuß zurücklegt, sind Kompaktkameras oder Bridgekameras wohl die bessere Wahl, da sie zum einen leichter sind und man zum anderen nicht so viel zusätzliche Ausrüstung benötigt.

Naturfotografie

Die Naturfotografie widmet sich der natürlichen Umgebung des Menschen, dazu gehören zum Beispiel Teile der Landschaftsfotografie oder auch die Tierfotografie.

In diesem Bereich der Fotografie geht es in erster Linie darum, die Abbildungen natürlich darzustellen, weshalb oft auch mit einfacheren Kameras und Tageslicht gearbeitet wird. Welche Kamera und welche Einstellungen für die Bilder genutzt werden hängt stark davon ab, was genau man fotografieren möchte. Für Aufnahmen weitläufiger Landschaften eignet sich zum Beispiel ein Weitwinkelobjektiv, für detaillierte Nahaufnahmen eher ein Teleobjektiv.

Die Bridgekamera eignet sich sehr gut für Naturfotografie, da sie einfacher zu transportieren ist als eine Spiegelreflexkamera und zudem ein fest eingebautes Objektiv hat, welches von Weitwinkel bis Teleobjektiv alle Bereiche abdeckt. Natürlich variieren die verschiedenen Bridgekameras in ihren Funktionen, weshalb man darauf achten sollte, welche Art von Naturfotografie man bevorzugt.

Landschaftsfotografie

Bildquelle: Pixabay.com / Fotocitizen

Sportfotografie

Die Sportfotografie zeichnet sich dadurch aus, dass sie schnelle Bewegungen so festhält, wie sie das menschliche Auge nicht wahrnehmen kann. Meist werden die Bilder in Großaufnahme gemacht, der Hintergrund verschwimmt dabei.

Für diese Art von Fotografie empfiehlt sich ein starkes Teleobjektiv, da mit geringer Schärfentiefe gearbeitet wird. Im Vordergrund steht die Bewegung. Oft muss der Fotograf dem Geschehen mit der Kamera folgen, weshalb diese nicht zu groß und schwer sein sollte.

Die Bridgekamera ist bei Sportaufnahmen nicht unbedingt die erste Wahl, besser eignen sich hier kompakte Digitalkameras mit leichten Teleobjektiven, um das Fotografieren nicht zu anstrengend zu machen. Kleinere Bridgekamera Modelle eignen sich jedoch sicherlich auch.

Sportfotografie beschränkt sich nicht bloß auf das Ablichten von Sportlern und sportlichen Events sondern umfasst im Grunde alle Fotos, welche von schnellen Bewegungen gemacht werden.

Architekturfotografie

Diese Art von Fotografie befasst sich mit der Abbildung von Architektur, dabei werden Bauwerke entweder in der Planung, der Entstehung oder im fertiggestellten Zustand fotografisch festgehalten. Letzteres ist wohl die gängigste Form der Architekturfotografie.

Bei dieser Art von Aufnahme kommt es besonders auf die Details des Bauwerks an, weshalb das Bild so scharf wie möglich sein sollte. Ganz besonders die Tiefenschärfe spielt eine wichtige Rolle. Allerdings ist auch wichtig, ob der Fotograf ein komplettes Gebäude, nur einen Teil oder aber nur ein sehr kleines Detail davon ablichten möchte.

Bei Gesamtaufnahmen eignet sich ein Objektiv mit kleiner Brennweite, optimal wäre ein Weitwinkelobjektiv. Für Detailaufnahmen hingegen sollte man eher auf ein Teleobjektiv zurückgreifen.

Sofern man sich nicht festlegen möchte, ob man Bauwerke im Gesamten oder im Detail abbilden möchte, eignet sich die Bridgekamera sehr gut, da das Objektiv für jede Art von Aufnahme geeignet ist einen Wechsel dadurch unnötig macht. Wer allerdings mehr Wert auf die Qualität der Fotos legt und bereit ist in ein gutes Objektiv zu investieren, sollte eher zur Spiegelreflexkamera greifen.

Architektur Photografie

Architekturfotografie bedeutet, dass Aufnahmen von Gebäuden in ihrer Planung-, bzw. Entstehungsphase oder in fertiger Form gemacht werden. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist die Tiefenschärfe. (Foto: KarstenBergmann/ pixabay.com)

Innenfotografie

Innenfotografie bedeutet, dass man Fotos in geschlossenen Räumen macht, das Motiv kann dabei variieren. Ein Beispiel für Innenaufnahmen ist zum Beispiel die Portraitfotografie.

Bei dieser Art von Fotografie spielt das Licht die entscheidende Rolle. Blitzlicht sollte man hierbei nicht verwenden, da dies das Bildergebnis negativ beeinflussen würde. Am besten sollte man Weitwinkelobjektive mit kurzer Brennweite benutzen. Wenn man kein Stativ besitzt, ist ein Bildstabilisator von Vorteil.

Im Grunde kann man mit allen Arten von Kameras gute Innenaufnahmen machen, sofern man die richtigen Einstellungen nutzt. Im Normalfall werden die Bilder auch hier besser, je hochwertiger die Kamera ist, besonders bei schwachem Licht.

Fazit

Da die Bridgekamera mehrere Eigenschaften von Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras vereint, eignet sie sich im Grunde für die meisten Arten von Fotografie. Besonders für solche, bei denen lange Strecken zurückgelegt werden und die mal nahe und mal ferne Einstellungen benötigen ist die Bridgekamera recht praktisch.

Für eine professionelle Bildqualität und insbesondere Aufnahmen bei schwachem Licht, hat nach wie vor die Spiegelreflexkamera die Nase vorne. Bei anstrengenderen Aufnahmearten, bei denen der Fotograf sich selbst viel und teilweise schnell bewegen muss, sollte man eher auf hochwertige Digitalkameras mit passendem Objektiv zurückgreifen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.ddpix.de/landschaftsfotografie/

[2] http://ratgeber-fotografie.de/fotografiearten/architekturfotografie/

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Redaktion

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