Willkommen bei unserem großen Blitzgerät Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Blitzgeräte. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, das für dich beste Blitzgerät zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir ein Blitzgerät kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit Blitzgeräten kannst du auch bei schlechten Lichtverhältnissen scharfe Fotos schießen. In vielen Situationen solltest du ein direktes Blitzen vermeiden. Richte den Blitz lieber gegen die Decke und verhindert so zu starke Reflexionen.
  • Blitzgeräte, die von einer Kamera automatisch eingestellt werden, sind deutlich teurer als manuelle Blitze. Außerdem sind sie oft nur zu einem bestimmtem Kamerahersteller kompatibel.
  • Wichtige Qualitätskriterien, die du beim Kauf eines Blitzgeräts beachten solltest, sind die Kompatibilität, die Leitzahl, die TTL-Steuerung und der Auslösemechanismus.

Blitzgerät Test: Das Ranking

Platz 1: Yongnuo OS02037 YN-560 Mark III Systemblitz

Bei diesem sehr günstigen manuellen Blitzgerät handelt es sich um den Bestseller Nr. 1 in der Kategorie „Blitzgeräte“ auf Amazon. Er sticht mit seiner hohen Leitzahl in diesem Preissegment hervor und überzeugt zudem mit der Möglichkeit, das Gerät über den integrierten Funkempfänger auszulösen.

Im Folgenden erfährst du, wie unsere Redaktion dieses Gerät bewertet hat. Weiterhin fassen wir dir die Rezensionen der Käufer im Internet zusammen und verschaffen dir so einen kurzen aber effektiven Überblick über die Stärken und Schwächen dieses Blitzgerätes.

Redaktionelle Einschätzung
Kundenbewertung
„FAQ“

Platz 2: Metz Mecablitz 52 AF-1 für Canon

Der Metz Mecablitz 52 AF-1 ist ein Systemblitz, der sich im mittleren Preissegment ansiedelt. Er bietet einen ähnlichen Funktionsumfang wie ein deutliches teureres Gerät von Canon und ist vielseitig einsetzbar. Überzeugen kann der Blitz mit seiner Kompatibilität zur Canon E-TTL / E-TTL II Blitzlichteinstellung. Zudem ist dieses Gerät auch in Versionen für Kameras anderer Hersteller erhältlich.

Im Folgenden erfährst du, wie unsere Redaktion dieses Gerät bewertet hat. Weiterhin fassen wir dir die Rezensionen der Käufer im Internet zusammen und verschaffen dir so einen kurzen aber effektiven Überblick über die Stärken und Schwächen dieses Blitzgerätes.

Redaktionelle Einschätzung
Kundenbewertung
„FAQ“

Platz 3: Neewer TT560 Speedlite

Bei diesem Gerät handelt es sich um ein sehr günstiges Einsteigergerät. Es ist ein rein manuelles Blitzgerät, und ist so nicht kompatibel zu automatischen Funktionen von verschiedenen Kameras. Die Blitzstärke lässt sich manuell in 8 Stufen einstellen und man kann das Gerät sowohl als Aufsteckblitz benutzen, als auch entfesselt als Slave-Blitz platzieren.

Im Folgenden erfährst du, wie unsere Redaktion dieses Gerät bewertet hat. Weiterhin fassen wir dir die Rezensionen der Käufer im Internet zusammen und verschaffen dir so einen kurzen aber effektiven Überblick über die Stärken und Schwächen dieses Blitzgerätes.

Redaktionelle Einschätzung
Kundenbewertung
„FAQ“

Platz 4: Yongnuo YN-568EX II Blitzgerät für Canon EOS

Bei diesem Blitzgerät handelt es sich um eine billigere Alternative zu einem teuren Canon Blitz. Er bietet einen sehr ähnlichen Funktionsumfang wie das „Original“, wobei die E-TTL-Kompatibilität hervorzuheben ist. Er ist vielseitig einsetzbar und bietet eine hohe Leitzahl für den Preis.

Im Folgenden erfährst du, wie unsere Redaktion dieses Gerät bewertet hat. Weiterhin fassen wir dir die Rezensionen der Käufer im Internet zusammen und verschaffen dir so einen kurzen aber effektiven Überblick über die Stärken und Schwächen dieses Blitzgerätes.

Redaktionelle Einschätzung
Kundenbewertung
„FAQ“

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Blitzgerät kaufst

Was sind die Vorteile beim Fotografieren mit einem separaten Blitzgerät gegenüber Fotografieren mit ausklappbarem Blitz der Kamera?

Generell bieten separate Blitzgeräte gegenüber integrierten Blitzen von Kameras folgende Vorteile:

  • Höhere Blitzleistung
  • Lassen sich von der Kamera getrennt einsetzen
  • Dreh- und schwenkbarer Reflektor

Externe Blitzgeräte werden auch Systemblitze genannt.  Mehrere solcher Blitze lassen sich zu einem Blitzsystem ausbauen. In einem solchen ist ein Blitzgerät nicht nur eine einfache Ersatzlichtquelle für „Aufnahmen bei zu wenig Licht“, sondern ein vielseitig einsetzbares Werkzeug für die kreative Gestaltung mit Licht.

Blitzgerät

Blitzgerät erweitert die Kreativität des Fotografers. Er bietet eine größere Leuchtkraft und macht somit die Bilder schöner.(pashminu / 사진 312 / pixabay.com)

Was kosten Blitzgeräte?

Für die meisten Fälle gilt: Der Preis steigt mit der Leitzahl (s. unten). Je größer die Leuchtkraft des Blitzes, desto größer und teurer der Blitz. Allerdings hängt der Preis auch von zusätzlichen automatischen Einstellmöglichkeiten ab.

Die Preisspanne für Blitzgeräte ist relativ hoch. Je nach Hersteller treten große Preisunterschiede auf. Hier ist wichtig anzumerken, dass viele Blitzgeräte nur bedingt mit verschiedenen Kamera-Herstellern kompatibel sind und man so in der Auswahl beschränkt ist.

Entscheidende Kriterien, die den Preis eines Blitzes beeinflussen, sind neben der Leitzahl auch:

  • Die Zeitspanne, die das Blitzgerät braucht, um nach Benutzung wieder einsetzbar zu sein
  • Die Fähigkeit, den Blitz schwächer einzustellen, um so schnellere Bildserien zu ermöglichen
  • Möglichkeit der automatischen Blitzeinstellung durch die Kamera (TTL)

Billige Universalblitzer beginnen ab 10 Euro. Für leistungsstarke (meist auf einen Kamera-Hersteller spezialisierte) Blitzgeräte werden auch Preise von mehreren hundert Euro fällig.

Camerablitz

Blitzgeräte bekommt man schon für wenig Geld. Für qualitativ hochwertige Produkte zahlt man allerdings viel Geld. (PublicDomainPictures / pixabay.com)

Wo kommen Blitzgeräte am häufigsten zum Einsatz?

Hier wollen wir dir einige der häufigsten Einsatzgebiete von Blitzgeräten aufzeigen. Dabei wird deutlich, dass es sich hier primär um Fotografie im Nahbereich handelt:

  • Eventfotografie: Fotos von Personen, oft in dunkler Umgebung.
  • Bei strahlendem Sonnenschein / Gegenlicht: Zur Verminderung von harten Schatten / Kontrasten z.B im Gesicht von Personen.
  • Portraitfotografie: Oft mit mehreren Systemblitzen gekoppelt.
  • Makrofotografie
  • Tierfotografie: Zum „Einfrieren“ von schnellen Bewegungen

Blitzgeräte kommen meist bei Fotografien im Nahbereich zum Einsatz, zum Beispiel beim Fotografieren von Personen, von Tieren oder bei Sonneneinstrahlung.

Worauf muss ich beim Fotografieren mit Blitzgeräten achten?

Um ein „natürlicheres“ Bild zu erhalten, sollte man das direkte Blitzen vermeiden. Über indirektes Blitzen über einen Umweg (weiße Wand / weißer Karton) wird das harte Blitzlicht gestreut.

So werden harte Schatten und evtl. Spiegelungen vom Blitzlicht selbst (z.B. auf der Stirn einer Person) unterbunden. Das Ergebnis wirkt naturgetreuer.

Je größer die Leuchtfläche in Relation zum Motiv, desto weicher das Licht. Eine einfache Möglichkeit ist hier z.B. ein weißes Bettlaken, welches aufgespannt vor dem Blitzer platziert wird. Bei häufigem Bedarf empfiehlt sich die Anschaffung eines Blitzschirms oder eine Softbox.

Wenn möglich, das Blitzgerät seitlich und höher als das Objektiv im Raum platzieren (s. entfesseltes Blitz). So erreicht man dezente Schatten und es entsteht ein dreidimensionaler Bildeindruck.

Um „rote Augen“ auf dem Foto zu vermeiden, gibt es bei vielen Kameras die Möglichkeit eines integrierten Vorblitzes.

Ein zu deutlicher Helligkeitsabfall kann mit Hilfe eines zweiten Blitzgerätes („Sklavenblitz“) vermieden werden. Dieser kann dir auch dabei helfen Kernschatten zu vermeiden.

Zudem solltest du darauf achten das du nach dem fotografieren eine Tasche zum verstauen des Blitzgeräts besitzt, damit dieses bei Transport geschützt ist.

Die Lichtrichtung, die Größe der Lichtfläche sowie die Stärke des Blitzlichtes sind drei wichtigen Punkte, die beim Umgang mit Blitzgeräten zu beachten und einzuschätzen sind.

Wo kann ich ein Blitzgerät kaufen?

Blitzgeräte findest du in jedem gut sortierten Fotofachgeschäft und in den gängigen Elektronikfachgeschäften.

In den letzten Jahren sind die Möglichkeiten gewachsen, Blitzgeräte über das Internet zu beziehen. Dort ist meistens die Auswahl größer und die Preise fallen in der Regel niedriger aus. Wir empfehlen dir jedoch den Besuch im Fachgeschäft. Dort kannst du verschiedene Blitzer ausprobieren und besser vergleichen kannst.

Welche Begriffe und Abkürzungen werden genutzt um Blitzgeräte zu beschreiben?

Im Folgenden wollen wir dir einen kurzen Überblick über die wichtigsten Begriffe und Abkürzungen geben.

Was beschreibt die Leitzahl?

Allgemein gilt: Je größer die Leitzahl, desto weiter entfernte Objekte kann ein Blitz noch korrekt ausleuchten!

Für Systemblitze zu Spiegelreflex- und Kompaktkameras wird meistens eine Leitzahl angegeben. Diese gibt, wenn man sie in ein Verhältnis zur eingesetzten Blendenzahl setzt,  Auskunft über die mögliche Blitzreichweite, bei welcher der Blitz in der Lage ist, die Motivebene richtig auszuleuchten.

Als Formel beschrieben sieht dies so aus:

Blitzreichweite = Leitzahl / Blende

Zudem ist die Leitzahl auch abhängig von der kameraseitig eingestellten Lichtempfindlichkeit (ISO-Einstellung). Die Leitzahl wird also immer zusammen mit einem ISO-Wert angegeben.

Durch die heute gängige automatische TTL-Blitzmessung (s. unten) hat die Leitzahl bei teureren Geräten nicht mehr die gleiche Bedeutung wie früher, wo man ggf. noch nachrechnen musste.

Was ist ein Diffusor?

Als Diffusor bezeichnet man ein Hilfsmittel um „hartes“ Licht „weicher“ zu machen.

So sollen extreme Licht-Schatten-Kontraste sowie störende Reflexe reduziert werden. Vor einem Blitzgerät platziert bewirkt er eine Streuung des Lichts und wird auch „Scrim“ genannt. Die Blitzreichweite wird dadurch reduziert. Jedoch kann man bei richtigem Gebrauch ein natürlicheres Ergebnis erzielen.

Was ist ein Blitzschuh / Zubehörschuh?

Mit diesen Bezeichnungen wird die Vorrichtung an Fotoapparaten bezeichnet, an die Zuibehör wie externe Blitzgeräte, Lampen oder Entfernungsmesser und anderes angesteckt werden können.

Ein Blitzschuh ist in der Regel mit einem Mittenkontakt ausgestattet, der das zeitgleiche Zünden des Blitzlichtes mit dem Auslösen des Verschlusses der Kamera synchronisiert. Heutzutage gibt es weitere Kontakte im Blitzschuh, die zur Steuerung von Sonderfunktionen oder der erweiterten Kommunikation zwischen Kamera und Blitz (z.B. TTL-Blitzsteuerung, s. unten) eingesetzt werden.

Diese sind von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich, so dass Zubehör und Kamera von unterschiedlichen Herstellern nur in Ausnahmefällen kompatibel sind.

Wofür steht die Abkürzung HSS?

HSS steht für High-Speed-Synchronisation, auch Kurzzeitsynchronisation genannt. Diese wurde entwickelt, um Blitzlichfotografie mit Belichtungszeiten zu ermöglichen, die kürzer sind als die Blitzsynchronzeit.

Unter der Blitzsynchronzeit versteht man die kürzeste wählbare Belichtungszeit, bei welcher der Verschluss zum Belichten kurzzeitig vollständig geöffnet ist. In dieser Zeit kann das Licht (eines Blitzgerätes) den Bildsensor ganzflächig beleuchten. Die Blitzsynchronzeit wird oftmals auch X-Synchronzeit genannt.

Die Kurzzeitsynchronisation dient dazu, um kürzere Belichtungszeiten als die Blitzsynchronzeit zu bewerkstelligen.

Bei der Kurzzeitsynchronisation will man die Blitzsynchronzeit unterschreiten. Anstelle eines einzelnen Blitzes wird die Blitzleistung in eine hohe Anzahl kleiner Blitze aufgeteilt , welche über die ganze Dauer des Verschlussablaufes gleichmäßig abgegeben werden. Somit wird das ganze Bild mittels Blitzlicht belichtet, auch wenn der Verschluss nie vollständig geöffnet ist.

Allerdings muss die Blitzenergie dafür auf die vielen schnell abfolgenden Einzelblitze aufgeteilt werden. Diese werden dadurch schwächer und die Leitzahl des Blitzgerätes nimmt bei der Kurzzeitsynchronisation stark ab.

Wofür steht die Abkürzung TTL?

Bei der TTL-Blitzmessung findet die Belichtungsmessung durch das eingesetzte Objektiv statt (TTL = Through the Lens).

Es gibt Geräte die TTL-Automatik besitzen. Jegliche Änderungen an der Kamera können entweder manuell vorgenommen werden oder die Automatik des Fotoapparats wird zur Nutze gemacht.

Diese Technik hat dafür gesorgt, dass bei modernen Spiegelreflexkameras Blitzgeräte, die einen eigenen Sensor zur Belichtungsmessung besitzen (Computerblitz) abgelöst wurden. Die TTL-Messung hat den Hauptvorteil, dass exakt das Licht gemessen wird, das durch das Objektiv auf den Film oder bei Digitalkameras auf den Sensor fällt.

Weitere Vorteile sind:

  • Die Messung bezieht sich nur auf das aufgenommene Motiv. Lichtquellen, knapp außerhalb des Bildes, die der Sensor des Computerblitzes noch erfassen könnte, stören nicht.
  • Die Messung berücksichtigt automatisch unterschiedliche Brennweiten der eingesetzten Objektive.
  • Beim Computerblitz müssen die Parameter Filmempfindlichkeit und Blende meistens manuell von der Kamera auf das Blitzgerät übertragen werden. Hierbei sind Fehlbedienungen möglich, die bei der TTL-Blitzmessung nicht vorkommen können.

Allerdings ist die TTL-Blitzmessung nicht herstellerunabhängig genormt, und teilweise auch innerhalb der Hersteller mehrfach verändert worden. Blitzgeräte für die TTL-Blitzmessung müssen deshalb stets auf das verwendete Kameramodell abgestimmt sein und sind oft nicht universell einsetzbar.

Was ist ein „entfesselter Blitz“?

Unter einem „entfesseltem Blitz“ versteht man in der Fotografie den Einsatz eines Blitzgerätes, welches räumlich von der Kamera getrennt ist. Die Kommunikation zwischen Blitz und Kamera bzw. Blitz und Blitz kann dabei über folgende Möglichkeiten erfolgen:

  • Verbindungskabel
  • Infrarot
  • Funk
  • Auslösung durch das Blitzlicht eines anderen Blitzgerätes

Dabei wird der Blitz, über den andere Blitzgeräte angesteuert werden, Master, Sender oder Hauptblitz genannt. Gängige Bezeichnungen für die entfesselten, ferngesteuerten Blitze sind: Servoblitz, Sklavenblitz, Tochterblitz, Slave oder Slave-Flash.

Beispiele für die Anwendung eines entfesselten Blitzes wäre z.B. die seitliche Beleuchtung, bei der eine stärkere räumliche Wirkung entsteht. Auch lassen sich Teile eines Motivs stärker betonen, wenn man das Blitzgerät näher am Motiv platziert.

Was ist ein Ringblitz?

Ein Ringblitz ist eine besondere Bauform eines Blitzgerätes. Dabei sind eine oder mehrere Blitzröhren ringförmig um die Vorderseite des Objektivs angeordnet. Anwendung findet er primär in der Makrofotografie.

Vorteile einer solchen Anordnung sind:

  • Schattenfreie Ausleuchtung des Motivs
  • „Weiches“ Licht durch seine räumliche Ausdehnung

Nachteile eines Ringblitzes:

  • Auf glänzenden Oberflächen (wie z.B. Augen) verursacht der Ringblitz eine kreisförmige Reflexion
  • Fehlende räumliche Wirkung durch fehlende Schatten

Entscheidung: Welche Arten von Blitzgeräten gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen vier Arten von Blitzgeräten unterscheiden:

  • Aufsteckblitz
  • Ringblitz
  • Studioblitz
  • Entfesselter Blitz

Je nachdem für welchen Zweck du das Blitzgerät verwenden möchtest, ist eine Art besser für deine Bedürfnisse geeignet als die anderen. Im Folgenden geben wir dir einen Überblick über die Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten von Blitzgeräten und zeigen deren Vor- und Nachteile auf. So kannst du selbst entscheiden, welches Gerät das richtige für dich ist.

Blitzgerät

Es gibt vier verschiedene Arten von Blitzgeräten zwischen denen man unterschieden kann. Welches Gerät das richtige ist, hängt vom Nutzen ab. (CITYEDV / pixabay.com)

Wie funktioniert ein Aufsteckblitz und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Ein Aufsteckblitz wird auf den Blitzschuh deiner Kamera aufgeschoben und durch die dort vorhandenen Kontakte elektronisch mit der Kamera verbunden. So kommuniziert der Blitz mit deiner Kamera und wird je nach Modell direkt über deine Kamera gesteuert. Der Reflektor des Blitzes passt sich dann automatisch an die eingestellte Brennweite des Objektivs an.

Da ein Aufsteckblitz sehr kompakt und handlich ist, lässt er sich in einer Kameratasche einfach transportieren. Je nach Größe und Preislage unterscheiden sich Kompaktblitze in ihrer Leistung und den Funktionen.

Vorteile

  • Kompakt, handlich
  • Einfacher Transport
  • Automatische Steuerung
  • Indirektes Blitzen möglich
  • Preisgünstiger

Nachteile

  • Geringe Kompatibilität
  • Kleinere Lichtquelle
  • Reflektor fest verbaut

Meist ist es möglich, die Neigung des Blitzkopfes zu verändern und Bilder somit indirekt – beispielsweise durch Umleitung des Blitzlichtes über (weiße) Wände – zu beleuchten. Durch den fest verbauten Reflektor kann die Richtung des Lichts allerdings nicht individuell verändert werden.

Nachteilig ist weiterhin, dass Aufsteckblitze einer bestimmten Marke in der Regel nur mit Kameras dieser Marke kompatibel sind. Bei Blitzgeräten von Drittanbietern solltest du darauf achten, dass diese mit deiner Kamera kompatibel sind, da die Geräte sonst nicht miteinander kommunizieren können.

Ein Aufsteckblitz ist der richtige für dich, wenn du einen kompakten, leicht zu transportierenden Blitz für viele Gelegenheiten benötigst.

Wie funktioniert ein Ringblitz und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Ein Ringblitz hat die besondere Bauform eines Ringes und wird um das Objektiv deiner Kamera herum installiert. Er sorgt für eine sehr gute, schattenfreie Ausleuchtung des Motivs und wird besonders häufig in der Makrofotografie eingesetzt.

Vorteile

  • Sehr gute, schattenfreie Ausleuchtung
  • Weiches Licht
  • Gut für Makrofotografie

Nachteile

  • Räumliche Wirkung kann verloren gehen
  • Ringförmige Reflexion auf spiegelnden Flächen

Aufgrund der nicht vorhandenen Schatten kann einem mit Ringblitz geschossenen Bild jedoch die räumliche Tiefe fehlen, was das Bild flach wirken lässt. Zudem entstehen häufig kreisförmige Reflexionen auf spiegelnden Flächen wie z. B. Augen.

Ein Ringblitz ist der richtige für dich, wenn du dein Motiv besonders ausleuchten möchtest oder ein wenig mit dem Licht experimentieren möchtest.

Wie funktioniert ein Studioblitz und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Ein Studioblitz verfügt über eine höhere Blitzleistung als ein Aufsteckblitz und kann über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden. Zudem kann ein Studioblitz mit lichtveränderndem Equipment wie Reflektoren oder Filtern zur Dämpfung und individuellen Farbgebung des Lichts flexibel erweitert werden.

Vorteile

  • Hohe Blitzleistung
  • Dauerhafter Betrieb möglich
  • Flexible Erweiterungsmöglichkeiten
  • Beliebig kombinierbar

Nachteile

  • Viel Equipment, schlecht zu transportieren
  • Höherpreisig
  • Groß, schwer

Jedoch ist der Transport eines teureren Studioblitzes etwas umständlicher, da oft viel Equipment benötigt wird und das Gerät schwerer und größer als ein Aufsteckblitz ist.

Ein Studioblitz ist der richtige für dich, wenn du vor allem stationäre Aufnahmen planst und eine leistungsstarke Lichtquelle benötigst, die du über einen längeren Zeitraum betreiben kannst.

Wie funktioniert ein Entfesselter Blitz und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Ein entfesselter Blitz ist die Bezeichnung für einen Blitz, der nicht fest mit der Kamera verbunden ist. Jeder Blitz kann mit dem entsprechenden Zubehör entfesselt werden.

Die Kommunikation erfolgt bei einer Kabelverbindung indirekt über den Blitzschuh oder kabellos durch Lichtimpulse oder Funkauslöser. Der Blitz kann so an jeder beliebigen Stelle platziert werden, um das Motiv optimal auszuleuchten.

Vorteile

  • Individuelle Ausleuchtung
  • Beliebig kombinierbar
  • Flexible Steuerung

Nachteile

  • Mehr Zubehör bei Transport

Oft werden mehrere Blitzgeräte kombiniert, wobei einer als Master und die anderen als sogenannte Slaves fungieren. Dies gestaltet die Ausleuchtung für dich wesentlich flexibler, erfordert jedoch auch etwas Übung bei der Bedienung. Zudem ist der Transport mit ein wenig mehr Aufwand verbunden.

Ein entfesselter Blitz ist der richtige für dich, wenn du deine Bilder sehr individuell und flexibel ausleuchten möchtest.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Blitzgeräte vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Blitzgeräte vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Blitzgerät für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Kompatiblität
  • Leitzahl
  • TTL-Steuerung
  • Auslösemechanismus
  • Diffusor

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst.

Kompatibilität

Meistens gilt: Ein teureres Blitzgerät von einem Kamerahersteller ist auch nur mit den jeweiligen Kameras dieses Herstellers kompatibel (z.B. Nikon Blitzgeräte mit Nikon DSLR’s).

Eine Ursache für diesen Zustand ist die fortgeschrittene Automatisierung in der Fotografie, in diesem Fall die kamerainterne TTL-Blitzmessung (s. oben) durch das Objektiv. Die Ergebnisse dieser Messung werden über Kontakte am Blitzschuh der Kamera elektronisch an das Blitzgerät übermittelt. Da diese Kontakte der Kameras nicht bei allen Herstellern gleich sind, sind auch die Blitzgeräte oft nicht oder nur bedingt kompatibel.

Es gibt allerdings Hersteller von Blitzgeräten, welche Blitzer produzieren, die mit verschiedenen Kameraherstellern kompatibel sind (z.B. Metz). Bevor du ein Blitzgerät kaufst, solltest du also auf jeden Fall überprüfen, ob es mit deiner Kamera kompatibel ist.

Des Weitern solltest du darauf achten das dein Blitzgerät zum Schutz in deine Kameratasche gepackt werden kann, in dieser also ein Fach dafür vorgesehen ist.

Leitzahl

Als Leitzahl wird die Maßzahl bezeichnet, mit der die Lichtleistung eines Blitzgerätes angegeben wird. Setzt man diese in ein Verhältnis mit der Blende, erhält man die mögliche Blitzreichweite bei welcher der Blitz in der Lage ist die Motivebene richtig auszuleuchten.

Es ist zwar eine Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit eines Blitzes zu beschreiben, jedoch solltest du nicht zu viel Bedeutung in diese Zahl hineininterpretieren. Das liegt einerseits daran, dass bei modernen DSLR’s die Lichtmessung und darauf folgend die Einstellung des Blitzes automatisch erfolgt (s. oben: TTL). Andererseits versuchen viele Fotografen ein direktes Blitzen zu vermeiden, es ist also nicht entscheidend, ob der Blitz in der Lage ist, ein oder zwei Meter weiter zu strahlen (s. oben).

TTL-Steuerung

Bei der TTL-Blitzmessung findet die Belichtungsmessung durch das eingesetzte Objektiv statt (TTL = Through the Lens).

Die TTL-Messung hat den Hauptvorteil, dass (auch) beim Blitzen exakt das Licht gemessen wird, das durch das Objektiv auf den Film oder bei Digitalkameras auf den Sensor fällt.

Damit du diesen Mechanismus in Anspruch nehmen kannst, solltest du darauf achten, dass der Blitz eine TTL-Unterstützung aufweist und mit deiner Kamera kompatibel ist.

Auslösemechanismus

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten Blitzgeräte auszulösen:

  • Im aufgestecktem Zustand:
    • Das Blitzgerät wird automatisch mit dem Betätigen der Auslösetaste der Kamera gleichzeitig ausgelöst.
  • Separat von der Kamera platziert (Lichtimpulse):
    • Dabei findet ein Austausch mit der Kamera über den kleinen in der Kamera bereits integrierten Blitz mithilfe kleiner Lichtimpulse an den externen Blitz statt. Das Blitzgerät erhält dieses Signal mithilfe seines roten Empfängerauges (rote reflektorartige Plastikscheibe) und löst den Blitz aus. Ein Sichtkontakt zwischen Kamera und Blitzgerät ist dabei notwendig.
  • Separat von der Kamera platziert (Funkauslöser):
    • Ein Auslösen mehrerer Blitzgeräte ist auch ohne direkten Sichtkontakt möglich.

Als Masterblitz bezeichnet man einen Blitz, der andere Blitze in einem Blitzsystem ansteuert. Dies kann über Kabel oder kabellos funktionieren (s. oben: entfesseltes Blitzen).

Ob ein Blitzgerät dazu in der Lage ist, als Masterblitz zu fungieren, ist für dich also nur interessant, wenn du vorhast, mehrere Systemblitze einzusetzen.

Diffusor

Ein Diffusor streut das Licht eines Blitzgerätes und vermindert so auffällige Reflexionen, die bei direktem Blitzen auftreten können.

Sollte kein Diffusor-Aufsatz im Lieferumfang enthalten sein, sollte dich das im Zweifelsfall nicht von einem Kauf abhalten. Diffusoren kannst du jederzeit für wenig Geld nachkaufen.

Wenn man ein Blitzgerät zum ersten mal verwendet, lohnt es sich über dem Gerät und seine Benutzung ein bisschen zu rechechieren, damit auch das richtige gekauft wird.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Blitzgerät

Welche Alternativen zu einem Blitzgerät gibt es?

Wenn zu wenig Licht vorhanden ist, um freihändig scharfe Fotos zu schießen, bleiben neben dem Blitzgerät nur zwei andere Möglichkeiten:

  • Stativ (längere Belichtungszeit möglich)
  • künstliche Dauerbeleuchtung

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/foto-tipps-wie-man-den-blitz-gekonnt-einsetzt-a-596745.html

[2] http://www.blitz-fotografie.de/grundlagen/anleitung-anfaenger/

[3] https://fotoschule.fotocommunity.de/blitztechnik-einfuehrung-von-internen-blitz-systemblitz-und-studioblitz/

[4] http://foto-podcast.de/ipod/blende8-34/

Bildnachweis: Pixabay.com / Meditations

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Isabell

Veröffentlicht von Isabell

Isabell, 21, studiert derzeit Internationale Betriebswirtschaftslehre an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Nach dem Studium möchte sie gerne im Marketing arbeiten. Daher versucht sie so viele Erfahrungen wie möglich in diesem Bereich zu sammeln, unter anderem unterstützt sie die Redaktion von fotospring.de. In ihrer Freizeit zeichnet sie gerne und erkundet neue Länder und Kulturen.

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